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Kyla La Grange: „Vampire Smile“ exklusiv bei uns gratis downloaden!


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Schon als wir die Britin Kyla La Grange im März letzten Jahres zum Weltfrauentag in unserer Liste „10 Female Artists To Watch“ hatten, schrieben wir: „Die Britin, deren Eltern aus Zimbabwe und Südafrika stammen, hat bereits an der Cambridge University ein Philosophie-Studium abgeschlossen und verpackt ihren Hang zu großen Gedanken in Popsongs, die ebenso Charts-Appeal wie Indie-Kredibilität haben. Das trifft vor allem auf ihren Song ‚Vampire Smiles‘ zu.“

Nur wenige Tage später eröffnete sie dann unsere Interviewreihe „Artist To Watch“ – es war das erste Interview, das sie einem deutschen Magazin gab. Da es vor allem „Vampire Smile“ war, das sich in unsere Ohren gebissen hatte, fragten wir sie damals:

Wie kam es dazu, dass du „Walk Through Walls“ als erste Single veröffentlicht hast? Jedem, dem ich dein „Vampire Smile“ auf ein Mixtape mogelte, hielt das für eine Single mit viel Mainstream-Potential. Und du hättest mit der Vampir-Metapher vielleicht die „Twilight“-Fans abgreifen können und wärst auf dem Soundtrack gelandet.  

Bei mir war es anders herum. Meine Freunde und die Menschen, deren Urteil ich schätze in Sachen Musik, sagten mir „Walk Through Walls“ sei DIE Single. Also habe ich ihnen geglaubt. Und „Vampire Smile“ habe ich übrigens Jahre vor diesem Vampir-Hype geschrieben. Ist das jetzt Glück oder Pech?

Nun ja – inzwischen hat sie das mit dem Single-Release des Songs nachgeholt. Zumindest in ihrer Heimat erschien „Vampire Smile“ im März. Wir haben den Song nun exklusiv als freien Download auf unserer Website. Das Album kommt dann übrigens regulär bei uns am 18. Januar 2013 via Sony in die Läden.

Kyla La Grange – „Vampire Smile“ by Rolling Stone Magazin


„Where The Wild Roses Grow“: Kylie Minogues Wiedergeburt als Wasserleiche

Es war ja immer ein bisschen unheimlich, welche hochmögenden Apologeten die puppenhafte Kylie Minogue in ihren Bann zog. Nach der Emanzipation von der Dreifaltigkeit Stock-Aitken-Waterman wurde sie zur Allegorie kecker Unschuld verklärt. Auf ihre leere Kunstfigur ließ sich alles projizieren: die Kindfrau als ikonographische Heilige, der Glamour und Liebreiz der Lolita als Fetisch. Mal huschte sie in transparentem weißem Kleidchen über den Strand, dann schmuste sie schwül mit plüschigen Schoßhündchen. Musik fabrizierte Kylie weiterhin, die Teenager aber hatte sie verloren. Da wächst nichts nach. Dass Nick Cave, ein australischer Landsmann, bei seiner Ballade „Where The Wild Roses Grow“ an Kylie…
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