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„Antimarteria“: Der Spielfilm zum neuen Album „Roswell“ von Marteria ist online

Das aktuelle Album von Marteria, „Roswell“, ist seit Ende Mai auf dem Markt – und „Antimarteria“, der dazugehörige Spielfilm, feierte am Mittwochabend (07.06.) im Berliner Kino International Premiere. Seit dem späten Abend ist er online und hat inzwischen schon über 100.000 Aufrufe.

Zusammen mit Specter Berlin, dem einstigen Gründer von Aggro Berlin und heutigem Regisseur von Musikvideos, hat Marteria in Afrika nicht nur das Video zu „Das Geld muss Weg“, sondern auch den knapp einstündigen Spielfilm zum Album gedreht.

Songs sind der Ausgangspunkt für „Antimarteria“

Das fantastisch anmutende Werk ist namhaft besetzt: Marterias Alter Ego Marsimoto spielt ebenso mit wie Frederik Lau („Victoria“), Emilia Schüle („Unsere Zeit jetzt“), der Fotograf Paul Ripkke und Miss Platnum. Außerdem ist das mysteriöse Kind, dass man bereits vom Artwork des Albums kennt, in einer Hauptrolle zu sehen.

Kooperation

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Die Songs des Albums waren für Specter und mich der Ausgangspunkt für die Handlung“, sagt Marteria. Die Lieder sind es auch, die immer wieder in die Story des Films eingebaut werden. Daneben gibt es wunderschöne und beeindruckende Bilder und eine spannende, aber durchaus nebulöse Handlung.

Auf verschiedenen Erzählebenen und mit Zeitsprüngen wird die Geschichte einer menschenähnlichen Rasse erzählt. Im Gesicht haben diese Wesen zwei elfenbeinartige Stoßzähne – und werden deshalb von den Menschen wie Tiere gejagt.

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Das ist verwirrend, doch am Ende setzen sich die einzelnen Puzzle-Teile des Films zu einem großen Bild zusammen. „Ein Film voller Metaphern und Gleichnisse, voller Referenzen auf Popkultur und griechische Mythologie. Aber auch Marterias persönliche Geschichte und Science Fiction spielen eine Rolle“, fasst der Rostocker den Streifen zusammen.

Klassische philosophische Fragen

„Antimarteria“ behandelt klassische philosophische Fragen: Was ist gut, was böse? Wer bewertet das? Und er zeigt: Keiner kann sich von schlechten Charakterzügen, wie Konsumgeilheit oder Rachsucht, frei machen. In jedem Menschen stecken „Marteria“ und „Antimarteria“.

„Jeder ist ein Teil von allem. Ein Teil der Party, ein Teil des Rauschs, ein Teil des Elfenbeinhandels, ein Teil des Mordens. Deswegen konnten wir uns in dem Film nicht einfach hinstellen und sagen: Wir sind die Guten und bekämpfen jetzt das Böse. Denn wir sind genauso Teil des Bösen, Teil des Wahnsinns“, erklärt der Musiker.

„Antimarteria“ ist mehr als nur ein erklärendes Beiwerk zu „Roswell“; obwohl der Film sicherlich für das Verständnis der Platte hilfreich sein kann. Der Streifen beeindruckt auf visueller Ebene, wartet mit schauspielerischer Kompetenz – auch die Leistung von Marteria selbst ist ansprechend – auf und liefert Denkanstöße. Ein sehenswerter Film.

Marteria :: Roswell


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