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PANEL 2019: Sarah Farina votet mit

Im vergangenen Oktober war die Berliner Breakbeat-Expertin Sarah Farina in Ugandas Hauptstadt Kampala unterwegs. Für einen Workshop des dortigen Goethe Instituts wandelte sie auf den Spuren der regionalen Musikkultur Afrikas. Auch in Detroit, einer Pionier-Metropole der elektronischen Musik, war sie bereits auf DJ-Mission. Kampala und Detroit – zwei Städte, die gut ihre musikalische Bandbreite illustriert.

Ihren Sound nannte Farina anfangs „Rainbow Bass“, ein Hilfsbegriff jenseits der Kategorien. In den Nullerjahren im Kollektiv „Sick Girls“ gestartet, bespielt Farina heute aus ihrer Homebase Berlin das internationale DJ-Kollektiv „Through My Speakers“ (TMS), das aus bis zu 17 Künstlern und Künstlerinnen besteht und sich unregelmäßig zu musikalischen Treffen versammelt. Dabei regiert – natürlich – meist der Bass.

Sarah macht sich stark für Diversität und verbindet dabei allerlei Nischen-Formate wie Dubstep, Footwork oder Broken Beat. „In meinem Kopf macht das alles Sinn und es gibt für mich keine Genre-Grenzen“, sagt sie. Positive Vibes heißt ihre Botschaft. Farinas Sets folgen einem einfachen Prinzip – ob Jungle, HipHop, UK-Garage oder Funk: Tanzbar und wild sollte es sein. Eine Insider-Anekdote vom Berliner Club Transmedale verdeutlicht ihre Magie: Da sich der britische DJ Lean auf einer Party verspätete und erst kurz nach Vier Uhr morgens auftreten konnte, hieß es rasch improvisieren! Sarah Farina hatte binnen weniger Minuten den Dancefloor mit 500 wogenden Ravern gefüllt. Die Meute tanzte schließlich auf den Boxentürmen, auf der Bar und sogar hinter dem Plattendeck. Irgendwo, irgendwie musste man sich ja bewegen können. Als dann noch wie aus dem Nichts Miss Red neben Sarah Farina auftauchte, sich das Mikrophon schnappte und in bester Raggamuffin-Manier die Party-Moderatorin übernahm, gab es kein Halten mehr.

Sarah Farina sorgt also, ohne dogmatischen Anspruch, für female pressure.


Nik West im Interview: Wie man auf Pedalen tanzt

Mit „Moody“ hat die Multi-Instrumentalistin Nik West ihr neues Album veröffentlicht. ROLLING STONE sprach mit der 30-jährigen Funk-Musikerin über Einflüsse, dem Reiz der Bass-Gitarre und dem veränderten Stellenwert von Frauen im Geschäft. „Moody“ vermengt viele Stile: R&B, Funk, Swing, Jazz. Wie würden Sie selbst ihr Album beschreiben? Ja, das Album ist wie ein Gemischtwarenladen, so sind wir auf den Titel „Moody“ gekommen. Müsste ich mir ein Genre überlegen, mir würden gleich mehrere einfallen. Ich würde von Funk sprechen und Rock mit einigen Pop-Übertönen. Sie arbeiteten diesmal mit Cindy Blackman-Santana und Larissa Basillo zusammen. Wie entstanden die Kooperationen? Ich habe Cindy…
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