Jan Böhmermann legt gegen Flynn Kliemann mit „Böhmannsland“ nach


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Seit geraumer Zeit etabliert Jan Böhmermann für sein „ZDF Magazin Royale“ – quasi in progress – neue TV-Genres: Laufend in Arbeit ist etwa die Comedy-Krawall-Investigativ-Reportage, mit Gesangseinlagen und Kostümwechsel(n).

Im Visier des im Kölner Stadtteil Ehrenfeld beheimateten Teams standen so illustre Gestalten wie Clemens Tönnies (Ex-Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04) oder auch der „Schlager-Pate“ Michael Jürgens, der maßgeblich für den kometenhaften Aufstieg von Florian Silbereisen verantwortlich war/ist.

Aktuelles Target: Der nach Corona-Masken-Beschaffungs-Schmu abgestürzte Influencer Fynn Kliemann aus Esldorf in der Nordheide. In einem Themenschwerpunkt namens „Böhmannsland – Der Supercut“ zieht der ZDF-Spaßmacher dessen „Kreativprojekt“ durch den sprichwörtlichen Kakao (mit Hafermilch natürlich!).

„Böhmannsland“ ersetzt „Kliemannsland“

Branchenübliche Schlagsätze wie „es geht hier nicht um fett Kohle machen, es geht hier um Community, halt Gemeinschaftsgefühl“ hatte Böhmermann schon vorher vor der Moderatoren-Flinte. Im auch Studio technisch eigens errichteten „Böhmannsland“ geht es nun in die Langform.

Erste kurze Videos“, Supercut“ getauft, sind über den YouTube-Kanal von „Böhmi“ (wie ihn seine rheinischen Kumpels nennen) zu sehen. Darin geht es überdreht wie eh und je voll auf die Glocke. Böhmermann und sein „staff“ Daniel, Jenny und Benno wuseln durch Studio-Baustelle. Mit tolldreister Elon-Musk-Manier interessieren ihn weder Arbeitsverträge noch Steuersätze. Monsters of Neoliberal. Die einstige 18-Prozent-FDP des Wahlkampfs 2000/2001 hätte ihren Guru in dieser Praxis gefunden.

Sätze wie „Alda, das ist keine Arbeit, das ist Teilhabe. Oder wurdest du schon mal dafür bezahlt, eine Dirt-Bike-Strecke aufzuschütten? Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Und außerdem darfst du als aller-aller-allererster die Dirt-Bike-Strecke testen – also nach mir“ kennt man nicht nur in den Hipsterzonen von Berlin oder San Frau(ncisco).

„Es war eine mega geile Zeit mit euch. Zwei Monate voller crazy Action, irrwitziger Projekte und vor allem: Freundschaft“, heißt es in der PR-Mitteilung. Der im Dezember 2021 verkündete Umzug des „Royale“-Formats der rund 60 Mitarbeiter (m/w/d) in eine eigene Halle im Hinterland der Äußeren Kanalstraße. Einen Tick weiter hinein in die kölschen „Banlieues“ – und somit noch mehr am Puls der sozialen Realität in Deutschland (West).