Museum zeigt unbezahlbare Briefmarken-Sammlung von Freddie Mercury


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Briefmarken mit Motiven berühmter Musiker und Bands sind längst nichts Besonderes mehr. Zahlreiche Postverbünde auf der ganzen Welt präsentieren außergewöhnlich gestaltete Wertzeichen in limitierten Editionen. Doch eine Briefmarkensammlung von einem der größten Sänger aller Zeiten, das ist dann schon ein Ereignis.

Das Postal Museum in London stellt zum ersten Mal eines von Freddie Mercurys schier unbezahlbaren Sammelalben aus. Der Queen-Sänger hatte vor allem in seiner Jugend seltene Briefmarken gesammelt. Der Wert dieses Ausstellungsstücks wird noch gesteigert, weil es kaum Hinterlassenschaften Mercurys gibt, die in Museen archiviert werden.

Die Briefmarken werden ab dem 13. Juli den Besuchern des Museums gezeigt. Die Ausstellung ist Teil der Feierlichkeiten der Stadt zum 50. Jahrestag der Pride-Bewegung in Großbritannien.

Freddie Mercurys Vater sorgte für die Briefmarken-Leidenschaft

Mercury verbrachte seine Kindheit in Sansibar, wo sein Vater Bomi für das britische Kolonialamt arbeitete. So bekam der Musiker, der 1991 an den Folgen einer Aids-Erkrankung verstarb, die Leidenschaft seines Vaters für Briefmarken vererbt. Nach Angaben des Museums sammelte er vermutlich schon im Alter zwischen neun und 12 Jahren die ersten Postwertzeichen.

Seite aus der Briefmarken-Sammlung von Freddie Mercury

Viele seiner Briefmarken stammen aus den britischen Commonwealth-Gebieten, einige aus Osteuropa. „Der wahre Wert dieser Sammlung liegt nicht in den Briefmarken selbst, sondern in ihrem reichen historischen Wert und ihrer Verbindung zu einem der größten Entertainer aller Zeiten“, so der leitende Archivar des Museums, Gavin McGuffie. „Als Pop-Erinnerung und als Kulturartefakt ist die Sammlung von Freddie Mercury unbezahlbar.“


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Freddie Mercurys künstlerisches Talent ist hinlänglich bekannt (Mercury besuchte nach dem Umzug seiner Familie nach Middlesex das Ealing College of Art). So betätigte er sich auch als Gestalter für die Artworks von Queen. Deshalb überrascht es auch nicht, dass die Briefmarken in dem Album ausgesprochen formvollendet positioniert wurden, nämlich so dass sie sowohl in Form als auch in Farbe symmetrisch sind und viel Platz auf den schwarzen Seiten übrig lassen.

Mercurys Vater versteigerte 1993 die Briefmarken seines Sohnes zusammen mit seinen eigenen. Der Erlös ging an die zum Gedenken an den Sänger gegründete Aids-Hilfsorganisation Mercury Phoenix Trust.

Postal Museum UK