Keith Moon: Der tragische Tod des des Who-Schlagzeugers


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Im September 1978 war Keith Moon als Schlagzeuger von The Who einer der größten Rockstars der Welt. In mehr als zehn Jahren hatte er die Rolle des Rock-Schlagzeugers vollkommen revolutioniert und ebnete durch dein energetisches und ausladendes Spiel den Weg für zahllose Drummer, die ihm nachfolgen sollten. Sich selbst beschrieb er einst als den „beste Keith-Moon-artige Drummer der Welt“. Doch nicht nur als Musiker setzte er Maßstäbe. Keith Moon war der Prototyp des Rockstars, der sein Equipment ebenso gern zerstörte wie das nächstbeste Hotelzimmer. Er war eine tickende Zeitbombe, angetrieben von Amphetaminen und Alkohol. Nach seinem Tod wunderten sich viele seiner Mitmenschen, wie er so lange hatte überleben können.

The Who (1965)

„Who Are You“, das letzte Who-Album mit Keith Moon, erschien am 21. August 1978 und erfüllte sowohl die finanziellen Erwartungen als auch die der Kritiker. Die Presse war voll mit Berichten über The Who und ihr neuestes Werk, was Keith gut tat. Er genoss die Aufmerksamkeit und den Medienrummel im Gegensatz zu vielen seiner Berufskollegen. Auch privat waren es erfüllte Zeiten, die er mit seiner schwedischen Model-Freundin Annette Walter-Lax verbrachte. Der zwischenmenschliche Halt war wichtig, denn Keith kämpfte gegen die Sucht: „Er konnte wie ein Teddybär sein. Ich meine, er war der netteste Mann, den man finden konnte. Aber es brauchte nicht viel Alkohol oder irgendetwas anderes, um ihn vollkommen zu verwandeln“, erinnerte sich Annette.

Der Lifestyle holt Keith Moon ein

Nach mehr als zehn Jahren Exzess hatte Keiths Lifestyle ihn längt eingeholt. Mit Anfang dreißig glich sein Erscheinungsbild eher dem eines beinahe Fünfzigjährigen, aufgedunsen vom Alkohol und übergewichtig. Im August 1979 antwortete er in seinem letzten TV-Auftritt auf die Frage, ob er sein Leben im Griff habe: „An manchen Tagen.“ Als der Showmaster nachbohrte, um zu hören, in welchem Zustand sein Gast an den übrigen Tagen sei, erhielt er erneut eine kurzsilbrige Antwort: „Betrunken.“ Das Trinken hatte Keiths Leben und seine Gesundheit so massiv beeinflusst, dass er medizinische Hilfe suchte. Ein Arzt verschrieb ihm deshalb das äußerst starke Medikament Heminevrin, das Alkoholikern dabei hilft, trocken zu werden. Keith half es nicht. Er verwendete die Pillen vor allem als weiteres Mittel zur Realitätsflucht.

jr


John Bonham: Der Tag, an dem der Led-Zeppelin-Drummer starb

Direkt mit dem ersten Song auf Led Zeppelins allererster LP veränderte John Bonham das klassische Rockschlagzeug für immer. Noch Jahre später amüsierte sich Jimmy Page darüber, wie der Song „Good Times Bad Times“ und dessen atemberaubenden Bass-Drum-Einsatz für Verwirrung bei den Zuhörern sorgte: „Alle waren sich sicher, dass Bonzo zwei Bass-Drums benutzt, während er in Wirklichkeit nur eine hatte.“ Dieses Darbieten, so gewichtig, so lebendig, so virtuos und bedacht, legte den Grundstein für Bonhams finessenreiche Karriere bis zu seinem viel zu frühen Tod 1980. https://www.youtube.com/watch?v=UvOm2oZRQIk „Ich habe Jahre, wirklich Jahre, damit verbracht, in meinem Kinderzimmer ständig Bonhams Schlagzeugspielen zuzuhören und…
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