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    In Time

    - Die Country-Hipster der 90er-Jahre haben nichts verlernt

    Für die Jüngeren: Diese Band war in den 90er-Jahren hip und galt in Nashville gar als „postmodern“, als sie Honky-Tonk-Echos mit Latino- und 50s-Pop-Elementen versetzte. Dabei hatte der etwas abschätzig titulierte „Martini-Country“ der Mavericks immer ein paar tolle Songs und in Raul Malo diesen Tenor von Format, der selbst notorische Roy-Orbison-Vergleiche überlebt hat. „Mister Lonely, […] mehr…

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    All Is Fever - Karriereknick überstanden: abenteuerlustiger Indie-Pop

    Auf dem neuen Album von Naked Lunch hört man die ganzen Jahre: die des Kämpfens, die des Weitermachens, die des In-die-Musik-verliebt-Seins. Die Österreicher haben allerlei erlebt und sich vor einigen Jahren erfolgreich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen – seither können sie überall hin. Am Anfang steht „Keep It Hardcore“, ein Fünfeinhalbminutenepos aus Britpop […] mehr…

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    So, wie nach Kriegen - Gute Reise! Rio Reiser trifft…

    Mit dieser zerknautschten Stimme kriegt er einen natürlich sofort rum. Wenn Patrick Richardt in der polternden Trotzhymne „Wir segeln“ den mürrischen Romantiker spielt und Verse knurrt wie „Hör auf zu klagen/ Wir segeln! Wir segeln!/ Demselben und alten Wahnsinn entgegen“, dann ist es nahezu unmöglich, sich nicht an Rio Reiser erinnert zu fühlen. Wie in […] mehr…

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    Di Captain - Der Studio-One-Veteran kann auch Pop…

    Fünf Jahrzehnte Reggae-Historie hat Freddie Mc- Gregor nicht nur miterlebt, sondern vor allen Dingen mitgeprägt, seit er mit sieben Jahren 1963 im Studio One auf Bierkisten stehend anfing, Backing-Vocals bei den Clarandonians zu singen. Unzählige Charts-Erfolge säumten seither seinen Weg, und nach gut acht Jahren Pause erscheint mit „Di Captain“ ein neues Studioalbum, das er […] mehr…

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    Magma - Keine Trends: Dufter Deutschrock, der…

    Wie ihren Kollegen von Muse sagt man den Hamburgern um Jan Plewka einen Hang zum Größenwahn nach. Während die englischen Über-Bombastrocker jedoch auf Olympia-Schlusszeremonien aufspielen dürfen, reichte es für Selig bisher nur zur Eröffnung einer Hamburger U-Bahn-Station. Auf dem dritten Werk seit ihrer Reunion (damit haben sie nach ihrem Bruch genauso viel Studioalben veröffentlicht wie […] mehr…

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    TBC - Die Kunst der leisen Töne:…

    Was zuerst auffällt, ist dieser Hauch von einer Stimme: Sehr leise, wie für sich selbst gesungen, schwebt sie durch sparsam instrumentierte Räume voller Hall und Echos. Wer hat diesen heiser flüsternden Kleinmädchen-Singsang-Stil eigentlich erfunden, der durch minimalistische musikalische Begleitung nur noch entrückter wirkt? Vermutlich die Schwedin Stina Nordenstam, die sich in den Neunzigern als weibliches […] mehr…

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    Waiting For Something To Happen - Sanfter Fuzz, große Melodien: Retro-Pop…

    Veronica Falls verhalten sich zu den Shop Assistants wie Michael Kiwanuka zu Otis Redding. Die Londoner Band um die Stimmen und Gitarren von Roxanne Clifford und James Hoare hat den Sound der einst von der britischen Musikpresse so identifizierten Class of 86, kurz C 86, mit beeindruckender Gründlichkeit auswendig gelernt. Dafür muss man jedoch einräumen, […] mehr…

  • Ben Harper With Charlie Musselwhite - Get Up!

    Ben Harper with Charlie Musselwhite - Get Up!

    Ben Harper hat den Blues - mit prominenter Hilfe an der Harp mehr…

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    Country Sleep - Feierliches, überschwängliches Debüt aus Johnny…

    Mythenumrankte Gebäude braucht es nicht, um ein gutes Album aufzunehmen. Aber ein Haus, das einst Johnny Cash gehörte, will nicht einmal der sehr bescheidene Songwriter Winston Yellen verbergen. Über das Internetportal Craigslist sei er auf die billige Hütte außerhalb von Nashville gestoßen. Kein WLAN, kein Fernsehen, möglichst wenig soziale Kontakte. Yellen hatte die Abgeschiedenheit gesucht […] mehr…

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    Nobody’s Hotter Than God - Der fluffigste Britpop kommt derzeit…

    Ähnliche Smashhits findet man sonst nur auf einem Best-of-Album der Kaiser Chiefs. Doch SOMA sind ein paar coole Franzosen, denen die Indie-ist-der-neue-Mainstream-Diskussion ziemlich wurscht ist und die sich auf „Nobody’s Hotter Than God“ als Engländer verkleidet haben, um das ein bisschen angestaubte Britpop-Genre mit griffigen Singalongs und zackigen Gitarren wieder aufzupolieren. Im Doppelpack aus „Silver […] mehr…

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    Wie wir leben wollen - Von Tod und Erinnerung: ein…

    In den ersten Momenten erschrickt man über den Ton, den Tocotronic anschlagen: „Hey! Ich bin jetzt alt! Hey! Bald bin ich kalt!“, singt Dirk von Lowtzow zu herbstlich verwelkenden Gitarrenläufen in dem Eröffnungsstück „Im Keller“, und man denkt sich: „Oh nein, bitte nicht noch ein nicht mehr ganz junger Musiker, der sich öffentlich mit seiner […] mehr…

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    Buddy & Jim - Die beiden Meister liefern ein…

    Dieses Duo-Album liegt schon viel zu lange in der Luft. Buddy und Jim kennen sich bereits aus bescheideneren Zeiten im New York City der 80er-Jahre, bevor sie als wichtige Protagonisten des „anderen“ Nashville reüssierten – Miller als Songschreiber, Musiker und Produzent, Lauderdale als Songschreiber, Obersympath und Host der „Americana Awards Show“. Doch erst im vergangenen […] mehr…

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    Forever Endeavour - Große, klassische Popsongs vom ewig…

    Es muss ein Akt der Verzweiflung gewesen sein, als Ron Sexsmith sich auf Anraten des unbeseelten Gesangsautomaten Michael Bublé an den grobschlächtigen Produzenten Bob Rock wandte, um mit „Long Player Late Bloomer“ endlich ein Hitalbum zu landen. Das war die abwegigste Paarung seit „H. P. Baxxter liest Erzählungen von Thomas Bernhard“. Zunächst wollte daher auch […] mehr…

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    Adam Green & Binki Shapiro - Zwei New Yorker Bohemiens geben…

    Lee Hazlewood war ein charmanter Grantler, Anekdoten konnte er so schön erzählen wie Adam Green, der songschreibende und malende Bohemien aus dem East Village, der in Binki Shapiro seine Nancy Sinatra gefunden hat. Hübsch sehen sie aus: Er zart, humorvoll, offen; sie ein bisschen schnippisch. Ja, das gemeinsame Album ist verdammt nah dran am legendären […] mehr…

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    Jim James Regions Of Light And Sound Of God

    Surreale, sakrale Lieder von Leben und Tod: das Solodebüt des My-Morning-Jacket-Frontmannes 1929 veröffentlichte der US-Amerikaner Lynd Ward die erste Graphic Novel der USA, „God’s Man“. Die Sammlung von Holzschnitten erzählt die Geschichte eines Malers, der einen Pakt mit dem Sensenmann schließt, um endlich erfolgreich zu sein. Der Mann besinnt sich später eines Besseren, wird aber […] mehr…

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    Kicks

    The Staves Dead & Born & Grown **** Das britische Folk-Revival der Fifties und Sixties kennen sie nur vom Hörensagen, als Rezipientinnen einer mündlichen Überlieferung von Songs waren die Schwestern Emily, Jessica und Camilla Stavely-Taylor zu spät dran, denn die Zeiten abenteuerlicher Feldforschungen sind längst vorbei, alles ist niedergeschrieben und ausdokumentiert. Also hielten sich die […] mehr…

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    The Rolling Stones – Complete Recording Sessions - von Martin Elliott

    Da andere Nachschlagewerke wie Felix Aepplis „The Ultimate Guide“ oder Dieter Hoffmanns „Weißbuch“ längst nicht mehr aktuell sind, füllt Elliotts Konvolut trotz unübersichtlichen Layouts eine Lücke, bringt die Sessionografie und Diskografie auf den neuesten Stand. Fast, denn „Doom And Gloom“ und „One Last Shot“ wurden nicht mehr berücksichtigt. Dafür finden sich unter den mehr als […] mehr…

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    Lincoln - Daniel Day-Lewis, Sally Field

    Regie: Steven Spielberg Start: 24.1. Es kann den Blick für eine Person der Zeitgeschichte schärfen, wenn ihr Leben nicht ausschweifend inszeniert, sondern auf die prägenden Augenblicke ihres Wirkens konzentriert wird. Spielberg ist in seiner Abraham-Lincoln-Biografie nun sogar noch weiter gegangen, er hat den 16. Präsidenten der USA auf engstem Raum in einem Kammerspiel inszeniert. Das […] mehr…

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    Graham Parker & The Rumour Three Chords Good ****1/2 Camper Van Beethoven La Costa Perdida - In seinen grellen Schwänken dekliniert…

    Die Treue zu dem großartigen Engländer wird nun belohnt: „Three Chords Good“ ist ironischerweise so gut, weil Parker nach langer Zeit nicht bloß viele solide Songs mit drei Akkorden für sich selbst und drei Musiker schrieb, sondern mit Martin Belmont und Brinsley Schwarz zwei Gitarristen und mit Bob Andrews sogar einen Organisten zu beschäftigen hatte. […] mehr…

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    Crossfire Hurricane

    The Rolling Stones Die Stones-Festspiele gehen nicht so schnell zu Ende. Kurz vor ihrem 50. Jubiläum gaben sie alle – auch Mick Taylor und Bill Wyman – für diese DVD Interviews, erlaubten dabei aber keine Kameras. So hört man in „Crossfire Hurricane“ nur diese alten, kaputten Stimmen, und sie erzählen die faszinierende Geschichte einer jungen […] mehr…