Echo Lake: „Nennt es bitte nicht Nu Gaze!“


Ihre erste EP „Young Silence“ ist bereits ausverkauft, was daran liegen könnte, dass Echo Lake auf „Englands bestem, aus einem Schlafzimmer geführten Label“ (NME) No Pain In Pop veröffentlichen. Aber auch ihre zahlreichen Konzerte in der britischen Hauptstadt haben ihnen gute Reviews und eine wachsende Fanbase eingebracht.

Die Band aus London, die sich um Songwriter, Produzent und Gitarrist Thom Hill und Sängerin Linda Jarvis gruppiert, ist also bereits auf dem Sprung – mit einem Sound, den man vielleicht Neo-Shoegaze nennen könnte. Wenn man die ersten Sekunden des EP-Titelsongs „Young Silence“ hört, wähnt man sich kurz in „Just Like Honey“ – aber nur so lange, bis Echo Park klarmachen, dass sie es mit dem Echo, dem Hall und dem Feedback todernst meinen.

Young Silence by Echo Lake

Neu ist das alles natürlich nicht, dennoch fräsen sich Echo Lake auf eigene Weise in die Gehörgänge, in dem sie diese erst mit kreischender Feedbacksäge freilegen und dann mit der entrückten Stimme von Linda Jarvis besänftigen. Radikal noisy Sounds vs. verhallter Gesang – ein schöner Kontrast, der in seiner Konsequenz außergewöhnlich ist.

In Dreams by Echo Lake

Wir sprachen für unserer neue Reihe „Artist To Watch“ mit Thom Hill und Linda Jarvis.

Ihr nennt euch Echo Lake, macht Videos, in denen ihr kaum mehr als verhuschte Schemen seid, ein Song von euch heißt „In Dreams“ – man könnte fast meinen, ihr wolltet alles an euch unscharf und unwirklich erscheinen lassen. Ist dem so?
Thom: Nein, auf keinen Fall. Anfangs wollten wir uns mysteriös geben, aber das ist vorbei. Jetzt wollen wir, dass man unsere Band kennt, unsere Shows mag und auch die Menschen dahinter kennt. So ein Gehabe lenkt ja auf Dauer nur von der Musik ab. Aber wir legen schon Wert auf unsere visuelle Identität – in unseren Artworks und Videos, auf unseren Shirts und Postern. Die visuelle Identität soll tatsächlich etwas Entrücktes, Unwirkliches haben.



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Led Zeppelin ist dank Songs wie „Stairway To Heaven“, „Ramble On“ und „Whole Lotta Love“ jedem Rockf-Fan ein Begriff, doch längst nicht jeder weiß, wie die größte Rockband der Siebziger eigentlich zu ihrem Namen kam. Dahinter steckt nämlich ein wenig schmeichelhafter Kommentar eines befreundeten Musikers – dem früheren „The Who“-Schlagzeuger Keith Moon. https://www.youtube.com/watch?v=HQmmM_qwG4k Alles begann mit den Yardbirds Aber der Reihe nach: 1966, also zwei Jahre vor der Gründung von Led Zeppelin, wurde der Londoner Gitarrist Jimmy Page Mitglied bei The Yardbirds, um dort den ausgestiegenen Bassisten Paul Samwell-Smith zu ersetzen. Schnell etablierte sich der erfahrene Studiomusiker dort als Lead-Gitarrist…
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