Podcast: Freiwillige Filmkontrolle


Mehr Infos

Die meistüberschätzten Filme aller Zeiten: Blade Runner

ROLLING STONE präsentiert: Die am meisten überschätzten Filme aller Zeiten. In unserer Serie stellen wir Werke vor, die gut sind, aber nicht so gut, wie die meisten Kritiker finden („Fitzcarraldo“); Werke, die weniger klug sind als gedacht („Blade Runner“); sowie Werke, die einfach nur weh tun („True Romance“, den natürlich nur jemand wie Tony Scott drehen konnte). Teil zwei:

Blade Runner (Ridley Scott, 1982)

Millionen Fans debattieren seit drei Jahrzehnten, ob die Schnittfassung „mit dem Einhorn im Traum“ besser ist als die „ohne das Einhorn im Traum“, und ob Deckard ein Replikant ist oder nicht. Fragen: Was macht Menschlichkeit aus? Wie können die Nachgeborenen sich von ihren Schöpfern abnabeln? Vatermord? Diese Themen im Science-Fiction-Film sind nicht uninteressant. Nur tragen sich die philosophischen Gedanken nicht über eine Dauer von zwei Stunden. Vor allem interessieren sich Regisseur Ridley Scott und Hauptdarsteller Harrison Ford dafür recht wenig, dafür umso mehr für ein Los Angeles im Dauerregen und die schönen Beine von Daryl Hannah.

Ford hat nie schlechter gespielt als in diesem Film, er läuft wie ein Fragzeichen durch die Gegend. Unfreiwillig komisch ist sein „verblüffter“ Gesichtsausdruck, als Roboter-Anführer Beatty (Rutger Hauer) ihm die Gnade erweist und den Wert des Lebens anhand außerirdischer Raumerfahrungen, die Erdenmenschen nie erleben werden, erklärt. Ridley Scott drehte auch diesen Film nach dem Motto „Style over Substance“ und setzt auf die Kunst der Zeitlupe: Den als legendär geltenden „Tears in Rain“-Monolog nutzt der Filmemacher um in Slow-Mo eine Friedenstaube aus den Händen des sterbenden Hauers aufsteigen zu lassen. Sichtlich beeindruckt davon ist jedenfalls Polizist Harrison Ford, der kurz darauf beschließt mit seiner Roboter-Braut durchzubrennen.

Anzeige

Was wohl der Autor der Vorlage, Philip K. Dick („Do Androids Dream Of Electric Sheep?“), zu „Blade Runner“ gesagt hätte? Er ist vor Veröffentlichung des Films gestorben.

https://www.rollingstone.de/die-meistueberschaetzten-filme-aller-zeiten-6-the-dark-knight-376841/

Anzeige

MagentaTV erleben: Digitales Fernsehen mit Internet- und Telefon-Flat zum Aktionspreis

Digital-TV mit Internet- und Telefon-Flat: Zeitversetzt fernsehen auf 100 Sendern/20 HD, Zugriff auf Streaming-Dienste, Serien & Filme in der Megathek

Jetzt Bestellen

So klingen die größten Schlagzeuger der Geschichte ohne ihre Band

John Bonham (Led Zeppelin) – „Fool In The Rain“ https://www.youtube.com/watch?v=lWnhz1ZcF74 Direkt mit dem ersten Song auf Led Zeppelins erster LP veränderte John Bonham das klassische Rockschlagzeug für immer. Jimmy Page scherzte noch Jahre später darüber, wie der Song „Good Times Bad Times“ und dessen Bass-Drum-Parts die Fans verwirrte: „Alle waren sich sicher, dass Bonzo zwei Bass-Drums benutzt, während er in Wirklichkeit nur eine hatte.“ Diese gewichtige wie virtuose Darbietung legte den Grundstein für Bonhams Karriere bis zu seinem viel zu frühen Tod 1980. „Fool In The Rain“ erschien nur ein Jahr früher – auf dem Album „In Through The Out…
Weiterlesen
Zur Startseite