Lana Del Rey und ihr vergeigter Fernseh-Liveauftritt bei „Saturday Night Live“


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Zugegeben, von der großen Newcomerin des letzten Jahres, von der Sängerin, die mit „Video Games“ und „Born To Die“ zwei groß umjubelte Singles hinlegte und die Erwartungen an ihr Debütalbum in weite Höhen trieb, von der hätte man wohl etwas Anderes erwartet, als das, was Lana Del Rey am Wochenende in „Saturday Night Live“ tatsächlich darbot.

Für gewöhnlich werden nur die Großen der Großen eingeladen am Samstag zur Prime Time in der Show zu performen, wo immerhin auch ein beträchtlicher Anteil des amerikanischen Fernsehpublikums einschaltet. Dieses Wochenende war Lana Del Rey zu Gast, um zwei Songs zu darzubieten – „Video Games“ und „Blue Jeans“ – und schien sich während ihres Auftritts nicht unbedingt wohl zu fühlen. Über Twitter wurde eben das auch zeitgleich vielerseits kommentiert, so auch von Juliette Lewis, die anmerkte, dass der Auftritt an eine Zwölfjährige erinnere, die in ihrem Zimmer singt und performt.

Selber sagte Del Rey vor der Show: „Ich habe den Auftritt bekommen, weil ich eine gute Musikerin bin.“ Und: „Mag sein, dass ich noch kein Album veröffentlicht habe, aber ich singe bereits eine lange Zeit und ich glaube, dass Lorne Michaels das weiß und die anderen da draußen auch.“ Vielleicht waren es die großen Erwartungen, die auf ihren Schultern lasteten und ihr ein wenig an Stimme und Eleganz raubten – aber so recht abstreiten, dass da definitiv noch Steigerungspotential vorhanden ist und sein muss, kann wohl niemand.

Hier kann man sich selber ein Bild von Del Reys Auftritt machen:

Das Album „Born To Die“ erscheint am 27.01.2012.