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Highlight: Die 100 größten Musiker aller Zeiten: David Bowie – Essay von Lou Reed

Lou Reed, Sänger von The Velvet Underground und Rock-Pionier, ist tot

Dieser leicht gekürzte und übersetzte Text entstammt der Website des amerikanischen ROLLING STONE.

Lou Reed, Ex-Sänger von The Velvet Underground und Rock-Ikone, ist tot. Reed starb mit 71 Jahren. Eine Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben. Im Mai musste Reed sich einer Lebertransplantation unterziehen.

Mit The Velvet Underground fusionierte Reed die geballte Kraft der Straße mit Elementen europäischer Avantgarde – er vermählte Schönheit mit Krach und brachte eine neue Art lyrischer Ehrlichkeit in den Rock and Roll. Aber auch als Solokünstler war er unablässig erfinderisch, von den Siebzigern bis zu den 2010er-Jahren. Reed war wie ein Chamäleon, er hatte Dornen, seine musikalischen Schritte waren nie vorauszusehen. Glam, Punk und Alternative Rock wären ohne ihn undenkbar gewesen. „Ein Akkord ist gut“, sagte er einst. „Zwei Akkorde treiben’s voran. Drei Akkorde, und Du bist beim Jazz angelangt.“

Lewis Allan „Lou“ Reed wurde 1942 in Brooklyn geboren. Anfangs ein Fan von Doo-Wop und frühem Rock’n’Roll, ließ er sich als Student der Syracuse University auch vom Dichter Delmore Schwartz inspirieren. Mitte der Sechziger freundete Reed sich mit dem walisischen Musiker John Cale an – ein klassisch ausgebildeter Violinist. Reed und Cale gründeten eine Band, die zunächst The Primitives, dann Warlocks hieß; nachdem Gitarrist Sterling Morrison und Schlagzeugerin Maureen Tucker hinzustießen, wurde aus dem Quartett The Velvet Underground.

„Produziert“ von Andy Warhol – und nahezu unbemerkt von den Käufern – erschien 1967 das Debütalbum „The Velvet Underground & Nico“. Heute gilt die Platte als Pionierleistung und steht auf einer Stufe mit „Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ der Beatles und Dylans „Blonde on Blonde“. Reeds realistische Beschreibungen der New Yorker Bohemien, Referenzen an Drogen und Sado/Maso gingen sogar weiter als alles, was die Rolling Stones in ihren dunkelsten Momenten besangen. Die Feedbacks und Verzerrungen, gar der ganze Krach, revolutionierte die Rockgitarre an sich. Mit ihren drei weiteren Alben („White Light/White Heat“, „The Velvet Underground“ sowie „Loaded“) zementierten The Velvet Underground ihren Status als die einflussreichste US-Rockband aller Zeiten.



Die 100 größten Musiker aller Zeiten: David Bowie – Essay von Lou Reed

David Bowie Von Lou Reed David Bowies Beitrag zum Rock’n’Roll: Witz und Sophistication. Er ist clever, aber er ist auch ein wahrer Musiker, und er kann wirklich singen. Und das mit einer riesigen Spannbreite: Ich mag den Ton von Ziggy Stardust, aber David hat noch ganz andere Stimmen. Selbst die eines Crooners, wenn er will. Und einen Sinn für Melodie, an den niemand sonst im Rock’n’Roll rankommt. Manche seiner Melodien könnten die meisten überhaupt nicht singen. Androgyn waren viele im Rock, angefangen mit Little Richard, aber David hat dem Ganzen seine eigene Patina verliehen, um’s mal vorsichtig auszudrücken. Er hat…
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