Lars Ulrich von Metallica: »Es ist viel zu früh, um von einem neuen Album zu sprechen«


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Lars Ulrich erklärte zuletzt in einem Interview bei der Online-Radio-Show „Trunk Nation“ mit Eddie Trunk, dass es „viel zu früh“ sei, um über ein neues Metallica-Album zu sprechen. Doch die Band arbeitet an neuen Songs, Ulrich wisse nur „nicht, ob es bereits zusammenhängend genug ist, um es eine Platte zu nennen […].“ James Hetfield hatte im „The Fierce Life“-Podcast immerhin schon etwas über den, pandemiebedingt etwas ungewöhnlichen, Entstehungsprozess verraten.

„Wir sind auf diesem Weg. Ich weiß nicht, ob es zusammenhängend genug ist, um es eine Platte zu nennen, aber wir tauchen unsere Zehen ein“, sagte Ulrich auf die Frage, ob ein neuer Langspieler in Arbeit sei.

„Wir haben versucht, weiterzuarbeiten. Letzten Sommer haben wir das Drive-in-Ding gemacht. Wir haben im November ein ‚All Within My Hands‘-Event gemacht. Wir waren bei ‚The Late Show With Stephen Colbert‘. Morgen treten wir bei ‚Jimmy Kimmel [Live!]‘ auf. Wir sind engagiert. Und wir sind auf einer gewissen Ebene kreativ. Es ist noch viel zu früh, um über eine Platte oder einen Zeitplan oder sonst etwas zu sprechen. Aber wir sind sehr beschäftigt. Und es ist aufregend, nur an die Möglichkeiten zu denken. Im Moment sind wir so verjüngt und einfach bereit, wieder einzusteigen.“ Das Interview aus der Radio-Sendung wurde von blabbermouth.net transkribiert.

„Über zehn Songs“ während Zoom-Konferenzen aufgenommen

Anfang des Jahres erklärte der Gitarrist und Sänger James Hetfield im Podcast „The Fierce Life“, dass er mit Metallica während der Corona-Quarantäne  „über zehn Songs auf diese Weise“ geschrieben und teilweise mit dem Video-Chat-Dienstleister Zoom aufgenommen hätte. Hetfield erzählt, dass er  „angefangen hat, mit den Jungs ein wöchentliches Zoom [Meeting] zu machen, nur um sich zu informieren. Und dann habe ich ihnen einfach mal gesagt: ‚Hey, ich werde etwas schreiben. Ich werde einfach etwas spielen und es euch schicken. Ihr könnt damit machen, was ihr wollt, und sehen, was passiert, und es dann überlagern.‘“

„Ich habe einfach etwas gespielt. Sie hatten es vorher noch nicht gehört“, sagte Hetfield weiter. „Sie haben darauf gespielt. Dann wurde es irgendwie zusammengefügt. Dann haben wir angefangen, mit dem Schreiben auf Zoom zu experimentieren. Lars und ich setzten uns zusammen, oder Kirk [Hammett] und Lars [Ulrich], und wir hatten hier und da ein bisschen Zeit zum Schreiben. Es war schwierig, weil der Sound verzögert war, so dass wir nicht wirklich zusammen spielen konnten, aber wir spielten zu einem Click-Track und sahen uns gegenseitig beim Spielen zu.“

Auch Lead-Gitarrist Kirk Hammett äußerte sich zuletzt in einem Interview zu der ungewöhnlichen Weise, wie Metallica während der Pandemie produktiv sein konnte. Gegenüber dem „Classic Rock Magazine“ erzählt er: „Wir haben versucht, das Beste aus den anderthalb Jahren COVID zu machen, und wir waren ziemlich erfolgreich. Wir haben uns aus der Ferne getroffen und gearbeitet, und wir haben uns [richtig] getroffen und gearbeitet. Die Dinge entwickeln sich wirklich gut. Ich würde sagen, dass die Musik, die wir machen, sehr gut in die heutige Zeit passt.“

Metallica letztes Studioalbum „Hardwired… To Self-Destruct“ erschien am 18. November 2016. Es wurde bisher zehn Mal mit Gold und 21 Mal mit Platin ausgezeichnet, landete in Deutschland, den Vereinigten Staaten, der Schweiz und Österreich auf Platz eins der Album-Charts und wurde fast zweieinhalb Millionen Mal verkauft.