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David Byrne entschuldigt sich, dass sein neues Album ohne Frauen entstand


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Mit „American Utopia“ erscheint kommenden Freitag (09. März) David Byrnes erstes Soloalbum seit 14 Jahren. Auch wenn der ehemalige Frontmann der Talking Heads (der auf die Frage nach einem Comeback seiner Band inzwischen nur noch ein müdes Lächeln übrig hat) zwischenzeitlich mit  St. Vincent, Brian Eno und sogar Fatboy Slim zusammengearbeitet hat, ist die LP so etwas wie ein Neuanfang.

Sie ist, kurz gesagt, die musikalische Verdichtung eines multimedialen Projekts, das David Byrne unter dem Label „Reasons To Be Cheerful“ alles sammeln lässt, das Hoffnung auf die Zukunft macht. Das mag prätentiös klingen, doch der Musiker reist um die Welt, um mit anspruchsvollen Vorträgen seine Idee zu verdeutlichen. Auch im Venue Berlin machte er einen Zwischenstopp – und überzeugte mit seinen Gedanken.

Byrne im Talk mit ROLLING-STONE-Redakteur Maik Brüggemeyer

„Ein Problem, das in unserer Branche weit verbreitet ist“

Tatsächlich gibt es aber eine Angelegenheit bei der Produktion von „American Utopia“, die manche Fans ganz und gar nicht hoffnungsfroh stimmt, wie „Uproxx“ berichtet. Demnach arbeitete der 65-Jährige zwar mit Größen wie Brian Eno, Daniel Lopatin und Sampha zusammen, doch wenn man sich die Album-Credits ansieht, findet man im Grunde keine Frauen darunter.

Nachdem Byrne auf Twitter offen darauf hingewiesen wurde, bemühte sich der Sänger am Montag (05. März) um eine Entschuldigung. Byrne bedankte sich bei seinen Kritikern für den Hinweis und bedauerte den Umstand. „Dieser Mangel an weiblicher Präsenz ist etwas, das in unserer Branche problematisch und weit verbreitet ist“, sagte Byrne und erwähnte dabei auch, dass die Produktion von „American Utopia“ nicht vergleichbar sei mit seiner Arbeitsweise in der Vergangenheit oder den aufwändigen Bühnenshows.



Talking Heads erhalten 2021 den ersten Grammy ihrer Karriere

Wenige Wochen nach den klassischen Nominees in unzähligen Kategorien wurde auch bekannt gegeben, wer im kommenden Jahr die „Lifetime Achievement“-Grammys erhalten wird. Neben Grandmaster Flash & The Furious Five, Opernsängerin Marilyn Horne und dem bereits 2002 verstorbenen Jazz-Giganten Lionel Hampton werden die Talking Heads für ihre künstlerische Lebensleistung gewürdigt. Talking Heads waren nur einmal für den Grammy nominiert Offensichtlich korrigiert die Recording Academy damit ein historisches Versäumnis: Für die New Yorker Band, die sich 1991 auf Bitten von Sänger David Byrne auflöste, ist es tatsächlich der erste Grammy. Ihre einzige Nominierung erhielten sie 1984 in der Kategorie „Best Rock Performance…
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