Lana Del Rey: „Ich wünschte, ich wäre schon tot!“

>>> Galerie: die besten Alben von Januar bis Juni 2014

Dass Lana Del Rey in diesem Leben keinen Preis mehr für die „fröhlichste Person des Planeten“ gewinnen würde, war schon längere Zeit klar. In keinem ihrer Videos huscht der Sängerin auch nur der Ansatz eines Lächelns über ihre Schmoll-Lippen.

Nun hat sie aber in einem Interview mit dem Guardian zugegeben, dass sie den Titel ihres Debüt-Albums „Born To Die“ vielleicht sehr bewusst gewählt hat. Als sie nämlich auf Kurt Cobain, Amy Winehouse und einen glamourösen Rock-Star-Tod angesprochen wurde – beide starben im selben zarten Alter, das nun auch Del Rey erreicht hat – betonte sie ihre Lebensmüdigkeit:

„Ich weiß nicht. Ich wünschte, ich wäre schon tot. Das tue ich! Ich möchte eigentlich nicht mehr weitermachen. Aber ich tue es.“ Darauf angesprochen, was sie damit meinen könnte, antwortet sie mehrdeutig: „Alles. Das fühle ich eben einfach so. Wenn es nicht so wäre, würde ich es nicht sagen. Ich hätte bestimmt eine Menge Angst, wenn ich wüsste, dass ich bald sterben würde, aber…“ Den Rest des Satzes schien die Sadcore-Queen verschluckt zu haben. Er wurde nicht abgedruckt.

Auch ihr neues Album „Ultraviolence“, das ab heute (13. Juni) in den Plattenläden ausliegt, behandelt mit Songtiteln wie „Cruel World“, „Sad Girl“ und „Pretty When You Cry“ ganz genauso wie ihr Erstling „Born To Die“ jene mysteriöse Traurigkeit, von der Lana Del Rey in Interviews so oft spricht.


ROLLING STONE im Januar 2020 - Titelthema: Musiker treffen Musiker + Rückblick 2019

Die Inhalte der Januar-Ausgabe Das große Special: Musiker unter sich Elton John und Lana Del Rey diskutieren über traumatische Auftritte, Probleme beim Songschreiben, Los Angeles und die 70er-Jahre; Billie Joe Armstrong und Billie Eilish über Vorbilder, Bildschirmschoner und Fantum. Außerdem: Jenny Lewis spricht mit Justin Vernon (Bon Iver), Carrie Brownstein (Sleater-Kinney) mit Maggie Rogers, David Byrne mit Thierra Whack, St. Vincent mit Kirk Hammett (Metallica). Und: Dave Grohl mit Ringo Starr – zwei Schlagzeuger über ihre Leben im Schatten von Legenden Moderiert von David Browne, Patrick Doyle, Kory Grow, Brendan Klinkenberg, Marissa Moss und Hank Shteamer Der Jahresrückblick: Systemsprenger 2019…
Weiterlesen
Zur Startseite