Machine Gun Kelly über seinen Erfolg: „Ich habe den Scheiß verdient“


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Vielfach wurde Machine Gun Kelly für seine musikalische Transformation vom Rap zum Pop-Punk kritisiert. In einem Interview mit dem Musik-Magazin „Billboard“ hat er sich nun verteidigt: „Ich weiß, dass es bestimmte Bands in dieser Community umbringt, dass ich den Erfolg habe, den ich habe. Aber ich habe diesen Scheiß verdient“, so der 31-Jährige.

Ein waschechter Rocker mit Faible für WLAN-Passwörter

Um seine Rock-Kredibilität zu unterstreichen, fügte er hinzu: „Alter, ich habe 2010 den Van mit unserem Schlagzeug und unseren Verstärkern beladen, bin nach Indiana und Chicago gefahren und habe auf der Warped Tour gespielt. Ich kann dir die verdammten Wi-Fi-Codes für Veranstaltungsorte in Blackfoot nennen (12.000 Einwohner zählende Kleinstadt in Idaho, Anm. d. Red.). Kannst du diesen Scheiß als Band von dir sagen?“

Colson Baker, selbsternannter Retter der Gitarrenmusik

Jedes Genre habe seine Zeit: „Die 2010er Jahre waren großartig für Sänger und Rapper, und ich war ein Teil davon. Aber ich denke, wir brauchten etwas anderes: Wir brauchten ein Instrument“, so Colson Baker, auf dessen Name der Musiker in der bürgerlichen Welt hört.

In großspurigen Worten hob er seine vorgebliche Rolle bei der Renaissance des Pop-Punk und damit der Gitarrenmusik hervor: „Die Kids kommen zu mir und sagen: ‚Alter, das erste Mal, dass ich jemanden im Konzert Gitarre spielen sah, war bei deinem Konzert – und jetzt nehme ich Gitarrenunterricht.‘“ Und weiter: „(Rock) hat einen Defibrillator gebraucht. Wen kümmert es, wer diese Aufgabe übernimmt, solange der Motherfucker nicht stirbt?“

Tatsächlich gibt zumindest der kommerzielle Erfolg dem Musiker recht: Mit „Tickets To My Downfall“ hat Machine Gun Kelly im Jahre 2020 sein erstes Nummer-eins-Album in den USA veröffentlicht. Mit seiner Freitag (25. März) erscheinenden Platte „Mainstream Sellout“ wird er neben einer ausgedehnten Arena-Tournee auch große Festivals wie das Lollapalooza-Festival in Chicago als Headliner bespielen.