Dschungelcamp 2017, Tag 12: Aus, vorbei, Honey muss gehen! Weil Männer Monster sind

Jetzt ist er doch weg. Honey hat die Sympathien der Frauen verloren – nicht nur der Frauen im Camp. Noch einmal hat er Gina-Lisa eingewickelt, die ihn vor ihrem Abschied als Mannschaftskapitän bestimmt. Sie will glauben, dass er ein Herz aus Gold hat. Sie will auf ihn bauen. Aber kaum ist sie in der Zivilisation zurück, lässt sie sich von ihrem Manager  belehren: Keiner mag Honey. Sein Lächeln ist falsch. Gina-Lisa wiederholt: „Das falsche Lächeln.“ Alles ist gelogen. Aber Gina-Lisa erkennt auch das Gute: „Hallo, ich wurde Siebte. Bei Topmodel damals wurde ich Zwölfte. Das ist doch schon mal was. Ich kann bei so Shows einfach nicht gewinnen.“

Die Lage im Lager erreicht jetzt ein Eskalationsniveau, das an William Goldings „Herr der Fliegen“ gemahnt. Kader konstatiert im Dschungeltelefon furios: „Die sind jetzt wie ausgewechselt, die Männer. Plötzlich sind  sie Monster. Jetzt zeigen sie die hässliche (sic!) Fressen. Ich würde am liebsten einen Hammer nehmen, eine Kettensäge, diese Personen zerlegen. Lieber Gott, gib mir die Kraft, diese paar Tage zu überstehen.“ Dazu ertönt aus dem Off die Kirchenorgel von Leonard Cohens „You Want It Darker“. Und Kader hadert: „Ich lass mich nicht von irgendwelchen Jungs herumkommandieren. Ich bin nicht deren Haushälterin. Die sind alle, alle ein Fake.“

Marc wird zum Diktator, Icke droht mit Stuhlgang

Die hässliche Fratze zeigt Icke. Der Mann, der so lange still war, leidet unter dem Entzug der Zigaretten, er droht: „Dann scheiß ich denen vor die Kamera.“ Als Hanka auf ihrer Pritsche erwacht, bermerkt Icke auf dem Baumstamm: „Jetzt isse wach.“ Jens, der neben ihm sitzt: „Oh Gott.“ Icke: „Ist doch nicht notwendig, das zu wecken. Hallo, können Sie mal das Elend auf die Seite fahren?“ Er ist jetzt entfesselt. Zu Hanka gegenüber, die sich den Schlaf aus den Augen reibt: „Kannst weiterschlafen.“

Der Korrektheitswächter Marc befasst sich weiterhin mit dem Regelwerk. „De Regel sind de Regel“, beharrt er. „Du musst jemand anders aufwachen, und zwei Leute müssen am Feuer bleiben.“ Die Frauen staunen über die Wandlung des Amerikaners, die gar keine Wandlung ist. Kader: „Ich bin mir sicher, dass Marc langsam diktatorische Züge kriegt. Er wird dominant und kann es nicht mehr verbergen.“ Hanka: „Ich seh Regeln immer, das ist ein Angebot. Und ich schau immer, ob ich das annehme. Marc ist süchtig nach diesen Regeln.“ Und sie wiederholt: „Süchtig nach diesen Regeln.“

Marc glaubt, dass die Regeln so etwas sind wie der Kategorische Imperativ. Sie SIND sein Kategorischer Imperativ. Die Regelverletzung würde ihn ausschließen, denn er müsste dem System etwas entgegensetzen. Das kann er nicht, denn er reüssiert innerhalb des Systems: als vorbildlicher Absolvent der Prüfungen, als radebrechender Herbergsvater, als Pragmatiker. Sein Weg führt nicht über den Regelbruch.

„Immer nur Pimmel!“

Bei der Ekelprüfung mit dem Verzehr von Spinnen und Tieraugen treten Hanka und Marc gemeinsam an. Marc will keine Vagina essen. Hanka protestiert: „Ich esse die ganze Zeit die Pimmel.“ Aber Marc hat seine Regeln.  Hanka verzichtet auf fünf lebendige Kakerlaken. Sie schaffen beide nicht viel. Es ist ein Unentschieden.

Über seine Abwahl ist Honey selbst überrascht. Er hat in einer schleimigen Ansprache an die Bewohner noch einmal Konzilianz behauptet und Kaders „pro-aktive“ Bereitschaft zur Veränderung gelobt. Kader ist entgeistert. Das Toilettenputzen entzweit Kader und Honey abermals; sie fordert „Gleichberechtigung“ und geißelt „Macho-Gehabe“. Das ist es aber nicht. Kader will einfach die Toilette nicht putzen.

Flori hat beobachtet, dass Honey seinen Namen in einen Baumstamm ritzte. Nach H und O wollte Flori das Werk vollenden: „Honk“. Honey ist „ausnahmsweise froh“, dass er an der Prüfung nicht teilnehmen musste. Er ist „extrem erstaunt, dass so viele Leute für mich anrufen“.

Es waren nicht genügend Leute. Nun muss Honey gar nichts mehr.

Favoriten: Hanka und Marc könnten sich gegenseitig aufreiben. Jens bemitleidet sich selbst. Icke ist noch immer da. Aber was ist mit Flori?

Dschungelcamp 2017, Tag 12: die besten Fotos – das Essen ist echt zum Kotzen

RTl / Stefan Menne
RTl / Stefan Menne


Podcast Freiwillige Filmkontrolle: „Die Geldwäscherei“ und „Der Pate: Teil 2“ – Was Sie über Kriminelle und die Mafia schon immer wissen wollten

Mit „Die Geldwäscherei“ hat Regisseur Steven Soderbergh die Affäre um die „Panama Papers“ für Netflix als eine Art Lehrfilm-Komödie umgesetzt. Außerdem feiert im November ein Film sein 45. Jubiläum, der nicht nur als Meisterwerk gilt, nicht nur als „beste Fortsetzung aller Zeiten“, sondern vielleicht sogar als „einzige Fortsetzung, die besser ist als Teil eins“ (ok, „Das Imperium schlägt zurück“ darf natürlich nicht vergessen werden, aber er trägt ja keinen Fortsetzungstitel, keine Zahl 2): Francis Ford Coppolas „Der Pate: Teil 2“. Die Freiwillige Filmkontrolle nimmt beide Filme unter die Lupe, um darüber zu sinnieren, was Verbrechen eigentlich ist, was ein Kavaliersdelikt…
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