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Pure&Crafted 2021: The Hives im Portrait


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Die frühen 2000er-Jahre meinten es gut mit Rock’n’Roll-Bands – vor allem mit jenen, die den englischen Artikel „The“ im Bandnamen trugen. Da waren The Strokes, die in Röhrenjeans und Lederjacken von New York City aus die Welt im Sturm eroberten. In Großbritannien (oder sollen wir sagen: Down in Albion?) wüteten The Libertines und brachten Punk und Poesie zusammen. The White Stripes feierten 2003 mit dem Album „Elephant“ und dem ikonischen Riff von „Seven Nation Army“ Riesenerfolge. Und weil Schweden für die Rockmusik ebenfalls stets ein guter Nährboden ist, kam natürlich auch von dort etwas Großes: The Hives. Obwohl es die schon eine ganze Weile gab, als das neue Jahrtausend und der große Indie-Rock-Hype losbrachen.

The Hives gründeten sich schon 1993, in Fargesta, einem knapp 12.000 Einwohner umfassenden Städtchen in der schwedischen Provinz Västmanlands län. Zur Band-Gründung gab’s gleich etwas Rock-Mythos obendrauf — denn neben den immer noch aktiven Gründungsmitgliedern wird auch der Produzent Randy Fitzsimmons als wichtig genannt. Dabei handelt es sich jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach um einen erfundenen Charakter (andere sagen, Fitzsimmons wäre tatsächlich Gitarrist Nicholaus Arson). Ob mit Randy Fitzsimmons oder ohne: Zunächst versuchten The Hives, in Schweden Fuß zu fassen. 1996 erschien die Erste EP „Oh Lord! When? How?“, das Debütalbum „Barely Legal“ folgte ein Jahr später. Dann wurde erstmal kräftig weitergetourt, unter anderem mit den bekannten schwedischen Rockern von The Hellacopters, durch die skandinavische Heimat — und später auch durch die USA:

Der Durchbruch

Die erste USA-Tour sollte sich als großer Karriereboost für The Hives rausstellen. Im Jahr 2000 erschien das Album „Veni Vidi Vicious“, mit dem die Band auch in Amerika Fuß fassen konnte. Platz 63 der US-Charts – das konnte sich schon mal sehen lassen. In Schweden kam das Album auf Platz 50, mit den ersten Erfolgen in den deutschen Charts dauerte es noch etwas (bis 2004 um genau zu sein). Um die Popularität zu steigern und das bisherige Schaffen zu präsentieren, folgte auf „Veni Vidi Vicious“ die Compilation „Your New Favorite Band“. Der Titel: eine Ansage, der sich für viele durchaus bewahrheiten sollte.  The Hives mauserten sich schnell zum omnipräsenten Festival-Act. Verwechseln konnte man die Band um Sänger Pelle Almqvist ohnehin nicht: Dafür sorgte schon alleine die charakteristische, auffällige Bühnenuniformierung in schwarz-weißen Maßanzügen.

Der Höhepunkt

Ihren größten Erfolg feierten The Hives 2004 mit dem Album „Tyrannosaurus Hives“. Es kletterte in Deutschland auf Platz 7 der Albumcharts, in Großbritannien auch auf den 7., in den USA auf den 33. und in Schweden auf den 1. Platz. Darauf enthalten: der wohl größte Hit der Band, das Stück „Walk Idiot Walk“. Denkt man an den Rock der der 00er-Jahre: Man kommt um diesen Song nicht umhin. Es folgten noch zwei weitere Alben: 2007 „The Black And White Album“, 2012 „Lex Hives“.

Wann gibt’s Neues von den Hives?

Was dann passierte? Nichts, zumindest im Studio. Denn seit „Lex Hives“ – also seit neun langen Jahren — warten Fans bereits auf ein neues Album. Da tröstet auch der 2019 erschienene Song „I’m Alive“ und das 2020er-Live-Album „Live At Third Man Records“ nur wenig darüber hinweg.  Im Interview mit ROLLING STONE machte Pelle Almqvist dieses Jahr den Fans jedoch Hoffnung, sprach sogar davon, zwei Alben rauszubringen zu wollen, vielleicht sogar noch 2021.

Ob das tatsächlich passiert, bleibt abzuwarten. Gut möglich, dass die Band am 18.09.2021 ihren Berliner Fans einen Vorgeschmack auf die neuen Songs geben wird. An diesem Tag spielen The Hives als Headliner auf dem Pure&Crafted in Berlin.

Infos zum Pure&Crafted 2021

Das Pure&Crafted ist nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie wieder da: Das Festival findet am 17. und 18. September 2021 im Sommergarten der Messe Berlin statt, präsentiert von ROLLING STONE. Der Ticketverkauf ist in vollem Gange, als Headliner wurden Jake Bugg, The Hives und jetzt auch Kadavar bestätigt. Mehr Infos zum Line-up, Tickets und Organisatorischem findet man auf der offiziellen Website des Festivals.