Baby Yoda: Wesentliche Plots der Story von „The Mandalorian“ bei „Gremlins“ geklaut!?


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Knuddel-Kreaturen im Wandel der Zeit. Bereits im Jahr 1984 entstand der Film „Gremlins“ („Kleine Monster“ in der deutschen Version), in dem wuselige Stoff-Figuren eine amerikanische Kleinstadt aufmischen. Erst vor zwei Jahren, also fast 40 Jahre später, kam „Baby Yoda“ in die Kinos: Ebenfalls eine Animations-Spielhandlung, die nun dem Vater der „Gremlins“ übel aufgestoßen ist.

„Gremlins“ im Check:

„Aus meiner Sicht ist die Langlebigkeit dieser einen Figur dem Gizmo geschuldet. Dieser ist im Grunde wie ein Baby“, sagte US-Regisseur Joe Dante kürzlich dem „San Francisco Chronicle“. Er meinte damit den „Star“ seiner klassischen „Gremlins“-Arbeiten: Gizmo von der Rasse der Mogwai. Ein bepelztes Tierchen, das bei korrekter Pflege süß ist, bei Missachtung einiger Regeln (nicht nach Mitternacht füttern, nicht mit Wasser in Berührung bringen lassen, kein Tageslicht) jedoch zum Monster wird – dem Gremlin. Der drollige Gizmo sei dem „Star Wars“-Fabelwesen zu ähnlich, befindet Dante. „Das führt natürlich direkt zum Thema ‚Baby Yoda‘, das komplett gestohlen und einfach nur kopiert ist.“

Harter Tobak, aber die beiden Knuddelfiguren mit jeweils außergewöhnlichen Kräften, großen Augen und ausdrucksstarken Ohren sehen sich tatsächlich überaus ähnlich, wenn man sie nebeneinander sieht. Die ursprüngliche Inspiration für den Grogu (so Baby Yodas eigentlicher Name) in der Disney-Serie „The Mandalorian“ geht womöglich tatsächlich auf die Ur-Gremlins von 1984 zurück.

Der Ur-Yoda debütierte vier Jahrzehnte zuvor als verschmitztes, kleines Sumpfwesen in der „Star Wars“-Saga. Lehrmeister Yoda, alles andere als ein Baby, nervte den Über-Helden Luke Skywalker, als dieser auf dem Planeten Dagobah feststeckte.

„Mandalorian“-Schöpfer Jon Favreau wiederum erklärte 2021 gegenüber dem US-Film-Fachmagazin „Deadline“, dass er dabei mehr an Steven Spielbergs „E.T.“ als an Gizmo dachte, als er sich den Charakter ausdachte.

„Dave Filoni („Star Wars“-Kollege) hatte eine Skizze eines „Michelangelo“/“E.T.“-Szenarios angefertigt. Diese wurde zur Inspirationsquelle“, erzählte Favreau zur Auftaktszene „seiner“ Figur. Die Skizze zeigt Grogus schwimmende Wiege, aus der seine Mini-Hand herausragt. Und Mando, der nach unten greift, um die Finger zu berühren. Du kannst diese Zeichnung in dieser „Disney-Galerie“-Episode über ‚The Mandalorian“‘ sehen. Die Zeichnung zitiert Michelangelos weltberühmtes Gemälde ‚Die Erschaffung des Adam‘ – und erinnert gleichzeitig an Spielbergs Alien. DANN haben Doug Chiang und die gesamte Animations-Abteilung angefangen, Zeichnungen davon zu erstellen, und die Tech-Spezis von ‚Legacy Effects‘ haben diese umgesetzt“.

Eine Computer-Arbeit des Spezialisten Chris Alzmann, auf dem die Figur in etwas eingewickelt war, das wie ein Stück einer Fliegerjacke aussah, machte laut Favreau schließlich das Rennen. Von einer „dreisten Kopie“ könne in diesem arbeitsteiligen Prozess keine Rede sein.

„Star Wars“-Boss George Lucas hatte laut Filoni zum Start des Franchises im Hinblick auf die Figur ganz andere Bedenken. Lucas, der auf einem Foto am Set von „The Mandalorian“ mit „Baby Yoda“ im Arm zu sehen war, machte sich Sorgen um die Entwicklung der Figur.

„Ich habe mich mit George einmal über ‚das Kindchen‘ unterhalten, und seine größte Sorge war, dass es keine angemessene Ausbildung erhält“, verrät Filoni im Interview. Lucas hat seinen Wunsch erfüllt bekommen. Eine ganze Episode ist der Jedi-Ausbildung des jungen Grogu gewidmet.