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    Exile

    - Etwas zu ernste Elektro-Schlager und theatralische Hymnen

    Til Schweiger wählte nicht von ungefähr ihr „Stay“ als Titelsong für seinen Film „Kokowääh“: Hurts berühren von allen europäischen Seelen die deutsche ganz besonders. Das Duo durfte auch Rosenstolz remixen und im Berliner Hotel „The Weinmeister“ ein nach ihnen benanntes Zimmer einrichten, während im Trophäenschrank der Bambi blitzt. Ihre an den Sound der 80er-Jahre anknüpfenden […] mehr…

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    Cricklewood Broadway - Die vielseitige Norwegerin lässt sich…

    Wenige wollen und können eine so düstere Zeile wie „When My Anger Starts To Cry“ (auf Beady Belles Klassiker „Cewbeagappic“) so sanft singen wie die „perlenhafte Schöne“ aus Norwegen. Seit 2008 hat sie sich konsequent weg entwickelt von den musikalischen Schwebezuständen dieses Albums, klang erdiger, häufig mit Country-Einschlag. Und nun eine weitere Kehrtwendung. Das neue […] mehr…

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    Old Yellow Moon - Ein souveränes, unprätentiöses Werk der…

    Auf die Knie: Emmylou ist die unumstrittene Country-Grande-Dame. Zwölf Grammys hat sie in knapp 40 Jahren Karriere gesammelt, noch immer strahlt ihr Sopran mit beinahe jugendlicher Kraft. Und wenn die bald 66-Jährige unter der weißen Lohe lächelt, dann steht ihre Version von Matraca Bergs zurückschauenden „Back When We Were Beautiful“ sofort unter Koketterieverdacht. Alles an […] mehr…

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    Dirty Dynamite - Souverän und spaßbetont: die AC/DC…

    Es gab immer genügend Platz für eine Band neben AC/DC. Für Rückwärtsgewandte, die ebenfalls nicht loskamen vom Blues’n’Boogie, auf die hübschen Killernieten und Horns nun aber auch nicht verzichten wollten. Krokus waren die ersten in der Reihe. Die frühen Alben aus den Siebzigern muss man nicht kennen. „Metal Rendezvous“ und „Hardware“ goutierte man als erste […] mehr…

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    Blak And Blu - Der neue Hendrix? Nicht ganz,…

    Es hat der Superlativen kein Ende: Gary Clark Jr., so liest man, ist die Zukunft des Texas-Blues, der neue Hendrix gar, eine Superkanone unter den Superkanonen. Dave Matthews, Eric Clapton und die Rolling Stones bitten zum Solo, Alicia Keys und Sheryl Crow zum Duett, Barack Obama lädt ins Weiße Haus ein. Nicht ohne Grund. Der […] mehr…

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    Allen Stone - Der Predigersohn setzt auf klassischen…

    In einer Zeit, in der tschechische Präsidentschaftskandidaten nicht mehr wie ebensolche aussehen, präsentieren sich auch Soulsänger anders, als man sie sich gemeinhin vorstellt. Ganz Slacker-mäßig im Holzfällerhemd, mit zottelig-langem blonden Haar und wuchtiger Hornbrille, taucht beispielsweise Allen Stone auf, ein blasser Amerikaner vom Land. Erhebt er jedoch die Stimme, dann traut man seinen Ohren kaum: […] mehr…

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    Ladilafé - Eingängiger, ökologisch einwandfreier Worldpop aus…

    Bei ökologischen Themen sind unsere Nachbarn nicht gerade Vorreiter. Trotzdem gibt es in Frankreich sehr populäre, quirlige Paten für einen „grünen Sound“. Tryo sind trotz ihres Namens – ganz in der Tradition der Musketiere – wohlgemerkt vier und nicht drei. Mit eher akustisch betontem Reggae haben Guizmo, Manu Eveno, Daniel Bravo und Christophe Mali in […] mehr…

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    The Marriage Of True Minds - Voll anspruchsvoll: Ein Konzeptalbum zum…

    Auf früheren Alben haben sich Matmos mit Chirurgie oder Ludwig Wittgenstein beschäftigt – nun ist Telepathie das Thema eines Konzeptalbums. Der Kunstlehrer M. C. Schmidt und der Englisch-Professor Drew Daniel haben deshalb in den vergangenen vier Jahren parapsychologische Experimente durchgeführt, die auf dem klassischen Ganzfeld-Experiment basieren. Mit einem kleinen Unterschied: Nicht grafische Muster wurden übertragen […] mehr…

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    II - Ein großes, zeitloses Rockalbum klingt…

    Als Erstes ziehen wir mal all jene Songs ab, bei denen sich Blackmail vor allem als hochbegabte Pearl-Jam-Imitatoren verdient machen: Also das über einen störrischen Gitarrenriff meditierende „The Rush“, das über einen ungeraden Beat hüpfende „Shine“, die Grunge-Miniatur „La Futura“, das überdrehte „Palms“ und das epische „Dual“, das gleich ein paar Mal die Laufrichtung ändert. […] mehr…

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    Adam Ant Is The BlueBlack Hussar In Marrying The Gunner’s Daughter - Glamgaragenpunkrockpop: Ant sitzt wieder zwischen…

    Wo kommt denn Adam Ant plötzlich wieder her? Und wieso klingt sein Opener „Cool Zombie“ ungefähr, als würden Gun Club „Hey Joe“ spielen? Schließlich kennt man den Mann vor allem von seinen beiden Anfangsachtziger-Alben, mit dessen hooliganistisch rummelndem Dschungel-Rock’n’Roll Ant zu einem der erfolgreichsten Pop-Acts der Nachkriegszeit im Punk wurde – und dank eines ausgesprochen […] mehr…

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    How I Knew Her - Westcoast-Pop und Old-Time-Feeling von einer…

    Die in Frankreich/Belgien sozialisierte Missionarstochter ist vermutlich die aktuelle Symbolfigur dafür, dass wir 1.) Musik heute eher sehen als hören, und 2.) Alben als potenzielles Mysterium auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. Nach dem YouTube-Siegeszug ihrer Videosongs – auch mit Partner/Produzent Jack Conte als Pomplamoose – war es jedenfalls kein Problem, via […] mehr…

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    Long. Live. A$AP - Die große Rap-Hoffnung aus Harlem…

    Im Video zu Lana Del Reys „National Anthem“ gab A$AP Rocky voriges Jahr einen vorzüglichen schwarzen John F. Kennedy. Sehr sanft und sehr elegant zeigte sich der Rapper da, fast so, als käme er nicht aus Harlem, sondern aus East Hampton. Doch seine Umgangsformen und das Faible für teure Designerkleidung halten A$AP Rocky nicht davon […] mehr…

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    Radioland - Das All-Star-Projekt mit Jim Kerr…

    Im Grunde hat man ja schon keine Lust mehr, ein Album zu hören, wenn hinter jedem Titel mit dem blöden Wort „featuring“ ein Gastbeitrag angekündigt wird, weil dann oft nur der übliche Tribute-Kram folgt. Und in den ersten Momenten fühlt man sich hier auch ein wenig wie in der seichten Radiolandschaft, in der Petitessen-Pop à […] mehr…

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    Sudden Elevation - Nein, das ist nicht die…

    „Some things remain a mystery“, singt Ólöf Arnalds mit dieser feengleichen Stimme, die durch die Landschaft zu mäandern scheint, die sie in „German Fields“ besingt. Begleitet von einem gehauchten unruhigen Rhythmus kommen einem Lieder wie dieses gerade in ihrer hübschen Fremdartigkeit merkwürdig vertraut vor. Vielleicht, weil die Isländerin (übrigens die Cousine des Popminimalisten Ólafur Arnalds) […] mehr…

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    180 - Der Gitarrenrock der Londoner ist…

    In unserer kleinen Rolling Stone-Reihe zum Zustand der modernen Männlichkeit im aktuellen Gitarrenrock kommen wir heute zu den Palma Violets und ihrem Debütalbum „180“. Bereits mit der ersten Single-Auskopplung „Best Of Friends“ hat das Londoner Quartett im Dezember für einiges Aufsehen gesorgt; in dem Song äußert Sänger Sam Fryer den Wunsch nach inniger Freundschaft zu […] mehr…

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    Off The Record - Der Ex-Kraftwerker erforscht weiter die…

    Ralf Hütter, das einzig verbliebene Original-Mitglied von Kraftwerk, arbeitet seit Jahren hart daran, das Oeuvre der Düsseldorfer in den musealen Kanon der Kunst(-Musik) zu überführen: MoMA, Kunstsammlung NRW und demnächst Tate Modern – das sind die Orte, an denen Kraftwerk-Konzerte heute stattfinden. Nun veröffentlicht Hütters ehemaliger Kollege Karl Bartos ein Album, auf dem er aus […] mehr…

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    Pale Green Ghosts - Empfindlicher Folktronica-Pop voller intimer Bekenntnisse

    Er ist der stille Verzweifelte, der hochsensible Ich-Erzähler, der Depressionen vertont, sich selbst schonungslos bloßstellt. Einer, der in atmosphärischen Soundlandschaften zwischen Elektro, Folk und Pop herumirrt, weil er sich offenbar noch nirgendwo richtig heimisch gefühlt hat. Wie schon auf „Queen Of Denmark“ versammelt John Grant auf „Pale Green Ghosts“ dunkelgetönte autobiografische Pop-Kostbarkeiten – auch wenn […] mehr…

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    The Defenestration Of St Martin - Der Piano-Pop des Ex-Gene-Sängers bringt…

    Die Rückkehr eines verkannten Genies! In der Blütezeit des Britpop galt Martin Rossiters Band Gene – trotz einer Million verkaufter Tonträger stets in der zweiten Reihe hinter Blur, Oasis und Pulp – völlig zu Unrecht als so etwas wie eine billige Kopie der Smiths. Dabei verfügte sie über noch mehr Tiefgang und manche Melodie, die […] mehr…

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    Down Baby Down - Ein cineastisches Vergnügen von der…

    Frauen mit schwarzen Eyelinerstrichen am Steuer eines 1961er Alfa Romeo Guiletta … Männer mit tiptop sitzenden taillierten Anzügen … Kitten Heels, die über europäische Kopfsteinpflaster klappern … toupierte, vom Wind verwehte Haare beim Abschiedskuss … Der Film, zu dem Gemma Ray auf „Down Baby Down“ eigeninitiativ die Musik vorgibt, ist ganz bestimmt keine moderne, zugequatschte […] mehr…

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    Girl Talk - Halb so wild: Bei Kate…

    Kate Nash macht jetzt alles anders. Finden jedenfalls weite Teile ihrer Fans und beschimpfen die Sängerin im Internet ausgiebig ob ihres radikalen Richtungswechsels. Von „Scheiß-Songs“ ist in Kommentaren die Rede, „Why, Kate, why?“, fragt ein anderer User. Wieder ein anderer vermutet gar eine Verwandtschaft zu Yoko Ono. Mon dieu – mit Fans wie diesen braucht […] mehr…