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Brendan Benson What Kind Of World


Lojinx VÖ: 27.04.2012


von

Nachdem Brendan Benson geheiratet, eine Familie gegründet hat und nun im wirklichen Leben gern seine neue Glückseligkeit zur Schau stellt, traut er sich in diesen Ich-Erzählungen raus aus der Comfort Zone, porträtiert sich auf „What Kind Of World“ rückblickend am liebsten als Loser. Im Titelsong klagt er etwa darüber, dass er nie etwas richtig hinbekommt, berichtet zur kreiselnden Orgel und zu kernigen Gitarren von der eigenen Frustration und Dünnhäutigkeit. Später spielt er einen, der auf der Verliererstraße ist („Bad For Me“), der sich durch Endlosschleifen des Lügens müht („Light Of Day“), sich unbedeutend wie ein Insekt fühlt („Happy Most Of The Time“), sein ganzes Leben ein Ausgestoßener war („Keep Me“) und sich wünscht, zu verschwinden („Thru The Ceiling“).

Wenn man weiß, dass Jon Auer und Ken Stringfellow auf der Platte mitspielen, wundert es nicht, dass die in Nashville analog aufgenommen Songs immer wieder an Big Star erinnern. Zwischendurch wagt sich Benson auch an Elton-John-Gedächtnisballaden wie „Bad For Me“ heran. Das Liebeslied „Happy Most Of The Time“ gefällt sich im Cheap-Trick-Gestus, „Pretty Baby“ erweist sich als düsteres Boogie-Mandra, „No One Else But You“ als ein entzückendes, mit Hawaiigitarre verziertes Pop-Lamento. Und am Ende erkundet Benson in „On The Fence“ noch das Country-Genre und wagt es nicht, davon zu träumen, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Doch dann ist die Platte aus, und die glückselige Wirklichkeit hat ihn wieder.


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