Bruce Springsteen nennt Trumps Corona-Reaktion „nationale Schande“


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Eigentlich wollte Bruce Springsteen in seiner Radioshow „From My Home To Yours” bei SiriusXM nur ein paar sommerliche Songs spielen. Doch die andauernde Corona-Krise verleitete ihn dazu, seine Pläne zu ändern. Stattdessen sprach er über die Gesundheit der Amerikaner.

In der aktuellen Folge, die den Titel „From My Home To Yours…Volume 6: Down to the River to Pray” trägt, teilte der 70-Jährige seine Gedanken zu der aktuellen Gesundheitssituation und der fehlenden Reaktion der US-Führungskräfte mit.

Donald Trump, Bruce Springsteen und der Jüngste Tag

„Angesichts der mehr als 100.000 Amerikaner, die in den letzten Monaten gestorben sind, und der nichtssagenden, beschämten Reaktion unserer Staats- und Regierungschefs war ich einfach nur wütend“, leitete Springsteen die neueste Folge ein.

„Diese Seelen verdienen Besseres, als einfach nur unbequeme Statistiken für die Bemühungen unseres Präsidenten um seine Wiederwahl zu sein. Es ist eine nationale Schande.“

Für Präsident Trump hat Springsteen noch eine persönliche Nachricht. „Bei allem Respekt, Sir, zeigen Sie etwas Rücksicht und Sorge für Ihre Landsleute und Ihr Land“, forderte Springsteen, und erklärte sogleich, was eigentlich offensichtlich sein sollte: „Setz‘ eine verdammte Maske auf. Hier ist Bob Dylan mit „Disease of Conceit“ “.

Während er die Namen derer, die an der Pandemie starben, vorlas, spielte Springsteen im Hintergrund die düsteren Melodien zu Neil Youngs „When God Made Me“ und „Burying Ground“ von den Sensational Nightingales.

Verneigung vor Corona-Kämpfern

Nach einer rührenden Rede darüber, wie das Virus die Art zu trauern einschränkt, sprach Springsteen schließlich über diejenigen, die an vorderster Front kämpfen: die Angestellten des Gesundheitswesens.

„Unsere Mitarbeiter in den Gesundheitsberufen, die sich bereitwillig in Gefahr begeben und ihr eigenes Leben für andere riskieren, verdienen eine besonderen Platz im Himmel und hier auf Erden. Wir schulden ihnen unseren ewigen Dank“, so der Musiker.

Bevor er mit einem Gebet die Show beendete, forderte der Sänger die Zuhörer auf, wählen zu gehen. „Er warnt uns, dass der Jüngste Tag kommt. Die Wahl ist nur noch Monate entfernt. Wählt. Gott helfe uns allen. Wählt, bevor es zu spät ist.“



Queen-Sänger Adam Lambert: „Donald Trump kann nicht mal einen geraden Satz bilden“

Adam Lambert gehört spätestens seit den Protesten nach dem Polizisten-Mord an dem Afroamerikaner George Floyd zu den größten Kritikern von Donald Trump. Zuletzt bezeichnete er den US-Präsidenten als „Krebsgeschwür“, nachdem er mit Beginn der auch gewaltsamen Proteste im ganzen Land mehrere Stunden in einem Bunker unter dem Weißen Haus verbrachte. Nun wurde Lambert von einer Rede Trumps so sehr erzürnt, dass der derzeitige Queen-Frontmann auf Twitter explodierte. „Ich habe heute die Trump-Pressekonferenz verfolgt... Ich habe KEINE Ahnung, was er da faselte“, schrieb der 38-Jährige. Ein „großes Ereignis“ für ganz Amerika? Trump hatte am Freitag (05. Juni) zur Lage der Nation…
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