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Neu im Plattenregal: Die Alben vom 18. November 2011


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In unserem beliebten Überblick der Alben der Woche reisen wir weiterhin durch die Plattenläden des Landes. Heute empfehlen wir Ihnen einen Besuch in der Music Corner in der Hamburger Str. 17 in 22926 Ahrensburg. Alle Infos finden Sie auf www.musiccorner.de.

Hier wieder eine Auswahl der neuen Alben im simfy-Player (die Songs sind ca. zwei Wochen hörbar):

Mary J. Blige – „My Life II… The Journey Continues“
Irgendwie passend, dass Beyoncé auf einem der stärksten Tracks des Albums mit Mary J. Blige singt. Schließlich hat Miss Blige einer wie Beyoncé erst die Türen geöffnet. Ihr autobiografisches, selbstbewusstes 95er-Album „My Life“ lieferte immerhin die Blaupause für die mainstreamgerechte Vermählung von R’n’B, Soul und HipHop. Nun erscheinen also die weiteren Kapitel dieser vertonten Lebensgeschichte, und es gibt wie immer wenig zu mäkeln, wenn man ihrer Musik zugeneigt ist. Die schmachtende Balladen über die Schmerzen des Lebens („Empty Prayers“) sitzen perefkt ebenso wie die rap-lastigen Songs – z.B: „Feel Inside“ (feat. Nas), „Mr. Wrong“ (feat. Drake) oder das auf die Clubtanzfläche schielende „Someone To Love Me  (Naked“, bei dem sie Diddy und Lil‘ Wayne ans Mikro bittet.

Kate Bush – „50 Words For Snow“ (Noble & Brite/EMI)
Der erste Schnee lässt noch auf sich warten, das Album dazu ist schon da. Die Review gibt’s hier zu lesen, einen kleinen Auszug aus dem großen Kate Bush-Special in der kommenden Ausgabe hier. Das Album läuft im Player.
>>>> Video: Kate Bush – „Wild Man“

Calexico – „Selections From Road Atlas 1998-2011“ (City Slang/Universal)
Es ist seit 1998 Brauch im Hause Calexico, auf den Konzerten limitierte Tour-CDs mit Live- und Alternativ-Versionen zu verkaufen. Diese erscheinen nun gesammelt in einer recht üppigen, limitierten Vinylbox. Außerdem gibt es in CD-Form eine Art Best of der Stücke – und die Qualität dieser Songs ist durchgehend hoch, so dass man das Wort „Restverwertung“ im Sack lassen sollte. Wer’s nicht glaubt, der höre sich das Album im simfy-Player an.
>>>> Video: Ein schmachtender Blick auf die Vinylbox

Drake – „Take Care“ (Universal)
17 Titel bei einer Spielzeit von 79 Minuten: Drake liefert quantitativ was für sein Geld auf diesem zweiten Album. Auch die Riege seiner Gäste kann sich sehen lassen: Rihanna darf beim Titeltrack ran, Nicki Minaj bei „Make Me Proud“, außerdem taucht Buddy Lil‘ Wayne auf, der kanadische Sänger The Weeknd und Outkasts André 3000, von dem man ja lange nichts mehr gehört hat. Das ganze ist natürlich auf Millionenseller produziert, was aber nichts daran ändert, dass Drake das Tempo zu selten anzieht und sich oft in seinem nasalen Flow oder seinem ach-so-melancholischen Timbre gefällt.

Randy Newman – „Live In London“ (Nonesuch/Warner)
Arne Willander hätte sich ein wenig Mehr Orchester gewünscht bei diesem ersten offiziellen Mitschnitt eines Newman-Konzerts, zückt in seiner Rezension aber dennoch vier Sterne. Das Fazit ist klar: Dieses CD-DVD-Package sollte man als Newman-Fan haben.

Nickelback – „Here And Now“ (Roadrunner/Warner)
Chad Kroeger – immer noch Anwärter auf den Titel „Worst Haircut In Rock History“ – ist mit diesem Album, laut Titel, im Hier und Jetzt angekommen. Nach Song 1 – „This Means War“ – kann man das noch nicht bestätigen, klingt der doch nach hartem, schlechten, aggressivem Crossover aus den mittleren 90er Jahren. Auch „Bottoms Up“ setzt eher auf Breitbeinriffs und Bierseeligkeit, bevor man in „When We Stand Together“ dann das Tempo ein wenig drosselt. Sympathisanten der Band werden’s mögen, frühe Fans sich vielleicht freuen, dass es mal wieder ein wenig härter zugeht. Dennoch bleibt das Problem, dass Rock dieser Art, der so unbedingt groß sein will, oft aufgeblasen, überheblich und wenn man genauer hinhört eher unspektakulär klingt.
>>>> Nickelback – „When We Stand Together“

Rihanna – „Talk That Talk“ (Def Jam / Universal)
Der Workaholic und selbst erklärte Sexaholic Rihanna veröffentlicht nun schon das sechste Studioalbum. Wie sie das zwischen ihren endlosen Touren auch noch hinbekommt, dürfte ihr Geheimnis bleiben. Auch hier ist der Aufkleber mit dem Hinweis auf „explizite Lyrik“ Standard, ebenso das lüsterne Foto, diesmal die Gesichtsnahaufnahmen-Variante mit der lasziv über die Lippen leckenden Zunge. Musikalisch gibt es ein überbuntes Potpourri und zwei Handvoll angesagter Produzenten, wie zum Beispiel Alex Da Kid, Calvin Harris und die britischen Senkrechtstarter von Chase & Status. Klingt also mal wieder nach einem Mixtape mit Höhen und Tiefen, gerade auch weil Rihannas Stimme abzüglich aller digitalen Effekte recht dünn wirkt. „You Da One“ hat ein entspanntes Karibikflair, „Where Have You Been“ ist eine Disco-Bratze, „Cockiness“ ein miserabler Spanking-Soundtrack und „Drunk On Love“ scheint gar das „Intro“ vom The xx-Album zu verhunzen.
>>>> Video: Rihanna – „We Found Love“ feat. Calvin Harris

The Rolling Stones – „Some Girls (Remastered) Deluxe Edition“ (Universal)
Was in der Deluxe-Version drin ist, und wie es überhaupt damals war, „Some Girls“ aufzunehmen, haben uns Ron Wood und Keith Richards schon selbst erzählt. Die Songs gibt’s in unserem simfy-Player.
>>>> Video: The Rolling Stones – „Some Girls“ (live in New York, 2006)

Bill Ryder-Jones – „If…“ (Domino/GoodToGo)
Mr. Ryder-Jones war von 1996 bis 2008 Gitarrist der von uns sehr geschätzten The Coral. Wer aber nun leicht verkifftes, 60er-Jahre inspiriertes Gitarrenspiel erwartet, ist auf dem Holzweg – Bill Ryder-Jones frönt hier eher seiner Faszination für Film-Scores. „If…“ ist zudem ein Tribut an,bzw. der Soundtrack zu einer postmodernistischen Novelle eines der wichtigsten italienischen Avantgarde-Literaten des 20. Jahrhunderts – Italo Calvinos „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“. Das klingt schon gelesen recht ambitioniert, in der Umsetzung aber so überzeugend und düster, wie man es sich erhofft hatte. Das Album läuft ebenfalls im simfy-Player.

Tegan & Sara – „Get Along“ (Warner Bros./Warner)
Während die Zwillingsschwestern Tegan & Sara im letzten Jahr noch reichlich feierten – man erinnere sich an ihren 30. Geburtstag und das zehnjährige Jubiläum des Debüts „The Business Of Art“ – lassen die zwei Schwestern in diesem Jahr mit „Get Along“ noch einmal Revue passieren, was aus unseren Ohren nicht mehr verschwinden will. Popmusik mit Tiefgang. Abgeklärt. Facettenreich. Indie nach dem Yin und Yang-Prinzip, der sich entwickelt, aber nicht entfernt von dem, was das Herz höher schlagen lässt. Für „Get Along“ spielten Tegan und Sara ein 70-minütiges Konzert in den Warehouse Studios in Vancouver. Zu erwarten sind Hits á la carte von ihren mittlerweile fünf Studioalben, die sowohl als DVD, als auch auf CD am 18.11. veröffentlicht werden. Die DVD liefert dabei neben dem kompletten Konzertmitschnitt noch reichlich Bonusmaterial, darunter eine 30-minütige Dokumentation „State“ über den Karrierebeginn des Duos, aber mit „India“ auch eine Zusammenfassung der ersten Indien-Tournee. (Aurelia Kanetzky) Das Album läuft ebenfalls im simfy-Player.
>>>> Video: Tegan And Sara – „Get Along“ Trailer

Laura Veirs – „Tumble Bee“ (Cooperative Music/Universal)
Mit ihrem Ehemann und Produzenten Tucker Martine spielte Laura Veirs ihre liebsten Kinderlieder nach. Wie wenig das mit Rolf Zuckowski und Dieter Süverkrüp zu tun hat, kann man hier in der Review lesen oder im simfy-Player hören.
>>>> Video: „The Making Of Laura Veirs‘ ‚Tumble Bee'“  


Die besten Songs aller Zeiten: Rolling Stones - „(I Can't Get No) Satisfaction“

Das ist das Riff, das die ganze Welt kennt“, sagte Steve Van Zandt von der E Street Band einmal. „Und ein frühes Beispiel für Dylans Einfluß auf die Stones und die Beatles. Es war ihre Interaktion in diesem Jahr 1965, die den Gang der Geschichte veränderte. Der Zynismus, den Dylan einführte, und die Idee, dass persönlichere Texte aus der Folk- und Bluestradition auch in der Popmusik Platz hatten — das brachte die Stones von ,The Last Time‘, ihrem ersten bemerkenswerten Song, innerhalb weniger Monate zu ,Satisfaction‘.“ Das legendäre Riff flog Keith Richards im Traum zu, eines Nachts im Mai 1965…
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