Search Toggle menu

Red Hot Chili Peppers: Bassist Flea über das neue Album „I’m With You“

Auf dem neuen Album der Red Hot Chili Peppers „I’m With You“ hat die Band eine neue Seite an sich entdeckt, so Bassist Flea im Interview mit der amerikanischen Musikzeitschrift Spin. Der gebürtige Michael Balzary sprach mit der Zeitschrift über seine Pause von der Band, das vorherrschende Thema des neuen Albums und dem Songwriting der Band.

Zunächst war die fünfjährige Pause der Band geplant, so Flea. Er selbst habe Abstand von der Band gebraucht. „Wir waren an einem Punkt angekommen, wo es keinen Spaß mehr gemacht hat“, erklärte Flea Spin Magazine. „Eine Pause zu machen war wirklich gut für mich. Ich bin zurück zur Uni gegangen und hab an der USC (University of Southern California) studiert, was mir wirklich geholfen hat, meine Beziehung zur Musik zu vertiefen. Außerdem habe ich die Band erst wirklich zu schätzen gelernt, als ich nicht mehr mit den Jungs gespielt habe.“

Das neue Album ist jetzt fertig, am 26. August kommt es in die Läden. Der neue Gitarrist Josh Klinghoffer, der die Nachfolge von John Frusciante angetreten hat, hat augenscheinlich einen großen Einfluss auf das Songwriting der Chili Peppers gehabt.

„Früher haben wir einfach zusammen in Jams Songs geschrieben, und dann hat Anthony (Kiedis), seinen Part dazu beigetragen und Texte und Melodien verfasst“, so Flea. „Jetzt gehen wir ganz anders an die Sache ran. Josh schreibt Songs, indem er auf vielen verschiedenen Instrumenten spielt. Und er singt wunderschöne Background-Vocals auf der Platte.“

Doch nicht nur Klinghoffers Beitrag, auch Fleas eigenes Werk hat zum veränderten Stil der Red Hot Chili Peppers beigetragen. Der Bassist hat an der USC Musik Theorie studiert und angefangen, Klavier zu lernen. Zuvor habe er meist auf Bass seine Songs geschrieben. „Jetzt auf dem Klavier schreibe ich die Akkorde, den Rhythmus, den Bass und eine Melodie. Das ist ein ganz anderes Gefühl.“

Laut Flea klingt das Album sehr rockig und funkig, enthält allerdings auch rührende und tiefgründige Songs, und Leadsänger Anthony Kiedis wandte sich auch textlich den großen Fragen des Lebens zu. So spielt Leben und Tod eine große Rolle, was besonders im Lied „Brendan’s Death Song“ deutlich wird. Gewidmet wurde das Lied dem engen Freund Brendan Mullen, der Gründer von „The Masque“, eines Punk-Clubs in Hollywood. Der Tod der Los Angeles-Punkikone war das prägende Ereignis für Ton und Thema des Albums. Flea erinnert sich: „Als wir zum ersten Mal nach zwei Jahren Pause zusammen mit Josh wieder spielten, fanden wir heraus, dass ein enger Freund von uns gestorben war. Wir haben angefangen zu jammen und dabei ist ‚Brendan’s Death Song‘ entstanden. Das war ein sehr schmerzlicher Moment für uns. Es war sehr emotional.“

Ob sich der Stil der Red Hot Chili Peppers wirklich so gewandelt hat, sehen wir dann im August. Im Herbst kann man sich auch live davon überzeugen, da kommt die Band nämlich im Rahmen ihrer Europatour nach Deutschland. Hier die Daten:

07. Oktober Köln, Lanxess Arena
09. Oktober Hamburg, o2 World
21. Oktober Frankfurt, Festhalle
04. Dezember Berlin, o2 World
05. Dezember München, Olympiahalle


Best Of Britpop: Die 10 besten Alben einer Ära

Die Grundlage des Britpop: The Stone Roses – „The Stone Roses“ (1989) Bis dahin waren es unstete, unbefriedigende Jahre in der englischen Popkultur, ohne Richtung und Reibung. Maggie Thatcher, lange sinn- und solidaritätsstiftendes Feindbild, war im Begriff, sich selbst vollends zu demontieren, als sich Factory-Eigner und Hacienda-Betreiber Tony Wilson in einem Akt waghalsiger Geschäftstüchtigkeit weit aus dem Fenster lehnte und „Madchester“ zum Mittelpunkt der Welt erklärte. Die Zukunft des Pop sei seine Tanzbarkeit, so der smarte Tony, in der Eroberung des Dancefloor mit Gitarren. Und genau dies ereignete sich in Manchester. In der Retrospektive erwies sich der Marketing-Schachzug sicherlich als…
Weiterlesen
Zur Startseite