Daniel Norgren: Ein Luchs aus der schwedischen Prärie


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Der Funke sprang an einem frühen Morgen über: Daniel Norgren saß in seinem schwarzen Volvo und fuhr durch die schwedischen Wälder, etwa 100 Kilometer westlich von Göteborg, im Autoradio lief „Fire And Brimstone“ von Link Wray. Genau bei der alten Mühle passierte es –  für eine Sekunde leuchteten Norgrens Scheinwerfer direkt in die Augen eines Luchses. „Der Luchs guckte mich an und sprang in den Wald. Die Viecher sind unglaublich scheu. Es war, als hätte ich einen Geist gesehen.“ Und die Magie dieses Moments ist es, die den Blues auf Daniel Norgens aktuellem Album durchdringt. Wie viel ihm an seinem Werk liegt, sagt schon der Name – denn „Buck“ nennt er auch sein heiß geliebtes Auto.

„I’ve been pushing all my luck“ wiederholt Norgren stoisch, den sumpfigen Beat von „Howling Around My Happy Home“ begleitet ein diffuses Pfeifen. Es ist ursprünglicher, einfacher Blues, zwischen dem Folk, Country und Gospel aufblitzen,  den der Schwede auf „Buck“ präsentiert. Störgeräusche, langgezogene, erdige Gitarrenklänge, Harmoniegesang, sumpfiges Akkordeon und minutenlange Stille (als Reminiszenz an den Luchs). Es gibt die Reißer „Whatever Turns You On“ und „Black Vultures“, ein zärtliches Klavier begleitet das melancholische „Putting My Tomorrows Behind“, gehörter Mondschein-Likör, der schwer in der Luft liegt. Fast mantrisch beschwört er „Moonshine Got Me“ und lässt sich in ekstatische Soli fallen. Norgrens Texte sind eindeutig,  seine Themen ursprünglich: „Buck“ handelt von Unzulänglichkeit, Verbundenheit und Liebe – von Nächten und Wäldern.

Der schwedische Cowboy trägt eine abgewetzte Basecap, die er sich in die Stirn zieht, wenn ihm der ganze Rummel zu viel wird. Wenn er auftritt, kniept er die blauen Augen zusammen und sieht am liebsten auf den Boden. Die große Show überlässt er seinen Songs. Norgrens Schüchternheit kann man schnell missverstehen. Gibt man ihm nicht die Zeit sich einzugewöhnen, bleibt er unwirsch – am besten man lässt ihn erst mal eine rauchen.



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