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Erinnerung an Joe Cocker: Der Sänger, den nicht nur die Deutschen liebten

Mit Engelsgeduld ertrug Joe Cocker die Fragen nach John Belushis berühmter Parodie seines Gesangsstils und seiner Gestik, die zum Inventar der Rockmusik gehört. Ein Geringerer hätte auf seine Meriten verwiesen – Cocker war froh, dass er die bacchantischen 70er-Jahre, seine Alkohol- und Drogensucht überstanden hatte. Er brauchte seine Bierchen nach Konzerten – und verzichtete schließlich auch auf die. Seine Frau Pam Baker hatte den Ekstatiker nach 1987 an ein gemäßigteres Leben gewöhnt: Cocker erzählte gern von der Ranch in Colorado, die er nach seinem legendären Album „Mad Dog“ genannt hatte, und von dem Café und der Eisdiele, die Pam betrieb.

Ein verrückter Hund war der am 20. Mai 1944 in Sheffield, South Yorkshire geborene John Robert Cocker. Schon als Jugendlicher sang er in britischen Bands den Rhythm & Blues, ein Naturtalent, dessen Motorik durch Kinderlähmung gehemmt war, was die einzigartigen Zuckungen und Greifbewegungen induzierte. Vance Arnold & The Avengers und Big Blues waren Bands, die ihn durch die 60er-Jahre brachten – seiner Arbeit als Gasanlageninstallateur ging er sehr ungern (und dann gar nicht mehr) nach. Im Jahr 1968 änderte „With A Little Help From My Friends“, der Beatles-Song von „Sgt. Pepper“, sein Leben. Das gemütliche, ursprünglich von Ringo gesungene Stück wurde in Cockers entfesselter, gurgelnder Interpretation zu einer Bestie und in seiner Bedeutung verkehrt: Hier kam jemand offenkundig nicht zurecht mit ein bisschen Hilfe seiner Freunde. Im Sommer 1969 wurde Joe Cocker mit seinem ungebärdigen Vortrag beim Woodstock-Festival weltberühmt – sein Auftritt definierte neben dem ähnlich entrückten Konzert von Jimi Hendrix die drei Tage „Peace & Music“.

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„You Are So Beautiful“

Cocker sang dort auch andere Songs, die gewissermaßen Programm waren: „Feelin‘ Alright“ und „Let‘s Go Get Stoned“. Diesem Motto folgten die Hippies, und Cocker folgte ihm sowieso. 1970 absolvierte er mit Leon Russell, Chorsängerinnen und einer Big Band die chaotische „Mad Dogs & Englishmen“-Tournee durch die USA und arbeitete dann daran, mit erratischem Verhalten, Prügeleien und Drogenexzessen seine Karriere zu ruinieren. Mit der schlichten Ballade „You Are So Beautiful“ gelang ihm 1974 noch ein großer Wurf, doch die wenigen Platten der 70er-Jahre waren wenig erfolgreich, und am Ende des Jahrzehnts galt Joe Cocker als hoffnungsloser Fall.



Dies ist das beste Album von Coldplay, das die Band nie veröffentlichen wird

Als „Parachutes“ im Juli 2000 erschien, waren Coldplay schon kein unbeschriebenes Blatt mehr. Die Band hatte sich zuvor mit mehreren glänzenden EPs („Safety“, „Brothers And Sisters“, „Blue Room“) einen Namen gemacht und ihre wehmütig-melancholischen Songs am großen Publikum ausgetestet. Bereits 1999 gab es einen bejubelten Auftritt beim Glastonbury. Die Folge: „Parachutes“ startete direkt durch, eroberte Platz eins der UK-Charts, gilt manchen sogar als eines der überzeugendsten Debütalben der vergangenen Jahrzehnte. Und es markierte den Anfang einer Weltkarriere, die Coldplay inzwischen in die großen Stadien der Welt geführt hat. Coldplay schreiben nun (auch) Hymnen fürs Wochenende, zum Feiern, zum Hören in…
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