Die besten Bassisten aller Zeiten, Platz 4: Bootsy Collins


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Die besten Bassisten aller Zeiten, Platz 4: Bootsy Collins

Bootsy Collins – oder „Bootzilla“, „Casper the Friendly Ghost“ oder „The World’s Only Rhinestone Rock Star Doll, Baba“, je nach Song – definierte das Soul- und Funk-Bass-Spiel in den Siebziger Jahren und, in Stellvertretung, Rap und Pop in den Achtziger und Neunziger Jahren neu. Collins schloss sich 1970 James Browns Band, den J.B.’s an und verschrieb sich sofort dem Konzept von „The One“ von Soul Brother No. 1, indem er den ersten Schlag eines musikalischen Taktes so hart wie möglich betonte und den Rest mit Funk erfüllte. Später dehnte er dieses Konzept in ein trippiges Wunderland aus, als er sich George Clintons Kabalen anschloss und in Parliament-Funkadelic einen matschigen Wah-Wah-Bass spielte.

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Danach ging er dazu über, als Frontmann seiner eigenen Band aufzutreten, inklusive sternförmiger Sonnenbrille und einem sternförmigen Bass. Ab da war er für karikaturhafte Liebeslieder, die er mit Comicbuch-Begeisterung sang, bekannt. Seinen Einfluss kann man in praktisch jedem nachfolgenden Bassisten hören, von Flea bis zu den Platten, die Dr. Dre großzügig gesampelt hat, um den G-Funk-Sound zu erzeugen. „Bootsy kam dazu und alles, was er hinzufügte … war die Betonung auf die Eins“, sagte George Clinton einmal. „Man könnte das zu ‚The ABC’s‘ hinzufügen, und es wäre in zwei Sekunden Funk. Und von da an war alles, was wir taten, wirklich funky, ganz egal, wie poppig wir zu sein versuchten.“


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