Bruce Dickinson über Metallicas „Black Album“: „Es half, Metal in den Mainstream zu bringen“


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Dieses Jahr wird Metallicas selbstbetiteltes „Black Album“ 30 Jahre alt. Das Album verhalf nicht nur der Band zu internationalem und langanhaltenden Erfolg, sondern prägte das Metal-Genre wie kaum ein anderes. Songs wie „Nothing Else Matters“ und „The Unforgiven“ gehören noch heute zu den großen Metal-Hymnen und sind weit über das Genre hinaus bekannt. Nicht zuletzt durch sie rückte Metal aus der Nische ins öffentliche Interesse.

Auch Iron-Maiden-Sänger Bruce Dickinson sieht in Metallicas fünftem Studioalbum einen wesentlichen Grund für die heutige Popularität des Genres. In einem Interview sprach er über die Bedeutung des Albums. Das „Black Album“, sagt er, habe in seinen Augen Metal zum Sprung in den Mainstream verholfen.

„Keiner von uns hatte den Mut es zu tun, Metallica hingegen schon“

„Wir selbst, Judas Priest und Pantera waren an einem Scheideweg angelangt, an dem wir die Chance hatten, wirklich auf die nächste Stufe zu steigen“ berichtete Dickinson dem „Classic Rock“. „Aber keiner von uns hatte den Mut, es zu tun. Metallica hingegen schon“. Dickinson war zu dieser Zeit schon lange als Sänger der Band Iron Maiden aktiv.

Auch Iron Maiden war damals sehr erfolgreich. Metallica jedoch habe in Dickinsons Augen im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen getroffen: „Man muss ihnen ein großes Lob dafür aussprechen, dass sie die Gelegenheit ergriffen haben, als sie sich bot, das Risiko eingingen und verdientermaßen die Lorbeeren ernteten. Man darf ihre Leistung nicht unterschätzen.“

Mit seiner eigenen Band Iron Maiden diesen Schritt zu gehen, hätte Dickinson sich allerdings nicht vorstellen können. Dazu, so der Sänger, habe es ihnen an „Kontrolle“ gefehlt: „Wir könnten so ein Album nie machen, weil wir uns nicht so unter Kontrolle haben, und das wollen wir auch gar nicht“, erklärte er. „Bei uns würde alles furchtbar schiefgehen und wir würden am Ende den Produzenten feuern!“

17. Maiden-Album in Arbeit

Dickinson ist ingesamt schon über 30 Jahre mit Iron Maiden am Start. Seine Karriere begann er bei der Band Samson. Als sich Maiden 1981 von ihrem Lead-Sänger Paul Di’Anno trennten, übernahm Dickinson seinen Posten. Bis zur vorläufigen Trennung von der Band 1993 verzeichnete der Sänger sowohl mit Iron Maiden, als auch als Solo-Künstler enorme Erfolge, 1999 kehrte er zu den Briten zurück. Iron Maiden gelten heute als eine der einflussreichsten Metal-Bands der Welt.

Jetzt kommt ihr bereits 17. Studioalbum. Die Platte mit dem Titel „Senjutsu“ soll am 2. September erscheinen.

Anlässlich des 30. Geburtstages von Metallicas legendärem „Black Album“ erscheint bald eine Cover-Compilation mit dem Namen „The Metallica Blacklist“. Dort interpretieren verschiedene Künstler*innen ihre Lieblingssongs vom Album. Die Erlöse der Platte sollen an gemeinnützige Institutionen gespendet werden. Zuletzt hatte Phoebe Bridgers eine „barocke“ Version des Klassikers „Nothing Else Matters“ beigesteuert.