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Hype um Clairo: 6 Fakten, die man über den Shootingstar wissen muss

Was mit Künstlern wie den Arctic Monkeys begann, ist heutzutage vollkommene Normalität – Musiker werden durch das Internet bekannt und erleben in kürzester Zeit einen riesigen Hype. So auch im Falle von Clairo.

Die junge Singer-Songwriterin, die mit bürgerlichem Namen Claire Cotrill heißt und gerade einmal zwanzig Jahre alt ist, lud am 4. August 2017 ein Video zum Song „Pretty Girl“ auf YouTube hoch, das sie zuvor mit ihrer Webcam aufgenommen hatte. Auch die dazugehörige Musik ist durch und durch lo-fi, doch vielleicht war es genau diese Absage an die überproduzierten und hypersynthetischen Pop-Songs des Mainstream unserer Zeit, die den Algorithmus zum glühen brachte.

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Was Sie daher über den ungewöhnlichen Popstar wissen müssen:

1. Clairos Vater macht Big Business

Clairos Vater, Geoff Cotrill, hat eine beachtliche Karriere in Firmen wie Procter & Gamble, Coca-Cola, Starbucks und Converse hingelegt. Als Marketing-Guru übernahm er 2015 den Sitz als Präsident der MullenLowe Lintas Group, einem weltweit agierenden Konzern in der Werbung, den er bis 2017 innehatte. Was zunächst weit entfernt vom Musikbusiness zu sein scheint, zeigt doch immer wieder Verbindungen zur Leidenschaft und mittlerweile Profession seiner Tochter. Für die Organisation MusiCares arbeitete Geoff Cotrill ebenfalls, in deren Form sich die Grammy Awards philanthropisch betätigen.

Clairo

2. DIY oder nicht? Clairo sorgt für Kontroversen

Im Oktober 2017, kurz nach Upload des Videos zu „Pretty Girl“, gab Clairo dem Magazin Fader ein Interview, in dem sie ihre Bewunderung für das Rap-Kollektiv Brockhampton und ihren Do-It-Yourself-Ansatz betonte, den sie ebenfalls verfolge. Kurz darauf entbrannten hitzige Diskussionen im Internet. Der Grund: Clairo hatte wenige Tage zuvor einen Plattenvertrag bei Fader Label unterschrieben, also bei jener Plattenfirma, die dem gleichnamigen Magazin angeschlossen ist, dem sie das Interview gab. Die Verbindung zu diesem Label wurde durch die Kontakte ihres Vater hergestellt, der eine gute Bekanntschaft zu Jon Cohen pflegt. Letzterer ist der der Mitbegründer von Fader.

Clairos Kritiker warfen ihr vor, sich lediglich den Anschein einer DIY-Künstlerin zu geben und dabei gleichzeitig von mächtigen Akteuren der Musikindustrie unterstützt zu werden. Sie bezeichneten Clairo als industry plant (Industrie-Pflanze) und argumentierten, dass ihr Status auf Vetternwirtschaft beruhe. Clairo selbst wehrte sich mit Sexismus-Vorwürfen gegen die Anschuldigungen.

3. Was steckt hinter „Pretty Girl“ von Clairo?

Clairo brachte sich im Alter von dreizehn Jahren das Gitarrenspiel per YouTube-Tutorials selbst bei. Den Song „Pretty Girl“ schrieb sie als Beitrag für eine Compilation der Menschenrechtsorganisation Transgender Law Center, den sie mit einem simplen Keyboard einspielte, das gerade bei ihr zu Hause rumflog. Das virale Video nahm sie ganz spontan in ihrem Schlafzimmer auf, ohne sich dabei herauszuputzen.

Im Text geht es um eine verflossene Beziehung, in der sich Clairo zutiefst unwohl fühlte. Immerzu habe sie das Gefühl gehabt, für eine andere Person das perfekte Mädchen spielen zu müssen, obwohl es ihr eigentlich missfiel. Stets gut gekleidet zu sein, Make-Up zu tragen und ständig ein gutes Benehmen zu zeigen, habe sie eingeengt und schließlich dazu bewogen, „Pretty Girl“ zu schreiben.

Clairo leidet an Juveniler idiopathischer Arthritis

Mit siebzehn Jahren erhielt Clairo die Diagnose juvenile idiopathische Arthritis. Umgangssprachlich wird die Krankheit auch Kinderrheuma genannt. Sie bezeichnet eine chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke unbekannter Herkunft. Mann nimmt an, dass äußere Umstände wie Infektionserreger den Anstoß geben, um daraufhin bei genetisch prädisponierten Personen die Beschwerden auszulösen.

Clairo glaubt nicht mehr an Genres

Das Internet löse Musikgenres auf, so Clairo im Interview mit MTV. Ihrer Meinung nach überlappen sich die Musikgeschmäcker immer mehr, sodass eine klare Abgrenzung kaum noch möglich sei. Schließlich gibt es jede erdenkliche Musikrichtung nach ein paar Mausklicks zu hören. Fluide zu sein und sich nicht einengen zu lassen sei genau das, was Clairo mit ihrer Musik ausdrücken möchte.

Clairos Fans sollen ihre Freunde sein

Clairo möchte als ganz normale junge Frau gesehen werden, die man an jeder Ecke treffen kann. Kein unnahbarer Popstar, keine ständige Inszenierung. Ihre Fans sollen sich mit ihr identifizieren können und das Gefühl haben, dass sie sich nicht verändern müssen, um dorthin zu gelangen, wo Clairo selbst steht. Die jungen Menschen und alle anderen Hörerinnen und Hörer sollen jederzeit zu Freunden von ihr werden können, so Clairos Aussage gegenüber MTV.

Clairos Fans sollen ihre Freunde sein

Scott Legato Getty Images
Taylor Hill Getty Images for Boston Calling

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