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Neil Young kündigt „The Bottom Line – Citizen Cane Jr. Blues“ Konzertalbum an


Neil Young setzt seine Reise in die Vergangenheit mit einer weiteren Veröffentlichungsserie fort. Wie der Sänger bereits vor einigen Wochen auf seiner Website bekannt gab, erscheinen in der nächsten Zeit gleich sechs Live-Aufnahmen unter der Rubrik „Official Bootlegs“. Den Anfang macht das 1974 vertonte Konzertalbum „The Bottom Line – Citizen Cane Jr. Blues“, das im ersten Quartal des nächsten Jahres veröffentlicht werden soll.

Der legendäre Gig fand ursprünglich in dem New Yorker Club „The Bottom Line“ statt, gleich nach einem Auftritt von Leon Redbone und Ry Cooder. Dabei spielte Young elf Songs, drei davon feierten ihr Debüt: „Citizen Cane Jr. Blues“, „Long May You Run“ und „Pardon My Heart“. Zwei Monate später veröffentlichte er zudem sein Album „On The Beach“, unter anderem mit den Tracks „Ambulance Blues“, „Revolution Blues“, „Motion Pictures“ und „On The Beach“.

Die Tracklist:

  1. Citizen Cane Jr. Blues
  2. Long May You Run
  3. Greensleeves
  4. Ambulance Blues
  5. Helpless
  6. Revolution Blues
  7. On The Beach
  8. Roll Another Number
  9. Motion Pictures
  10. Pardon My Heart
  11. Dance, Dance, Dance

In einem Statement erklärt Young:

„In meinem Kopf ist es nur eine trübe Erinnerung, aber dieser Moment fängt wirklich die Essenz von dem ein, wo ich 1974 war.“

„Die Leute beim ‚The Bottom Line‘ haben sieben neue Songs zum ersten Mal gehört. Ich erinnere mich nur, dass ich 24 Jahre alt war und die Sau rausgelassen habe.“

Hört „On The Beach“ im Stream:

Zuletzt kündigte der Musiker an, im Rahmen der „Bootleg“-Serie auch ein Konzert im Jahr 1970 in der New Yorker Carnegie Hall zu veröffentlichen. Der Auftritt fand damals nur wenige Wochen nach dem Release von „After the Gold Rush“ statt. Bislang ist allerdings noch unklar, wann die neue Platte erscheint.

Darüber hinaus wird Young am 6. November ein Limited-Edition-Live-Album und Konzertfilm-Box-Set der 2003er Platte „Greendale“ auf den Markt bringen, sowie einen Monat später einen weiteren Crazy-Horse-Gig mit dem Titel „Way Down in the Rust Bucket“ aus dem Jahr 1990 teilen.

Damit aber nicht genug: Es soll auch derzeit ein gemeinsamer Konzertfilm von Crazy Horse und Neil Young in Arbeit sein, der fast fertig ist. Young sagte dazu: „Es ist ein Konzertfilm mit vielen Wendungen, der meine und ihre Geschichte erzählt, unsere gemeinsame Geschichte.“ Der Film soll aber vorerst nur für Abonnenten seiner Website verfügbar sein, ehe er einem breiteren Publikum vorgestellt wird.

Youngs jüngstes Album „Homegrown“ erschien im Juni und wurde vom Rolling Stone mit 4,5 von 5 möglichen Sternen bewertet. RS-Redakteur schrieb: „Das Lob der Sesshaftigkeit, der Drang zum Unterwegssein: Dazwischen ist Neil Youngs gesamtes Werk aufgespannt. Er will nicht gehen, er will nicht bleiben.“ Lest hier die ganze Rezension.

Streamt „Homegrown“:


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