Highlight: Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

„It’s The End Of The Year As We Know It“ und Michael Stipe fühlt sich nicht gerade „fine“

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu – und wohl die wenigsten würden es im Rückblick betrachtet ein gutes nennen wollen. „Late Show“-Moderator Stephen Colbert hat sich zum Rauswurf des Jahres in seiner Sendung am Donnerstag (15. Dezember) ein geeignetes Lied ausgesucht und dafür Sänger Michael Stipe ins Studio geladen. Gemeinsam singen sie „It’s The End Of The Year As We Know It“ und lassen so die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, Pokémon, den Tod von Bowie und Cohen sowie die Scheidung von Brangelina akustisch Revue passieren.

Oder vielmehr begräbt eigentlich nur Colbert das Jahr, denn der R.E.M.-Sänger spielt in diesem Fall die Person, die sich nicht mit den zentnerschweren Lasten des Jahres abzugeben vermag. Immer wieder schüttelt er den Kopf, während Colbert Dinge aufzählt, die man im Angesicht von Ereignissen wie in Syrien glücklicherweise schon wieder vergessen hat. „Fine“ will sich 56-Jährige bei all dem nicht fühlen.

Und nun zu den positiven Dingen…

Allerdings könnte 2016 für Fans von Michael Stipe in guter Erinnerung bleiben, hat der Musiker sich doch mehrmals positiv dazu geäußert, bald wieder Musik machen zu wollen. Mit dem noch etwas grantigen Anklang eines absoluten R.E.M.-Klassikers (der auch 2016 noch so frisch klingt wie 1987) ist vielleicht auch die Spur gelegt für ein wie auch immer geartetes Comeback dieser so famosen amerikanischen Band.


Der melancholische (Alb-)Träumer: R.E.M.-Sänger Michael Stipe wird 60

Für einen Moment hatte es so ausgesehen, als wären R.E.M. für Michael Stipe nur eine biographische Randnotiz gewesen. Ein unerwartet erfolgreiches Projekt, das zu einem für alle Beteiligten friedvollen Ende gebracht wurde. Doch nun sollte die eigentliche künstlerische Karriere folgen. Kein Interview, in dem der Sänger nicht über die Vorzüge des Lebens danach philosophierte. Natürlich verzog sich Stipe erst einmal aus der Öffentlichkeit. Er legte sich einen Bart zu und einen Piercing, wie Eremiten das manchmal machen. Dann flog er zwischen seinen Wahlheimaten, darunter auch Berlin, hin und her, zeichnete, malte und fotografierte. Inzwischen werden seine Bilder, die ja auch…
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