Original-„Suspiria“-Regisseur zerlegt Thom Yorkes Soundtrack: „Keine Musik“

Das hört kein Regisseur besonders gerne. Dario Argento, Schöpfer des Horror-Klassikers „Suspiria“ von 1977, hat das 2018 erschienene Remake seines Films heftig kritisiert. In einem Interview mit „Un Giorno de Pecorca“ erzählt der Regisseur, dass ihn Luca Guadagninos Version nicht „erregt“ habe und sagte, dass es ein „Verrat“ am Original sei.

In der Neuauflage des Films sind u.a. die Schauspielerinnen Dakota Johnson, Mia Gothh, Tilda Swinton und Chloe Grace-Moretz zu sehen. Der Soundtrack dazu wurde von Radiohead-Sänger Thom Yorke geschrieben.

AlbtRÄUME: Szene aus „Suspiria“
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Keine Angst, keine Musik

Radiohead-Sänger Thom Yorke.

Dabei kommen auch Radiohead-Chefstratege Yorke und sein zugehöriger Score nicht allzu positiv weg. Argento bemängelt: „Es hat mich nicht berührt, der Film hat den Geist des Originals verraten. Es gibt keine Angst, es gibt keine Musik. Der Film hat mich nicht wirklich überzeugt.“

Kooperation

Argento verteidigte dennoch die Arbeit von Guadagnino. Er sprach etwas widersprüchlich von einer „veredelten Version“ des Originals, und vom Kollegen als einer „edlen Person“ mit viel Liebe zum Design: „Schöne Tische, schöne Vorhänge, schöne Gerichte. Alles schön.“

Thom Yorke von Radiohead vertonte den Film mit 25 Songs. „Es ist einer dieser legendären Soundtracks“, sagt der Sänger über den Original-Score von Goblin, einem Progrock-Meisterwerk von 1977. „Es war einer dieser Momente, in denen du am liebsten davon laufen möchtest, es aber später bereuen würdest. (…) Es ist ein unglaublich intensiver Soundtrack. Man merkt, dass Goblin und Dario sehr eng miteinander zusammengearbeitet haben.“

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