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Harry Benson The Beatles – On The Road 1964-1966


TASCHEN

Als Harry Benson, Fotograf des britischen „Daily Express“, im Jahr 1964 den Auftrag bekam, die Beatles nach Paris zu begleiten, um ein paar Schnappschüsse zu machen, hatte die Band gerade die Single „I Want to Hold Your Hand“ auf den Markt gebracht, Deutschland mit „Sie liebt dich“ umgarnt und war von Manager Brian Epstein bereits in Amerika angepriesen worden.

Der Übergang zum endgültigen Starkult stand also unmittelbar bevor – und die Fab Four schien das wenig zu kümmern. Zumindest hier trügt der Mythos nicht: John, Paul, George und Ringo blieben gerne ewige Kindsköpfe (Lennon und Starr waren da schon 23 Jahre alt war), und sie taten sehr viel dafür, dass dies die Welt auch mitbekam. Hier kam Benson ins Spiel, der ein exzellentes Auge für die infantile Ader der Briten besaß oder vielleicht auch selber dem Erwachsensein zeitweise gerne entsagte.

Mit einem Bild von einer Kissenschlacht der Beatles im Hotel George V in der französischen Hauptstadt sorgte der damals 35-jährige Bildspezialist für eines der prägenden Bilder der Gruppe. Schnell entwickelte sich eine enge Beziehung zwischen Benson und den Beatles, die für beide Seiten prächtige Früchte trug. Der Schotte begleitete die Musiker auch in die USA, wo die Begeisterung keine Grenzen mehr kannte, lichtete ihren Auftritt in der „Ed Sullivan Show“ ab, war bei den Dreharbeiten zum Mockumentary-Hit „A Hard Day’s Night“ dabei und dokumentierte sogar George Harrisons Honeymoon auf Barbados.

Kooperation

Unbeschwerte Momente

Während die Beatles immer bessere Platten aufnahmen, durfte Benson in der Folge für alle großen Illustrierten fotografieren. Seine atmosphärischen Schwarz-Weiß-Bilder aller US-Präsidenten seit Eisenhower, aber auch solche von Prominenten wie Elizabeth Taylor oder Sportlern wie Bobby Fischer kennt in den USA fast jedes Kind. Sie alle eint neben ihrer eindrucksvollen technischen Sorgfalt (Benson schrieb später auch Bücher über guten Fotojournalismus), dass sie den Abgelichteten stets die Unbeschwertheit des Augenblicks ließen.

„The Beatles – On The Road 1964-1966“, ein prächtiger Bildband aus dem Hause TASCHEN, der nach der kostspieligen Erstausgabe im Jahr 2013 nun zum Minipreis und im Kompaktformat erhältlich ist, versammelt die eindrucksvollsten, intimsten Fotografien, die Benson in seiner kurzen, aber sehr engen Zeit mit der Band gelungen sind. Während allerhand historische Dokumente die Relevanz der Beatles für die Kulturgeschichtsschreibung einmal mehr unterstreichen, spricht der Ikonenknipser in einer sehr persönlichen Einleitung davon, dass die Zeit mit den Beatles zu der glücklichsten seines Lebens gehörte.

Harry Benson/TASCHEN

Doh! Paul McCartney goes Auto-Tune: „Get Enough“

Ein Alterswerk mit musikalischen Rückblicken, schreibt ROLLING-STONE-Redakteur Arne Willander in seiner Rezension des aktuellen Albums „Egypt Station“, wird es bei Paul McCartney wohl nicht geben – er versuche stets aktuell zu klingen. Nun hat der 76-Jährige eine neue Single hinterhergeschossen, in der er sein Faible für Auto-Tune offenbart. Co-produziert wurde „Get Enough“ von Ryan „Auto-Tune“ Tedder, der schon versucht hatte U2 („Songs of Innocence“) Beine zu machen. Jetzt klingt Macca ein wenig wie Kanye West oder auch wie zuletzt U2. Paul McCartney – Get Enough: https://www.youtube.com/watch?v=aoSLaBFqgLM
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