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    Woodlands

    - Die Schweden schwanken zwischen Americana und Indie-Rock

    Das schwedische Trio um die Sängerin Sara Wilson führt gern in die Irre: Wenn im ersten Stück „Move Forward“ die mäandernden Out-Of-The-Weekend-Akkorde erklingen, meint man schon zu wissen, wohin die musikalische Reise geht. Doch dann befreit Wilson den Song mit ihrer glockenhellen Stimme aus seiner Desert-Rock-Ummantelung und überführt ihn in eine taubenetzte Folk-Landschaft. Ganz so […] mehr…

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    Diary - Mike Skinner produziert nur noch…

    Als Mike Skinner vor mehr als zehn Jahren „Original Pirate Material“ veröffentlichte, sein Debütalbum als The Streets, war das fast so, als hätte man den Kapuzenpulli-Kids aus den grauen Londoner Vororten eine gemeinsame Stimme gegeben. Gefährlich dunkle Bässe rollten über bockende HipHopund UK-Garage-Beats, die Texte konnte man kaum verstehen hinter all den genuschelten Cockney-Codes. Aber […] mehr…

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    Silence Yourself - Ein aufregendes Postpunk-Debüt der vier…

    What the heck! Es ist kein Verbrechen, wie Siouxsie And The Banshees zu klingen. Also, Savages, nur weiter so: Auf ihrem Debüt spielen die vier Londonerinnen absolut ernsthaft und angedickt mit dem nötigen Pathos Postpunkkapriziosen, wie man sie seit 30 Jahren in dieser reinen Form nur noch selten hören darf. Die verlorene Gitarre von Gemma […] mehr…

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    Modern Vampires Of The City - Perfekte Popmusik, lässig, verspielt -und…

    Im Video zum neuen Vampire-Weekend-Song „Diane Young“ brennt ein Saab. Könnte auf den ersten Blick eine Ghetto-Geste sein. Aber dazu singt ein Mann mit dem ziemlich weißen, ziemlich jüdischen Saab-Fahrer-Namen Ezra Koenig zu Beat-Box-Getöse und Dick-Dale-Gitarren in einer Art Shakin‘-Stevens-Stimme das herrliche Couplet „Irish and proud baby naturally/But you got the luck of a Kennedy“. […] mehr…

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    Long Way Down - Halbdunkler Pianopop eines vielversprechenden Engländers

    Zu Beginn des Jahres bekam Tom Odell den „BRITs Critics Choice Award“. Der ist begehrt und kündigt meist eine große Karriere an -in den letzten Jahren ging der Preis an Emeli Sandé, Jessie J, Ellie Goulding, Florence Welch und Adele. Begabte Frauen, die freilich etwas sagen über den Status quo der britischen Poplandschaft, in der […] mehr…

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    Mother - Solo bleibt das Dixie Chick…

    Schon erstaunlich, wie viel Missgunst Natalie Maines nach wie vor im Internet entgegenpostet, zehn Jahre nachdem sie sich als Texanerin öffentlich für George W. Bush geschämt hat und Toby Keith als Country-Reaktionär ja nicht mal groß entlarven musste. Das Solodebüt des Dixie Chick geht nun auch musikalisch auf Distanz zur kontrovers-einträglichen Vergangenheit. Der umtriebige Ben […] mehr…

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    Beautiful Africa - Rock und Afro: Die malische…

    Die Diplomatentochter aus Mali hat schon immer eine selbstbewusst andere Perspektive auf die Traditionen ihrer Heimat gepflegt, und dafür Tabus in Instrumentierung und Stilistik gebrochen. Sie arbeitete mit Damon Albarn genau wie dem Kronos Quartet und macht seit einigen Jahren auch keinen Hehl mehr aus ihrer Liebe zu Gretsch-und Silvertone-Gitarren. So harmlos und betulich der […] mehr…

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    Minute By Minute - Traditioneller Soul und R&B, edel…

    Man wundert sich schon einige Jahre über die Authentizität des James Hunter -der Sänger aus Essex singt den Soul von damals, als wäre dabei gewesen. Und tatsächlich ist der 51-Jährige näher an den Großen Alten als an den Neuen Jungen, die in den letzten Jahren die klassischen Klänge erfolgreich nachstellten. Entsprechend hat der ehemalige Background-Sänger […] mehr…

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    The Minutes - Ambitionierter Erwachsenen-Pop im Digital-Outfit

    Weltgeistlich interessant, erscheint Alison Moyets neue Platte zeitnah zur neuen Depeche Mode. Moyet begann ja ihre Karriere 1981 im Duo Yazoo mit Depeche-Mitgründer Vince Clarke. Auch Yazoo veröffentlichten auf dem Hipsterlabel Mute und führten mit den ersten Singles noch vor Depeche Mode den Synthie-Pop in die Charts. Depeche Mode konnten bekanntlich ziemlich Boden gutmachen, während […] mehr…

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    Junip - Zeitgenössischer Krautrock: José González gibt…

    Eine Orgel, die stoisch eine Tonleiter rauf und runter dudelt, einige über das gesamte Stereospektrum verstreute Percussion-Instrumente, eine zärtlich bearbeitete Konzertgitarre und die sanfte Stimme José González‘ – mehr braucht es nicht, um einen in „Baton“ in eine verwunschene Klangwelt zu entführen. José González ist der Erretter der Empfindlichkeit. Ob der Schwede seine Songs solo […] mehr…

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    She & Him - Volume 3

    Gefühliger Indie-Pop: Deschanel und Ward fällt nichts mehr ein mehr…

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    Strike Gently - Unprätentiöser Rock’n’Roll, von Julian Casablancas…

    Vor fünf Jahren erwischten The Virgins einen guten Start. Der New-York-Dance-Rock ihres 2008 erschienenen Debüts erhielt ordentlich Airplay und hatte mit der Single „Rich Girls“ sogar einen Hit. So hätte es weitergehen können, doch Bandchef Donald Cumming hatte wohl etwas anderes im Sinn. Für das Nachfolgewerk hat der Sänger und Gitarrist sowohl die Band als […] mehr…

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    Istiklaliya - Zwei virtuose Pianisten machen abenteuerlichen…

    Übertriebene Virtuosität kann fürchterlich nerven. Oft ist es, als würden erwachsene Männer (und es sind fast immer Männer) in aller Öffentlichkeit ihr Ding herausholen, um damit nach Herzenslust herumzuspielen. Immer schneller, immer intensiver, immer leidenschaftlicher -zumindest fühlt es sich für den Virtuosen so an. Als Rezipient gähnt man und denkt an den nächsten Tag und […] mehr…

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    Bankrupt! - Doch eher gewöhnlicher Synth-Rock statt…

    Auf ihrem fünften Album „Bankrupt!“ wollten sich Phoenix nach eigener Auskunft an experimentelleren Formen der Popmusik versuchen. Das ist nach dem melodisch bisher nicht unhübschen, aber gesamtmusikalisch eher vorhersehbaren Schaffen der Pariser Disco-Rock-Gruppe ein löblicher Vorsatz. Was Phoenix indes unter „Experimenten“ verstehen, beziehungsweise an welchen Stellen in ihren zehn neuen Songs sie welche versteckt haben […] mehr…

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    Pushin‘ Against A Stone - Spröder Countryfolkblues, von Dan Auerbach…

    Musik hat sie bereits mit der Muttermilch Oder: Schon immer liebte sie das Knistern alter Platten Strg C, Strg V Halbwegs belastbare Authentizitäts-Plattitüden dieser Art sind Gold wert. Mit viel Retro-Hype geht jetzt auch Valerie June in die sichtbare Karriere. Aber keine Angst, in den Charts wird die Anfang-Dreißigerin wohl kaum je die dicke Lippe […] mehr…

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    Free The Universe - Produzenten-Ass Diplo zwischen Indie-Pop und…

    „Echt? Das Album kommt jetzt wirklich raus? Wann?“ Ezra Koenig ist ehrlich überrascht, als ich ihm während des Gesprächs über die neue Vampire-Weekend-Platte zu seinem fabelhaften Auftritt auf „Free The Universe“ gratuliere, dem neuen Album von Major Lazer. In dem tiefenentspannten Reggae-Stück „Jessica“ falsettiert Koenig hier in einer Art anglodeutsch-jamaikanischem Kunstpatois, während Major-Lazer-Produzent Wesley Pentz […] mehr…

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    Bottom Of The World - Nichts für nebenbei: Mordsgeschichten vom…

    Der Texaner aus Lubbock hat Songs mit David Byrne („True Stories“) geschrieben und auch eine Ode auf Lowell George („The Heart Of California“), Little Feat coverten sein „New Delhi Freight Train“. Als bildender Künstler macht Terry Allen seit 1976 nebenbei Platten, die man unmöglich nebenbei hören kann. So auch diesmal: „The Gift“ etwa ist eine […] mehr…

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    Nomad - Dan Auerbach produziert den neuen…

    Er hat zwei Rebellionen erlebt, hat von Jimi Hendrix und Mark Knopfler gelernt, mit Keith Richards und Charlie Watts gejammt und fungierte in der Wüste als Guide von Angelina Jolie: Omara Mokhtar alias Bombino ist der neue Held des Wüstenblues. Und in deren Zunft gehört es momentan ja zum guten Ton, sich westliche Produzenten aus […] mehr…

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    More Light - Starkes Comeback von Bobby Gillespie…

    Hobby-Historiker behaupten ja, Goethes berühmte letzte Worte, nach denen Primal Scream ihr zehntes Album getauft haben, wären in Wirklichkeit nicht „Mehr Licht!“, sondern „Mehr nicht?“ gewesen. Mit einem „Mehr nicht?“ jedoch wird niemand das Comeback des Scream-Teams aburteilen. Was für eine eindrucksvolle musikalische Hetzjagd, auf die uns Bobby Gillespie und Andrew Ginnes, übrig gebliebenes Bodenpersonal […] mehr…

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    Sub Verses - Schamanischer Rock mit gelegentlichen Prog-Anklängen

    Als diese Band aus Brooklyn vor acht Jahren ihr erstes Album veröffentlichte, hätte man sie für Epigonen der damals noch tollen My Morning Jacket halten können, denn sie verbanden Psychedelia und archaische amerikanische Folktradition auf ähnlich betörende, wenngleich weitaus brüchigere Art und Weise. Die Zusammenarbeit mit The-Swans-Gott Michael Gira war anschließend nur folgerichtig. Nach dem […] mehr…