Highlight: Mark Hollis von Talk Talk: Fragen zur Todesursache

Karl Lagerfeld: Fragen zur Todesursache

Karl Lagerfeld ist tot. Der Hamburger Modemacher verstarb laut französischer Medienberichte in Paris. Er wurde 85 Jahre alt.

Das Magazin meldete, dass Lagerfeld am Montagabend in die Notaufnahme gebracht wurde, wo er am Dienstagmorgen im Krankenhaus verstarb.

Spekulationen seit Januar

Karl Lagerfeld, 2015

Der Designer fehlte schon auf der Modenschau von „Chanel“ in Paris im Januar. Seitdem rissen die Spekulationen über seinen Gesundheitszustand nicht ab.

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Es heißt, Karl Lagerfeld habe in seinen 35 Jahren bei „Chanel“ nicht eine Schau verpasst. Als Lagerfeld ein Instagram-Video veröffentlichte, sorgte das für Besorgnis:

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Bislang wurde seine Todesursache noch nicht bekannt gegeben. Chanel in Lagerfelds Geburtsstadt Hamburg und in Paris bestätigte am frühen Nachmittag den Tod Lagerfelds. Wie „Bild“ meldete, soll Lagerfeld sich kurz vor seinem Tod mit Grippe angesteckt haben.

Möglicherweise hatte Karl Lagerfeld keine Anzeichen seines baldigen Ablebens erkennen können. Er soll noch am Dienstag, dem Tag seines Todes, einen Termin im Chanel-Atelier gehabt haben. Lagerfelds Leichnam soll am selben Tag gegen 13.30 Uhr aus der Klinik, in der er starb, abtransportiert worden sein.

Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Karl Lagerfeld (L) mit Alexandre de Paris (R), 1983

RTL berichtet mit Verweis auf „französische Medien“, dass Lagerfeld an Bauchspeicheldrüsenkrebs litt. Eine Beerdigung hat er ausgeschlossen:

„Wie schrecklich! Es wird keine Beerdigung geben. Ich will verbrannt werden und meine Asche soll zusammen mit der meiner Mutter verstreut werden … und mit der von Choupette, wenn sie vor mir stirbt.“ Choupette war Lagerfelds Katze.

Schon im April 2018 sagte Lagerfeld zur französischen Zeitschrift Numéro, dass er nach seinem Ableben eingeäschert werden wolle. „Ich habe darum gebeten, verbrannt zu werden, meine Asche soll mit der meiner Mutter und der von Choupette verstreut werden, wenn sie vor mir stirbt“. Laut Berichten wird ihm dieser Wunsch erfüllt, und er werde außerdem ohne Zeremonie beigesetzt.

Glaubte man den Worten des Modeschöpfers, hielt der sich für gesund. Im April 2018 sprach er mit dem „Numéro“-Magazin über das Älterwerden: „Im Moment leide ich nicht so schlimm. Die Ärzte haben mich voll durchgecheckt, ich hatte jeden Test, den es unter der Sonne gibt. Sie haben nichts gefunden – wir können in zehn Jahren noch einmal drüber reden.“

Über Bauchspeicheldrüsenkrebs

Vier von fünf bösartigen Pankreastumoren werden erst in einem so weit fortgeschrittenen Stadium erkannt, dass keine Heilung mehr möglich ist. In den letzten Jahren sind, dank verbesserter Operationstechniken und Chemotherapie die Heilungsraten etwas gestiegen.

Von allen Karzinomen hat die Prognose der Pankreaskarzinome allerdings weiter eine der schlechtesten: Die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt laut aktuellen Studien nach einem Eingriff mit anschließender Chemotherapie bei 20 Prozent, höchstens 30 Prozent. Nach Diagnose sind nur zehn bis 20 Prozent der Tumoren noch operabel.

Bei vier von fünf operierten Patienten kehre der Tumor innerhalb von zwei Jahren zurück. Nur in vereinzelten Fällen könne er dann ein zweites Mal entfernt werden. Eine Chemotherapie wirke nur begrenzt bei inoperablen Tumoren. Die mittlere Überlebensdauer Betroffener liegt bei vier bis sieben Monaten, eine Verlängerung der Lebensdauer durch palliative Chemotherapie ist ist gering.

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PIERRE GUILLAUD AFP/Getty Images

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