• Ups..

    Lawless

    - Shia LaBeouf, Tom Hardy

    Der amerikanische Populärmythos des Outlaws ist zählebig und rezessionsresistent. Er hat sich durch die gesamte Kinogeschichte ungebrochener Beliebtheit erfreut. Es liegt eine genuin amerikanische Faszination in der Figur des Gangsters, in der sich der libertäre Geist der Gründerväter und das ökonomische Prinzip des Neoliberalismus vereinen. Weniger Staat geht eigentlich nicht – das organisierte Verbrechen ist […] mehr…

  • Ups..

    Sheena Easton

    Sheena Easton kam schneller zu einem James-Bond-Song als Adele: Schon nach ihrem ersten Album wurde ihr 1981 „For Your Eyes Only“ angeboten. Die Schottin war eine der erfolgreichsten Sängerinnen der ersten Hälfte der 80er-Jahre, sie machte alle Frisurenmoden mit und war zunächst saubere Landpomeranze, dann knackbraune Urlauberin und schließlich Riesenfrisur in kunstvoll drapierten Lumpen. Das […] mehr…

  • Ups..

    KICKS

    Peter Parker ’s Rock’n’Roll Club Straight To Vinyl **** Direkter, unverblümter, wahrer kann eine Platte nicht klingen. Kein doppelter Boden, keine Klangkosmetik, nirgendwo. „Straight To Vinyl“ stellt den Hörer auf eine harte Probe, so nackt kommt die Musik aus den Lautsprechern, so knochentrocken. Man vermisst Reverb, einen Raum, in dem sich die Töne ausbreiten können, […] mehr…

  • Ups..

    Die Jagd - Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larson

    Der Film beginnt mit einer Jagd, und er endet mit einer Jagd. Die Sonne strahlt golden zwischen Baumwipfeln auf verfärbtes Laub, man sieht Wild im Gegenlicht und Männer in grünen Joppen mit Gewehren im Anschlag. Viele Schüsse fallen nicht. Ich erinnere mich an zwei. Einer streckt zu Beginn einen Hirsch nieder, der zweite kommt ganz […] mehr…

  • Ups..

    Prurient Through The Window - Krümm dich wie ein verfickter…

    In seinem neuen Projekt Cut Hands widmet Bennett sich nun den nicht vergehenden Schmerzen der Kolonialismusgeschichte. Bei Reisen durch Afrika hat er Perkussionsinstrumente aller Art gesampelt, deren Sounds und rhythmische Muster sich nun mit den schneidend-schmerzenden Tönen aus dem Whitehouse-Repertoire verbinden. Nicht alle Songs auf dem Debüt „Black Mamba“(Susan Lawly) sind so konsequent wie das […] mehr…

  • Ups..

    VINYL

    Ray Charles Ray Charles **** Was der Pianist, Saxofonist, Sänger, Songwriter, Arrangeur und Bandleader für sein erstes Album 1957 aufbot, war beachtlich, aber weitgehend bekannt. Die Hälfte der LP rekrutierte sich -den Usancen jener Zeit entsprechend -aus Hits der Vorjahre wie „Mess Around“, „Drown In My Own Tears“ oder „Hallelujah I Love Her So“. Dennoch […] mehr…

  • Ups..

    Van Halen

    Es war ein nicht mal zweiminütiges Instrumental, mit dem Van Halen den Hardrock revolutionierten und Generationen von Gitarristen zum Verzweifeln brachten. Bei „Eruption“ explodierten Eddie Van Halens Finger förmlich. Doch auch der Rest des Debüts „Van Halen“ (****1/2) ist sensationell in seiner Dynamik, die etliche Songs sofort zu Klassikern machte: „Runnin‘ With The Devil“ und […] mehr…

  • Ups..

    Ginger & Rosa - Elle Fanning, Alice Englert

    Eine Jugend im London der 60er-Jahre: Ginger (Ellen Fanning) und Rosa (Alice Englert) sind 17, am selben Tag geboren und unzertrennliche Freundinnen. Gemeinsam schwänzen sie die Schule, qualmen die erste Zigarette, teilen sich die Jungs. Aufbruchstimmung liegt in der Luft. Aber zwischen den Mädchen droht es auch zum Bruch zu kommen, weil Ginger sich verstärkt […] mehr…

  • Ups..

    Rawhide - Clint Eastwood, Eric Fleming

    Bevor Clint Eastwood mit verkniffener Miene als Revolverheld in Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ (1965) den Durchbruch zur Western-Ikone schafft, verdient er seinen kargen Lohn als fescher Vormann Rowdy Yates. Als hübscher, jugendlich anmutender Typ zwischen Draufgänger und Schwiegersohn streicht sich der 29-Jährige die Haare zurück, bevor er die Damen an sich zieht, die […] mehr…

  • Ups..

    Eric Burdon ‚Til Your River Runs Dry - Seit Jahren ist Willie Nelson…

    Vor 40 Jahren war er einer der nächsten Dylans, heute nimmt Elliott Murphy in Paris und Brüssel und im Chez Josephine in New York City auf. Dass Patti Scialfa bei „It Takes A Worried Man“ geholfen hat, mag auch damit zu tun haben, dass Murphy die Songs schreibt, die auch Bruce Springsteen heute gefallen: knorriger […] mehr…

  • Ups..

    SHORT CUTS

    The Cave Singers Naomi *** Das vierte Album des Quartetts aus Seattle besticht durch den Verzicht auf produktionstechnische Schnörkel. So wirken die zwölf rohen Folk-Rock-Stücke eher wie ein Live-Mitschnitt. Doch so richtig mitreißend wird es erst gen Ende im polternden Sixties-Groove von „Early Moon“.(Jagjaguwar/Cargo) Whitehorse The Fate Of This World Depends On This Kiss *** […] mehr…

  • Ups..

    Elvis Died For Somebody’s Sins But Not Mine - von Mick Farren

    Verbaler Rock’n’Roll Wer hierzulande gern feixend das Bild vom Musikschreiber pflegt, der sich als gescheiterter Musiker neidvoll an begabteren und erfolgreicheren rächt, indem er ihre Werke genüsslich zerpflückt und sich dadurch selbst erhöht, könnte viel lernen bei der Lektüre von Mick Farrens pointierter, stets passionierter, nicht selten polemischer Prosa. Eine müßige Überlegung, zugegeben, denn natürlich […] mehr…

  • Ups..

    Marcos Valle Marcos Valle - Schuld war nur der Bossa…

    Im selben Jahr reiste der 23-jährige Marcos Valle in die USA und nahm dort „Braziliance!“ auf; Sergio Mendes half bei dem Song „Brasil 66“. Zu Hause hatte Valle, ein blonder Schönling zwischen Björn Borg und Richard Clayderman, bereits einige Platten veröffentlicht, sein Bruder Paulo schrieb die Texte zu den eklektischen Songs. Einige dieser Lieder erschienen […] mehr…

  • A$AP Rocky - Long. Live. A$AP

    Im Video zu Lana Del Reys „National Anthem“ gab A$AP Rocky voriges Jahr einen vorzüglichen schwarzen John F. Kennedy. Sehr sanft und sehr elegant zeigte sich der Rapper da, fast so, als käme er nicht aus Harlem, sondern aus East Hampton. Doch seine Umgangsformen und das Faible für teure Designerkleidung halten A$AP Rocky nicht davon […] mehr…

  • Allen Stone - Allen Stone

    In einer Zeit, in der tschechische Präsidentschaftskandidaten nicht mehr wie ebensolche aussehen, präsentieren sich auch Soulsänger anders, als man sie sich gemeinhin vorstellt. Ganz Slacker-mäßig im Holzfällerhemd, mit zottelig-langem blonden Haar und wuchtiger Hornbrille, taucht beispielsweise Allen Stone auf, ein blasser Amerikaner vom Land. Erhebt er jedoch die Stimme, dann traut man seinen Ohren kaum: […] mehr…

  • Krokus - Dirty Dynamite

    Es gab immer genügend Platz für eine Band neben AC/DC. Für Rückwärtsgewandte, die ebenfalls nicht loskamen vom Blues’n’Boogie, auf die hübschen Killernieten und Horns nun aber auch nicht verzichten wollten. Krokus waren die ersten in der Reihe. Die frühen Alben aus den Siebzigern muss man nicht kennen. „Metal Rendezvous“ und „Hardware“ goutierte man als erste […] mehr…

  • Dido - Girl Who Got Away

    „I climbed a mountain not knowing that I had/ Took no protection, not much of anything/ There I was, sitting on the roof of the world/ Not knowing how I got here or how to leave.“ So beginnt Dido Armstrong das Lied „Sitting On The Roof Of The World“, das schönste auf ihrem vierten Album, […] mehr…

  • ! TAXI B184

    Steve Schapiro - ‚Taxi Driver‘ – Das blutige…

    Wo heute Disney residiert, lief einem 1976 Travis Bickle über den Weg. Mit seinem Taxi fuhr der Vietnamveteran durch Manhattan, über den Times Square und die Lower East Side. Bickle ist ein Überzeugungstäter mit gestörter Wahrnehmung. Einer, der nicht verstehen kann, dass seine Angebete zum ersten Date nicht mit ihm in ein Pornokino will; und […] mehr…

  • Bruce - Peter Ames Carlin

    In der ersten autorisierten Biografie erfährt man interessante – und nicht nur schmeichelhafte – Details über die gesamte E Street Band. mehr…

  • John Grant - Pale Green Ghosts

    Er ist der stille Verzweifelte, der hochsensible Ich-Erzähler, der Depressionen vertont, sich selbst schonungslos bloßstellt. Einer, der in atmosphärischen Soundlandschaften zwischen Elektro, Folk und Pop herumirrt, weil er sich offenbar noch nirgendwo richtig heimisch gefühlt hat. Wie schon auf „Queen Of Denmark“ versammelt  John Grant auf „Pale Green Ghosts“ dunkelgetönte autobiografische Pop-Kostbarkeiten – auch wenn […] mehr…