Highlight: Oscars: Alle „Bester Film“-Gewinner von 1990 bis 2019 im Ranking

Oscars 2019: „Green Book“ bester Film – alle Gewinner im Überblick

Die 91. Verleihung der Academy Awards am Sonntag (24. Februar, in Deutschland in der Nacht zu Montag) in Los Angeles brachte gleich mehrere Gewinner hervor, die man zwar auf der Rechnung haben konnte – in der Kostellation aber nicht unbedingt erwarten durfte.

Nach einer fulminanten Queen-Showeinlage gleich zu Beginn ging der erste Oscar erst einmal an „If Beal Street Could Talk“ von „Moonlight“-Regisseur Barry Jenkins. Regina King gewann den Goldjungen als „Beste Nebendarstellerin“.

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Es sollte dann aber doch der große Abend von „Bohemian Rhapsody“ werden. Fünfmal nominiert und viermal gewonnen. Kein anderer Film räumte hier so viele Academy Awards ab! Preise gab es für den besten Ton, den besten Tonschnitt und den besten Schnitt. Krönung ist natürlich der Oscar für Freddie-Mercury-Darsteller Rami Malek. Er bedankte sich freudestrahlend und kokettierte, dass die Welt Geschichten über homosexuelle Migranten mehr als nötig habe.

Kooperation

Gleich drei Oscars gingen an „Green Book“, darunter jenen für Nebendarsteller Mahershala Ali. Er gewann 2017 auch für seine Leistung in „Moonlight“ und ist nun neben Denzel Washington der einzige farbige Darsteller, der mehr als einen Oscar bekommen hat.

„Roma“ sticht „Werk ohne Autor“ aus

Wenig überraschend ist der Preisregen für „Roma“. Ausgezeichnet wurde das persönliche Mexiko-Drama in der Kategorien „Beste Kamera“, „Beste Regie“ und „Bester Nichtenglischsprchiger Film“. Der deutsche Beitrag „Werk ohne Autor“ ging damit leer aus. Der Oscar für die „Beste Hauptdarstellerin“ ging überraschend nicht an Glenn Close, wie viele nach ihrem Golden Globein diesem Jahr  erwartet hatten. Hier gewann Olivia Colman für ihre Rolle in „The Favourite“ (der ansonsten bei der Verleihung fast leer ausging). Der Engländerin huschten auf offener Bühne ein paar Tränen übers Gesicht.

SchauspielerInnen mit Oscar: Rami Malek ("Bohemian Rhapsody); Olivia Colman"('The Favourite'); Regina King ("'If Beale Street Could Talk') und Mahershala Ali ('Green Book')
SchauspielerInnen mit Oscar: Rami Malek („Bohemian Rhapsody“); Olivia Colman („The Favourit“); Regina King („If Beale Street Could Talk“) und Mahershala Ali („Green Book“)

Lady Gaga konnte sich über den Award für den besten Filmsong freuen. „Spider-Man: A New Universe“ wurde als „Bester Animationsfilm“ gekürt.

Oscars 2019: Alle Gewinner auf einen Blick

Bester Film

  • „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
  • „A Star Is Born“
  • „BlacKkKlansman“
  • „Black Panther“
  • „Bohemian Rhapsody“
  • „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • „Roma“
  • „Vice: Der zweite Mann“

Beste Regie

  • Alfonso Cuarón für „Roma“
  • Spike Lee für „BlacKkKlansman“
  • Adam McKay für „Vice: Der zweite Mann“
  • Pawel Pawlikowski für „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“
  • Yorgos Lanthimos für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“

Beste Hauptdarstellerin

  • Olivia Colman für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Glenn Close für „Die Frau des Nobelpreisträgers“
  • Lady Gaga für „A Star Is Born“
  • Melissa McCarthy für „Can You Ever Forgive Me?“
  • Yalitza Aparicio für „Roma“

Bester Hauptdarsteller

  • Rami Malek für „Bohemian Rhapsody“
  • Christian Bale für „Vice: Der zweite Mann“
  • Bradley Cooper für „A Star Is Born“
  • Willem Dafoe für „At Eternity’s Gate“
  • Viggo Mortensen für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“

Bester Filmsong

  • „Shallow“ aus „A Star Is Born“ – Musik und Text: Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt“
  • All the Stars“ aus Black Panther – Musik: Mark Spears, Kendrick Lamar und Anthony Tiffith; Text: Kendrick Lamar, Anthony Tiffith und Solana Rowe
  • „I’ll Fight“ aus „RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit“ – Musik und Text: Diane Warren
  • „The Place Where Lost Things Go“ aus „Mary Poppins‘ Rückkehr“ – Musik: Marc Shaiman; Text: Scott Wittman und Marc Shaiman
  • „When A Cowboy Trades His Spurs For Wings“ aus „The Ballad of Buster Scruggs“ – Musik und Text: David Rawlings und Gillian Welch

Beste Filmmusik

  • Ludwig Göransson für „Black Panther“
  • Terence Blanchard für „BlacKkKlansman
  • „Nicholas Britell für „If Beale Street Could Talk“
  • Alexandre Desplat für „Isle of Dogs – Ataris Reise“
  • Marc Shaiman für „Mary Poppins‘ Rückkehr“

Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Charlie Wachtel, David Rabinowitz, Kevin Willmott und Spike Lee für „BlacKkKlansman“
  • Ethan und Joel Coen für „The Ballad of Buster Scruggs“
  • Nicole Holofcener und Jeff Whitty für „Can You Ever Forgive Me?“
  • Barry Jenkins für „If Beale Street Could Talk“
  • Eric Roth, Bradley Cooper und Will Fetters für „A Star Is Born“

Bestes Originaldrehbuch

  • Nick Vallelonga, Brian Currie und Peter Farrelly für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
  • Deborah Davis und Tony McNamara für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Paul Schrader für „First Reformed“
  • Alfonso Cuarón für „Roma“
  • Adam McKay für „Vice: Der zweite Mann“

Bester Kurzfilm

  • „Skin“ von Guy Nattiv und Jaime Ray Newman
  • „Detainment“ von Vincent Lambe und Darren Mahon
  • „Fauve“ von Jeremy Comte und Maria Gracia Turgeon
  • „Marguerite“ von Marianne Farley und Marie-Hélène Panisset
  • „Mother“ von Rodrigo Sorogoyen und María del Puy Alvarado

Beste visuelle Effekte

  • Paul Lambert, Ian Hunter, Tristan Myles und J.D. Schwalm für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
  • Dan DeLeeuw, Kelly Port, Russell Earl und Daniel Sudick für „Avengers: Infinity War“
  • Christopher Lawrence, Michael Eames, Theo Jones und Chris Corbould für „Christopher Robin“
  • Roger Guyett, Grady Cofer, Matthew E. Butler und Dave Shirk für „Ready Player One“
  • Rob Bredow, Patrick Tubach, Neal Scanlan und Dominic Tuohy für „Solo: A Star Wars Story“

Bester Dokumentar-Kurzfilm

  • „Period. End of Sentence.“ von Rayka Zehtabchi und Melissa Berton
  • „Black Sheep“ von Ed Perkins und Jonathan Chinn
  • „Endspiel“ („End Game“) von Rob Epstein und Jeffrey Friedman
  • „Lifeboat“ von Skye Fitzgerald und Bryn Mooser
  • „A Night at The Garden“ von Marshall Curry

Bester animierter Kurzfilm

  • „Bao“ von Domee Shi und Becky Neiman-Cobb
  • „Animal Behaviour“ von Alison Snowden und David Fine
  • „Late Afternoon“ von Louise Bagnall und Nuria González Blanco
  • „One Small Step“ von Andrew Chesworth und Bobby Pontillas
  • „Weekends“ von Trevor Jimenez

Bester Animationsfilm

  • „Spider-Man: A New Universe“ von Bob Persichetti, Peter Ramsey, Rodney Rothman, Phil Lord und Chris Miller
  • „Chaos im Netz“ („Ralph Breaks the Internet“) von Rich Moore, Phil Johnston und Clark Spencer
  • „Isle of Dogs – Ataris Reise“ von Wes Anderson, Scott Rudin, Steven Rales und Jeremy Dawson
  • „Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft“ von Mamoru Hosoda und Yuichiro Saito
  • „Die Unglaublichen 2“ („The Incredibles 2“) von Brad Bird, John Walker und Nicole Paradis Grindle

Bester Nebendarsteller

  • Mahershala Ali für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
  • Adam Driver für „BlacKkKlansman“
  • Richard E. Grant für „Can You Ever Forgive Me?“
  • Sam Elliott für „A Star Is Born“
  • Sam Rockwell für „Vice: Der zweite Mann“

Bester Schnitt

  • John Ottman für „Bohemian Rhapsody“
  • Barry Alexander Brown für „BlacKkKlansman“
  • Yorgos Mavropsaridis für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Patrick J. Don Vito für „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
  • Hank Corwin für „Vice: Der zweite Mann“

Bester fremdsprachiger Film

„Roma“ aus Mexiko“
Werk ohne Autor“ aus Deutschland
„Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ aus Polen
„Capernaum“ aus dem Libanon“
„Shoplifters“ aus Japan

Bester Ton

  • Paul Massey, Tim Cavagin und John Casali für „Bohemian Rhapsody“
  • Steve Boeddeker, Brandon Proctor und Peter J. Devlin für „Black Panther“
  • Jon Taylor, Frank A. Montaño, Ai-Ling Lee und Mary H. Ellis für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
  • Skip Lievsay, Craig Henighan und José Antonio García für „Roma“
  • Tom Ozanich, Dean A. Zupancic, Jason Ruder und Steve A. Morrow für „A Star Is Born“

Bester Tonschnitt

  • John Warhurst und Nina Hartstone für „Bohemian Rhapsody“
  • Benjamin A. Burtt und Steve Boeddeker für „Black Panther“
  • Ai-Ling Lee und Mildred Iatrou Morgan für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
  • Ethan Van der Ryn und Erik Aadahl für „A Quiet Place“
  • Sergio Díaz und Skip Lievsay für „Roma“

Beste Kamera

  • Alfonso Cuarón für „Roma“
  • Lukasz Zal für „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“
  • Robbie Ryan für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Caleb Deschanel für „Werk ohne Autor“
  • Matthew Libatique für „A Star Is Born“

Bestes Szenenbild

  • Hannah Beachler und Jay Hart für „Black Panther“
  • Fiona Crombie und Alice Felton für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Nathan Crowley und Kathy Lucas für „Aufbruch zum Mond“ („First Man“)
  • John Myhre und Gordon Sim für „Mary Poppins‘ Rückkehr“
  • Eugenio Caballero und Bárbara Enríquez für „Roma“

Bestes Kostümdesign

  • Ruth E. Carter für „Black Panther“
  • Mary Zophres für „The Ballad of Buster Scruggs“
  • Sandy Powell für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Sandy Powell für „Mary Poppins‘ Rückkehr“
  • Alexandra Byrne für „Maria Stuart, Königin von Schottland“

Bestes Make-up und beste Frisuren

  • Greg Cannom, Kate Biscoe und Patricia DeHaney für „Vice: Der zweite Mann“
  • Göran Lundström und Pamela Goldammer für „Border“
  • Jenny Shircore, Marc Pilcher und Jessica Brooks für „Maria Stuart, Königin von Schottland“

Bester Dokumentarfilm

  • „Free Solo“ von Elizabeth Chai Vasarhelyi, Jimmy Chin, Evan Hayes und Shannon Dill
  • „Hale County This Morning, This Evening“ von RaMell Ross, Joslyn Barnes und Su Kim
  • „Minding the Gap“ von Bing Liu und Diane Quon
  • „Of Fathers and Sons“ von Talal Derki, Ansgar Frerich, Eva Kemme und Tobias N. Siebert
  • „RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit“ von Betsy West und Julie Cohen

Beste Nebendarstellerin

  • Regina King für „If Beale Street Could Talk“
  • Amy Adams für „Vice: Der zweite Mann“
  • Emma Stone für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Rachel Weisz für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Marina de Tavira für „Roma“

Jeff Kravitz FilmMagic

Nach Oscar-Kritik: „Bohemian Rhapsody“-Schnittmeister ist selbst unglücklich mit Film

„Bohemian Rhapsody“ gehörte zu den großen Gewinnern bei der diesjährigen Verleihung der Academy Awards. Kein Film räumte mehr Goldstatuen ab als das Biopic über Queen und ihren Sänger Freddie Mercury. Während sich die meisten über Rami Maleks Oscar für die besten Hauptrolle freuten, wurde recht schnell Kritik laut an dem Preis für den besten Schnitt, der „Bohemian Rhapsody“ ebenfalls zugestanden wurde. Viele fanden das mindestens merkwürdig, war der Film doch weniger wegen seiner ästhetisch aufregenden Schnitte als vielmehr für seine attraktive Gestaltung in Erinnerung geblieben. Zum Vergleich: Der siegreiche Schnittmeister John Ottman trat in seiner Kategorie gegen Filme wie „BlacKkKlansman“…
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