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„Alles ein trauriger Witz“: Jan Böhmermann zur Einstellung des Schmähgedicht-Verfahrens

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„Alles ein trauriger Witz“: Jan Böhmermann zur Einstellung des Schmähgedicht-Verfahrens

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Am Dienstag (04. Oktober) wurde bekannt, dass die Mainzer Staatsanwaltschaft das Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung gegen Jan Böhmermann offiziell eingestellt hat. Während viele Fans der Sendung vor allem im Netz über die Entscheidung jubelten („So oft kann ich gar nicht liken, wie ich möchte“, so einige User auf Facebook), hielt sich Böhmermann selbst erst einmal bedeckt.

Nun hat der „Neo Magazin Royale“-Moderator via YouTube ein Statement abgegeben, das man wahlweise als ernsthafte Auseinandersetzung mit der Schmähgedicht-Affäre verstehen kann oder als Verspottung eines (selbst-)kritischen Kommentars zur Lage. Das Video, das zunächst von vielen Medien als Liveschalte erwartet worden war, ist etwa sieben Minuten lang und zeigt den 35-Jährigen an einem Schreibtisch mit Namensschild.

Unseriöser Quatschvogel

Böhmermann betont, dass er sich über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Mainz, das Verfahren einzustellen, freue. Seiner Meinung nach stellte das Gericht klar, dass er im Grunde ein „unseriöser Quatschvogel sei, der beruflich Blödsinn macht“. Gleichzeitig sei aber das „politische Proseminar“ mit dem vieldiskutierten Schmähgedicht, das den türkischen Präsidenten Erdogan verunglimpfte, von der Kunstfreiheit gedeckt.

Der Satiriker betont mit ruhiger Stimme, dass er die gesamte Diskussion um das Poem selbst für einen traurigen Witz halte, gerade auch im Vergleich zu den politischen Zuständen in der Türkei. „Man kann einen Witz immer überflüssig oder gelungen finden“, so Böhmermann – doch letztlich muss die Meinungsfreiheit gelten.

Böhmermann kritisiert erneut Merkel

Mit den Worten „Wenn ein Witz eine Staatskrise auslöst, ist das nicht das Problem des Witzes, sondern des Staates“ attackierte er auch noch einmal Angela Merkel, die er bereits in der Vergangenheit für ihre Reaktion auf den vom ZDF gelöschten Beitrag kritisiert hatte. Die Bundeskanzlerin sagte damals öffentlich, dass sie den Beitrag als „bewusst verletzend“ einstufe.

Schließlich löst Böhmermann die simulierte Ernsthaftigkeit des Statements auf, in dem er „Always Look On The Bright Side“ anstimmt.

Sehen Sie hier das vollständige Video:

Unklar ist noch, ob der Moderator die Einstellung des Verfahrens auch in der nächsten Episode von „Neo Magazin Royale“ thematisieren wird. Da der Moderator allerdings verriet, dass das Hashtag der Woche #kribbelninmainz sein wird, deutet vieles darauf hin.

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