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Chris Rea – The Blue Jukebox


Hatte man Rea kaum mehr zugetraut; Ein stiller Sieg der Liebe zum Blues

We can’t do it for the money/ They don’t do cash anymore/ We can’t do it because we do it so well/ Ain’t nobody left to keep the score/ They changed the rules, made us look like fools/ Send us lies from way above/ Let’s do it/ Hear what I say/ Let’s do it for the love.“ Diese lange Textpassage aus dem Lied „Let’s Do It“ von Chris Reas neuem Album, „The Blue Jukebox“, steht hier; weil sie so schön zusammenfasse was bei dem Gitarristen aus Middlesbrough momentan Trumpf ist.

Von einer Krankheit fast umgebracht und auf Kriegsfuß mit der Musikindustrie, hatte Rea sich schon mit dem letzten Album vom Pop abgekehrt und den Weg zu den eigenen Wurzeln gesucht, dem Blues also. „Stoney Road“ war ein Rückzug ins Private, eine ganz persönliche Angelegenheit, die man als Außenstehender wohl goutieren konnte – immerhin hatte Rea seine eigene künstlerische road to hell jetzt endlich verlassen und sich nicht weiter zu der Witzfigur gemacht, von der oben die Rede ist -, aber auf seiner steinernen Straße zurück zu sich selbst konnte Rea Gesellschaft nicht wirklich gebrauchen.

Auf „The Blue Jukebox“ geht Rea nun noch weiter zurück ins Historische, verbandelt schmuddeligen Swamp-Blues-Slide mit cool verrauchtem Bar-Jazz und Late-Night-Salon. Der Klassizismus ist freilich gekonnt, die wieder etwas größeren, auch zuckerigen Arrangements aus Bass, Piano, Saxofon und Gitarre haben Platz zum Atmen und wirken an keiner Stelle konstruiert. Und: Weil Rea sich nun sukzessive wieder einen Ort schafft, auf dem er die eigene musikalische Identität ausbreiten kann, wird auch die zuletzt verdeckte Klasse als Gitarrist wieder erkennbar. Hören Sie mal, wie der Mann mit dem Bottleneck kann! Jedes Blues-Fest stünde Kopf.

Auch die Songs auf „The Blue Jukebox“bezeugen einen Rea, der sich zu Hause fühlt und nichts nachstellen muss, sondern sich selbst vertont. Das nikotinsüchtige „Long Is The Time, Hard Is The Road“ etwa ist ein Lied, das man Chris Rea nicht mehr zugetraut hätte. Und auch, wenn Rea freilich Rea bleibt und Sensationelles weiterhin ausbleibt: Dieser kleine, stille Sieg ist für den Künstler bestimmt ein großer.


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