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Freiwillige Filmkontrolle


Lena Urzendowsky: Nacktheit „sollte dazu beitragen, eine Geschichte zu erzählen“


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In der vergangenen Woche (19. Februar 2021) startete das Amazon Prime-Original „Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo“. Die Serie ist angelehnt an die gleichnamige Biografie der Christiane F. aus dem Jahr 1978 und wird von ROLLING mit einer achtteiligen Podcast-Reihe begleitet.  In einem Interview erzählte Lena Urzendowsky, die neben Jana McKinnons Christiane als Hauptdarstellerin zu sehen ist, über ihre Erfahrungen bei den Dreharbeiten.

In der Gruppe Jugendlicher um Christiane F. spielt Urzendowksy die im schwierigen Elternhaus aufwachsende Stella. Im Gespräch mit „watson“ sagte sie nun, dass sie eine „sehr fortschrittliche und freie Figur“ spielt, die „ihrer Körperlichkeit sehr bewusst“ ist, jedoch nicht im klassischen Stil feministisch handelt. Ergänzend verriet sie, dass ihr Serien-Charakter eigentlich bisexuell gedacht war.

Lena Urzendowsky erzählt außerdem, dass sie Nacktheit in Filmen eher vorsichtig gegenübersteht. Sie ist der Meinung, dass ebendiese nur genutzt werden sollte, um Geschichten zu erzählen. „Wenn man sich genauso gut etwas überziehen kann und es für die Aussage einer Szene keinen Unterschied macht, warum sollte man dann nackt sein? Als Frau fühle ich mich dann irgendwie instrumentalisiert.“

Auch verrät sie, dass sie für die Szenen, in denen sie Drogen konsumierte, Heilerde durch die Nase zog und ergänzt: „Auch für die, die sich in der Serie Drogen spritzen, wurde natürlich eine ungefährliche Lösung gefunden.“

„Freiwillige Filmkontrolle“ zur Serie „Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo“

Auch der „Freiwillige Filmkontrolle“-Podcast des ROLLING STONE widmet sich der neuen Serie. Im vierten Teil des FFK-Podcastes sprechen Sassan Niasseri und Arne Willander mit Lena Urzendowsky.

In einem weiteren Teil klären Niasseri und Willander zudem, welche Rolle David Bowies Musik in der Serie als auch in der Verfilmung aus dem Jahr 1981 spielt.


Von Kraftwerk bis Techno: „Electro“-Ausstellung in Düsseldorf

Der Kunstpalast präsentiert seine erste große Ausstellung zum Thema Musik. In über 500 zum Teil auch interaktiven Exponaten werden multiperspektivisch die unter dem Begriff „elektronische Musik“ gebündelten Musikrichtungen beleuchtet. Gezeigt werden dabei Instrumente, selbstgebaute Klangerzeuger, Fotografien, Audioeinspielungen, Videos und Grafikdesign. Von den ersten zukunftweisenden elektronischen Musikinstrumenten aus dem frühen 20. Jahrhundert bis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der zeitgenössischen elektronischen Klangproduktion wird das ganze Spektrum abgedeckt. Ein wichtiger Teil der Schau ist auch die Darstellung neuer Musikströmungen und die Verarbeitung der visuellen Präsentation elektronischer Musik. Im Zentrum steht natürlich das Gesamtwerk der 1970 von Ralf Hütter und Florian Schneider…
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