Madonna: Rätselraten über Hauptrolle in ihrem Biopic hat ein Ende


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In Hollywood gibt es manchen Tagen hunderte Vorstellungstermine für Schauspieler, Castings genannt. Große und kleine. Für Videoclips, Werbung, TV oder Spielfilme. Zumeist diskret hinter verschlossenen Türen: „Danke, das wars! Die nächste, bitte …“

Bei Madonna ist das anders. Kein Schweigen, sondern schon im Vorfeld reichlich Alarm. Seit bekannte wurde, dass die Queen of Pop mit Universal (die auch ihr aktuelles Plattenlabel ist) an einem Biopic über sich selbst arbeitet, schossen die Spekulationen ins Kraut, wer denn nun die junge Aufsteigerin spielen werde, die anfangs in der New Yorker Filiale der italienischen Modemarke Fiorucci bunte Klamotten verkauft hat.

In der Fachpresse tauchten Namen auf wie Sydney Sweeney („Euphoria“), Alexa Demie oder Barbie Ferreira. Bekannte und weniger bekannte. Auch Bebe Rexha, Sky Ferreira, Odessa Young und Emma Laird mussten kleine Frühachtziger-Szenen vor einem strengen Auswahlkomitee vorspielen. Schließlich muss die Kandidatin auch Madonna selbst überzeugen, die mit Schirmkappe und Megaphon auf dem Regiestuhl sitzt: „Alles auf Anfang!“

Madonna relaxt in einem Hotelzimmer (1985)
Madonna relaxt in einem Hotelzimmer (1985)

Nun ist zumindest die Klatsch-trächtige Suche vorbei: Julia Garner (28) hat die Rolle angeboten bekommen. Das meldete das bestens vernetzte US-Fachblatt „Variety“. Für Garner spricht, dass sie aus der Bronx stammt und im Großraum New York aufwuchs. Sprich: Sie dürfte die nötige Portion „Street Credibility“ von Hause aus mitbringen. In Netflix-Serien wie „Ozark“ oder in „Inventing Anna“ zeigte sie bereits ihr Können.

Laut den ersten PR-Infos soll Madonnas Film den „Kampf als Künstlerin, die versucht, in einer Männerwelt als Frau zu überleben“ nachzeichnen. Der Weg eines einzigartigen Popstars als „glückliche, traurige, verrückte, gute, schlechte und hässliche Geschichte“.

Es wäre nicht Madonna, wenn es nicht bereits allerlei Zoff, um das ambitionierte Lebenswerk gegeben hätte. Starautorin und Oscar-Preisträgerin Diablo Cody schrieb den ersten ambitionierten Entwurf des Drehbuches – um dann im April 2022 aus dem Projekt auszusteigen. Schwefeldampf zwischen den beiden Alpha-Damen stieg auf – und die Glamourwelt freute sich über Gerüchte über „allerlei Schwierigkeiten“; selbst wenn diese später wieder dementiert wurden.

In einem Statement, dass ihr eigenes PR-Camp in die Welt setzte, philosophierte das „Material Girl“ von einst, sie wolle „eine unglaubliche Reise vermitteln, auf die mich das Leben als Künstlerin, Musikerin und Tänzerin geführt hat. Ein menschliches Wesen, das versucht, seinen Weg in dieser Welt zu finden. Im Mittelpunkt dieses Films wird immer die Musik stehen. Die Musik hat mich am Leben gehalten und die Kunst hat mich am Leben gehalten. Es gibt so viele unerzählte und inspirierende Geschichten, und wer könnte sie besser erzählen als ich. Es ist wichtig, die Achterbahnfahrt meines Lebens mit meiner Stimme und meiner Vision zu teilen.“

Wohlgeschmiedete Worte. Wir warten mal wohlwollend auf das Resultat, wenn Julia Garner auf der Tanzfläche im vormaligen NYC-Hip-Danceclub Area auf der Hudson Street, Hausnummer 157 „Into The Groove“ gefunden hat …

Koh Hasebe/Shinko Music Getty Images