Das Unwort des Jahres 2017: „Alternative Fakten“


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„Verschleiernd“ und „irreführend“ betitelte die Jury das neue „Unwort des Jahres“: „Alternative Fakten“, ein Begriff, der von der Beraterin des amerikanischen Präsidenten Donald Trump geprägt wurde. Kellyanne Conway benutzte den Ausdruck, um ein Statement – dass zu Trumps Inauguration mehr Leute als je bei einer anderen Vereidigung zuvor erscheinen sind – zu rechtfertigen. Seitdem ist der Ausdruck in Amerika und auch im Rest der Welt etabliert (Video- und Fotoaufahmen dokumentieren natürlich gähnende Leere bei der Inauguration).

Die Jury, bestehend aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten, begründete ihre Entscheidung damit, dass der Begriff „der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen“ ist. Denn wenn jeder anfangen würde alternative Fakten zu berichten, wäre es um die sowieso schon angeschlagene Glaubwürdigkeit der Medien endgültig geschehen.

Die Zeiten von Pegida, AfD, Reichsbürgern und Donald Trump spiegeln sich natürlich auch in den „Unwörtern“ der letzten Jahre wieder. Zu ihnen gehören „Volksverräter“ (2016), „Gutmensch“ (2015), „Lügenpresse“ (2014) und „Sozialtourismus“(2013).

Wer wählt das „Unwort“ und wofür?

Zur Jury gehörten u.a.: Sprachwissenschaftler Jürgen Schiewe, Kersten Sven, Nina Janich, Martin Wengeler; der freie Publizist Stephan Hebel und die anonyme Streetart-Künstlerin Barbara. Die Initiative für das „Unwort des Jahres“ wurde von Germanistikprofessor Horst Dieter Schlosser im Jahr 1991 gegründet.

 


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