ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
Highlight: Oscars: Alle „Bester Film“-Gewinner von 1990 bis 2019 im Ranking

„Bohemian Rhapsody“-Analyse: So gut sind die Oscar-Chancen wirklich

Das Queen-Camp und die Fans freuen sich über fünf Oscar-Nominierungen für „Bohemian Rhapsody“, darunter in den zwei wichtigen Kategorien „Bester Film“ und „Bester Hauptdarsteller“ (Rami Malek).

Aber wie gut stehen die Chancen, dass der Film über das Leben Freddie Mercurys tatsächlich einen oder mehrere Academy Awards gewinnt?

Bester Film

Rami Malek als Freddie Mercury - zu „Another One Bites The Dust“-Zeiten
Rami Malek als Freddie Mercury

„BoRhap“ gewann bereits einen „Golden Globe“ in der Kategorie „Bester Film (Drama)“. Acht Werke sind 2019 für die Oscars nominiert, und das Favoritenfeld ist gut bestückt: „Roma“, „A Star Is Born“, sogar „Black Panther“ werden Chancen eingeräumt.

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Dazu kommt das aktuell-politische „BlacKkKlansman“, „The Favourite“ mit gleich zehn Nominierungen – sowie „Green Book“, das bei den Globes als „Beste Comedy“ ausgezeichnet wurde. Mindestens sechs Filme haben bessere Chancen.

Oscar-Erfolgsquote: 15 Prozent

Bester Hauptdarsteller

Rami Malek gemeinsam mit den Queen-Mitgliedern Roger Taylor und Brian May bei der Weltpremiere von „Bohemian Rhapsody“

Auch hier ein Golden Globe, für Malek als „Bester Hauptdarsteller (Drama)“. Favorisiert ist Bradley Cooper („A Star is Born“), der als Regisseur nicht mit einer Nominierung bedacht wurde. Christian Bales ewige Gewichtsveränderungen dürften ihm selbst nicht mehr helfen („Vice“), möglich wäre aber auch ein Oscar für Viggo Mortensen („Green Book“), falls der Film insgesamt einen Durchmarsch machen sollte. Dennoch bleibt Malek im Kurs.

Oscar-Erfolgsquote: 40 Prozent

Bester Schnitt

In nahezu allen Fällen bekommt die „Beste Regie“ auch den „Besten Schnitt“. In dieser Kategorie ist „Bohemian Rhapsody“ nicht nominiert. Das schmälert die Chancen auf einen Preis, dabei sind vor allem die Live-Montagen, wie in „Live Aid“, womöglich preiswürdig.

Oscar-Erfolgsquote: 50 Prozent

Bester Ton

Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Rami Malek (Freddie Mercury) und Joe Mazzello (John Deacon)
Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Rami Malek (Freddie Mercury) und Joe Mazzello (John Deacon)

Größter Konkurrent ist „A Star Is Born“ ebenfalls ein Musikfilm. Musik und Ton gehört zusammen. „Roma“ hat geringere Chancen.

Oscar-Erfolgsquote: 50 Prozent

Bester Tonschnitt

Klarer Favorit vor „Aufbruch zum Mond“, interessant wäre eine Niederlage gegen „A Quiet Place“, der mit den Wechsel von totaler Stille und Geräuschen spielt.

Oscar-Erfolgsquote: 80 Prozent

Schmälern die Missbrauchsvorwürfe gegen den gefeuerten Regisseur Bryan Singer die Oscar-Chancen?

Bryan Singer

Denkbar, aber unwahrscheinlich. Singer wurde mitten in den Dreharbeiten entlassen, sein Name tauchte bei Dankesreden nicht mehr auf, Rami Malek distanzierte sich vom Regisseur, ebenso Queen-Gitarrist Brian May. Unabhängig davon ist die Schuldfrage, ob Singer Minderjährige missbraucht hat, nicht geklärt.

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Tim P. Whitby Tim P. Whitby/Getty Images
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DANIEL LEAL-OLIVAS AFP/Getty Images
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Christoph Waltz kehrt als Blofeld in neuem James Bond zurück

Der zweifache Oscar-Preisträger Christoph Waltz kehrt jetzt doch im neuen James-Bond-Film als Bösewicht Ernst Stavro Blofeld auf die Leinwand zurück. In „Spectre“ von 2015 hatte der 62-Jährige zwar als Superschurke geglänzt, sollte aber im nächsten Bond traditionell nicht mehr auftreten. Waltz selbst hatte vor einigen Wochen noch beteuert, dass es Blofeld kein zweites Mal geben würde. Nach schwankenden Gerüchten berichtete der bekanntermaßen vertrauenswürdige Bond-Insider und Autor Baz Bamigboye dem Berichterstatter „The Playlist“ nun, dass Waltz doch eine Rolle in Bond 25 übernehmen würde. Nach wie vor steht zwar Oscar-Preisträger Rami Malek als „Hauptbösewicht“ fest, Blofeld soll aber als wichtige Nebenrolle in dem Film…
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