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„Boyz n the Hood“-Regisseur John Singleton ist tot

Der US-Regisseur und Drehbuchautor John Singleton ist tot.  Er sei nach einem schweren Schlaganfall vor einigen Tagen am Montag (29. April) in einer Klinik in Los Angeles friedlich entschlafen, teilte seine Familie in einem Statement mit. Die Angehörigen hatten sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, lebenserhaltende Maßnahmen zu beenden, wie mehrere US-Medien meldeten.

Singleton erlangte bereits mit seinem reifen Debütfilm „Boyz n the Hood“ im Jahr 1991 Berühmtheit. Sein Gang-Epos aus Los Angeles gilt noch heute als Startschuss für eine neue Welle von afroamerikanischen Filmen, die gleichzeitig stilistisch eigenständig und politisch dringlich sind. 1992 war Singleton als erster Afroamerikaner und auch als jüngster Regisseur für einen Regie-Oscar nominiert worden.

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Szene aus „Boyz n the Hood“
Szene aus „Boyz n the Hood“

In den Folgejahren erwies sich Singleton als versierter Wandler zwischen den Genres. Er drehte das kluge Liebesdrama „Poetic Justice“, versuchte sich als Thriller-Autor mit „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ und fand noch einmal ein großes Publikum mit „2 Fast 2 Furious“. Aufmerksamkeit erregte Singleton im Jahr 2000 mit einem Remake des Blaxploitation-Kultklassikers „Shaft“.

In Hollywood trauern viele Freunde und Kollegen des Regisseurs. Samuel L. Jackson, der Hauptdarsteller von Singletons „Shaft“-Remake, sagte, dass der Regisseur vielen jungen Filmemachern neue Inspiration geschenkt habe. Jordan Peele, der mit seinen Horrorfilmen „Get Out“ und „Us“ Furore machte,  nannte den Verstorbenen einen „mutigen Künstler“.

Archive Photos Getty Images
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