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David Bowie als Auslöser: Michael Stipe will wieder Musik machen

„Nein, nein, nein, daran denke ich nicht“, antwortete Michael Stipe unlängst ROLLING-STONE-Redakteurin Birgit Fuß im exklusiven Interview über R.E.M. und die Bedeutung von „Out Of Time“ auf die Frage, ob er in der Zukunft noch einmal als Sänger auf der Bühne stehen wolle.

Nun hat der 56-Jährige seine Zweifel, die er in mehreren der eher rar gesäten Interviews in den letzten Jahren, geäußert hat, anscheinend zur Seite geräumt. Wie die US-Ausgabe des ROLLING STONE berichtet, will Stipe zurück ins Musikgeschäft. Dieser Gedanke soll ihm gekommen sein, als er bei zwei Tribute-Konzerten zu Ehren von David Bowie auftrat.

Rückkehr als Solo-Sänger?

Seit sich R.E.M. im Jahr 2011 aufgelöst haben, gab der Sänger nur noch sporadische Auftritte. Im Dezember 2014 probierte er im Vorprogramm von Patti Smith in der Webster Hall in New York schon einmal die Rolle als Solokünstler und sang einige Songs von R.E.M. sowie ein paar Coverversionen.

Allem Anschein nach ist es nun auch eine Coverversion, die Stipe dazu bewegt, dem Musikgeschäft nicht weiter zugunsten der Kunst den Rücken zu kehren. Bei den Bowie-Tribute-Veranstaltungen interpretierte der Musiker „Ashes To Ashes“ und wurde davon laut eigener Aussage so sehr inspiriert, dass nun alles möglich erscheint. „In nur einer Woche habe ich zwei meiner Top-20-Lieblingslieder aller Zeiten aufgeführt“, so Stipe damals auf der Website von R.E.M. Vor allem der Klang in der Carnegie Hall habe ihm eine Menge bedeutet und schließlich den Ausschlag gegeben, „Ashes To Ashes“ zu spielen.

Weitere Details, wie sich Stipe seine Heimkehr ins Musikgeschäft vorstellt – beispielsweise als Produzent oder als Solo-Sänger – gibt es zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht. Am Freitag (18. November) erscheint die „25th Anniversary“-Reissue-Edition von „Out Of Time“, für die die Band zur Zeit Werbung macht. In dem Boxset befinden sich 19 bisher unveröffentlichte Demos und Alternativfassungen von Songs wie „Losing My Religion“ und „Shiny Happy People“.


Todesursache: Woran starb David Bowie?

Todesursache von David Bowie Am 10. Januar 2016, nur zwei Tage nach der Veröffentlichung seines 27. Albums „Blackstar“ und seinem 69. Geburtstag, starb David Bowie in New York City an Leberkrebs. 2014 bekam er die Diagnose. In den folgenden Monaten durfte fast niemand von der Krankheit erfahren, nur seine Familie und wenige enge Vertraute wussten davon. Einer von ihnen war Ivo van Hove, mit dem Bowie das Musical „Lazarus“ produzierte. Gegenüber der „Times“ sagte van Hove: „Er war krank, aber er wollte leben. Für seine Frau und seine Tochter und für seine Musik“. Das Album „Blackstar“ war dabei der letzte Kraftakt, den es zu…
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