Brian May zum 70. Geburtstag: 70 geheime Fakten über den Queen-Gitarristen

E-Mail

Brian May zum 70. Geburtstag: 70 geheime Fakten über den Queen-Gitarristen

Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email Kommentare
von

Am Mittwoch (19. Juli) feiert Brian May seinen 70. Geburtstag. Als Gitarrist von Queen ist der Mann aus dem britischen Hampton, Middlesex, zu Weltruhm aufgestiegen. Aber wussten Sie auch, dass er Doktor der Astrophysik ist?

Wir präsentieren 70 Fakten rund um den stillen Hünen, der mit seinem Instrument die Rockmusik prägte wie kaum ein anderer.

01. Idol: Buddy Holly

Gold Albumcover Buddy Holly
Buddy Holly

Das wichtigste Geschenk bekam Brian May schon zu seinem siebten Geburtstag: eine kleine spanische Akustikklampfe. Die Gitarre hatte er sich gewünscht, nachdem er „The Tommy Steele Story“ und zudem noch Buddy Holly & The Crickets in der beliebten TV-Show „Sunday Night At The London Palladium“ gesehen hatte. Der kleine Brian war sofort euphorisiert und Buddy Holly wurde umgehend zu einem Idol für ihn.

02. Stolzer Doktor

Brian May präsentiert seine Doktorarbeit dem Professor Paul Nandra (2007)

Dem Fernsehen hat May es auch zu verdanken, dass er nach dreieinhalb Jahrzehnten an das Londoner Imperial College zurückkehrte, um seine Doktorarbeit in Astrophysik zu beenden. Er hatte in einem TV-Interview erzählt, dass Patrick Moore – der Vater der populären Astrophysik in England und gleichzeitig ein Freund Mays – zu ihm gesagt habe, er solle doch endlich mal seine Dissertation zuende bringen. May habe etwas kokettierend sinngemäß geantwortet, dass das akademische Potenzial seiner Synapsen wohl nach all den Jahren ziemlich geschrumpft sei. Daraufhin bekam er eine ermutigende E-Mail des Imperial College, das ihm versicherte, dass er „herzlich willkommen“ sei, falls er es sich doch noch anders überlegen sollte. May nahm das Angebot an. Seine Dissertation, die sich mit Radialgeschwindigkeiten im interplanetaren Staub befasst, verteidigte er im Jahr 2007 erfolgreich (das 215 Seiten starke Werk „A Survey of Radial Velocities in the Zodiacal Dust Cloud“ von Brian Harold May kann man auch in Buchform erwerben) und führt seitdem mit Stolz den Titel „Dr.“ in seinem Namen – er twittert sogar unter @DrBrianMay.

03. Ehrenkanzler!

Von 2008 bis 2013 war Dr. Brian May dann direkt Ehrenkanzler der Liverpool John Moores University (deren Teleskop er auch im Rahmen seiner Doktorarbeit genutzt hatte). Seine Vorgängerin: Cherie Blair, Ehefrau des Ex-Premiers Tony Blair.

04. Gegen die „Möchtegern-Thatcher“

Politikverdrossenheit kann man May übrigens nicht vorwerfen: Die englische Tageszeitung „Mirror“ veröffentlichte am 7. Juni 2017 einen von ihm verfassten kritischen Artikel über Theresa May, die er auch gerne „that scary Margaret Thatcher wannabe“ nennt.

05. Die Frau an seiner Seite

Es dürfte seinen Blutdruck in die Höhe treiben, dass Google, wenn man „Brian May married“ eingibt, doch tatsächlich „…to Theresa May“ als Vervollständigung vorschlägt. Dabei ist er seit dem 18. November 2000 in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Anita Dobson verheiratet (er schrieb schon in den 1980er-Jahren „I Want It All“ und „Too Much Love Will Kill You“ für sie). Legendär der Auftritt der beiden in der britischen Frauen-TV-Sendung „Loose Women“:

06. Experte für Frauenrollen

Dass Brian May sich in der Damenrunde so wacker geschlagen hat, könnte daran liegen, dass er sich schon in jungen Jahren mehrfach erfolgreich in die Rolle einer Frau hineinfühlen durfte. Er war in der Theatergruppe seiner Schule aktiv, und da die Hampton Grammar School eine reine Jungenschule war, mussten die Frauenrollen dann natürlich auch von Knaben gespielt werden. Mays erste Rolle war die der Lydia Languish in „The Rivals“ von Richard Brinsley Sheridan. Der halbwüchsige Brian spielte die Dame so überzeugend, dass er gleich wieder eine Frauenrolle bekam: Lady Mary Lazenby in der Komödie „The Admirable Crichton“ von J.M. Barrie.

07. Der unbekannte „Cousin“

Conway Twitty, Inspiration für May

Überhaupt hat May großen Spaß am Verkleiden: Er tat es außerhalb des Schultheaters nicht nur für den Queen-Videoclip zu „I Want To Break Free“, der die britische Daily Soap „Coronation Street“ parodierte (wieder eine Frauenrolle), sondern auch zur adäquaten Darstellung seines nur wenig bekannten alter Egos T.E. Conway – angeblich ein Cousin des 1993 verstorbenen amerikanischen Rock’n’Roll- und Countrysängers Conway Twitty. 1994, auf der Weihnachtsfeier des offiziellen Queen-Fanclubs, trat T.E. Conway zum ersten Mal in Erscheinung, um im Stil von Buddy Holly und Roy Orbison (dunkle Brille, Fönfrisur, Tolle, Koteletten) Fünfziger-Jahre-Songs darzubieten. Er veröffentlichte sogar eine EP, „Retro Rock Special“ (darauf befanden sich u.a. eine Cover-Version von „It’s Only Make Believe“ des echten Twitty und Buddy Hollys „Maybe Baby“), die es allerdings nur als Beigabe zu den ersten Exemplaren von Mays 1998er Soloalbum „Another World“ zu erstehen gab. Auch die gleichnamige Tour wurde von T.E. Conway eröffnet – allerdings bemerkten viele Zuschauer nicht, dass May höchstpersönlich dahintersteckte.

08. Geheime Botschaften

Sein einstiger Musiklehrer bemerkte auch nicht, dass der zehnjährige Brian, nachdem er den Auftrag bekommen hatte, ein Stück für eine Schulaufführung zu komponieren, einfach „Happy Birthday To You“ rückwärts aufschrieb.

09. Erleuchtung in Mathe

Ein paar Jahre vorgespult: May war selbst Lehrer, an einer Gesamtschule in Brixton. Allerdings Mathelehrer und das auch nur für 12 Monate. Er mochte es besonders, in den Gesichtern der Schüler zu sehen, wenn der Groschen gefallen war.

10. Besser als ein Plektrum

Britische Münzen 1937

Münzen sind für May ohnehin ausgesprochen relevant: Anstatt eines Plektrums benutzt er zum Anschlagen der Gitarrensaiten eine Sixpence-Münze. Nach der Umstellung auf das Dezimalmünzsystem wurde die Sixpence-Münze im Jahr 1973 ungültig (mit Ausnahme ihrer Rolle als Automatenmünze, die sie noch bis 1980 innehatte). Ewige Gültigkeit behält sie aber als weit verbreitetes Glückssymbol, das in England auch gerne in den Christmas Pudding eingebacken wird. Während Mays erster Solotour und auch während der „Queen+Paul Rodgers“-Tour wurden speziell geprägte Münzen in Sixpence-Größe am Merch-Stand verkauft.

Hier geht’s weiter:

Universal
Rosie Greenway Getty Images
David Redfern Redferns
Central Press Getty Images
E-Mail

Nächster Artikel

Vorheriger Artikel