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    Pearl Jam – Live On Ten Legs

    Der Live-Mitschnitt für Sparsame: Pearl Jam feiern sich selbst. Es gibt sie ja wirklich. Jene Pearl-Jam-Freunde, die noch jeden Live-Mitschnitt ihrer Lieblinge horten. Seit vielen Jahren bereits veröffentlicht die amerikanische Band im Prinzip sämtliche Konzerte auch als Live-Album respektive persönliche Erinnerung für jene, die dabei gewesen sind. Zunächst konnte man die schnöden Pappschuber mit der […] mehr…

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    The Phoenix Foundation - Buffalo

    Zur rechten Zeit: lichtdurchfluteter Dream-Pop aus Neuseeland Nein, hier geht es nicht um den neuen Streich des Jugendjazzorchesters Rheinland-Pfalz, das sich ebenfalls so nennt. The Phoenix Foundation heißt eine sympathische Band aus Wellington in Neuseeland, benannt nach der gleichnamigen Forschungsorganisation, für die der mit Vokuhila und viel Knoff-Hoff ausgestattete TV-Held MacGyver tätig war. Das Sextett, […] mehr…

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    Jonny - Jonny

    Euros Childs und Norman Blake: ein idiosynkratisches Traumpaar Die gute Nachricht: Euros Childs, Ex-Gorky’s Zygotic Mynci, und Norman Blake, immer noch Teenage Fanclub, haben ihre jahrelange Freundschaft endlich in ein musikalisches Projekt umgemünzt. Wenn die zwei wahrscheinlich nettesten Menschen des Musikbusiness, die darüber hinaus einen überdurchschnittlich ausgeprägten Sinn für Harmoniegesänge und famose Melodien haben, gemeinsame […] mehr…

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    Lykke Li - Wounded Rhymes

    Der Pop-Soundtrack des Erwachsenwerdens, Teil 2: Verletzungen Bei ihrem wunderbaren Debüt „Youth Novels“ stampfte Lykke Li 2008 kindlich-frühreif auf und sang zu minimalistischen Elektropopsongs mit süßem schwedischen Akzent putzig-schöne Melodien. Doch seither wurden ihr alles Niedliche, Kindliche und auch der schwedische Akzent ausgetrieben. „Youth Knows No Pain“ heißt der passende Song dazu, der „Wounded Rhymes“ […] mehr…

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    The Go! Team - Rolling Blackouts

    Gut festhalten: Popmusik als lärmender Kindergeburtstag Zum dritten Mal ergießt sich das Wunderhorn des Knaben Ian Parton über die Köpfe der Indie-Fans – und man muss sich auch dieses Mal wieder gut festhalten, um nicht weggeblasen zu werden. Das liegt natürlich an der ungebrochenen Wucht dieser Musik: Auf der Basis von HipHop-Beats im Stil von […] mehr…

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    M. Walking On The Water - Flowers For The Departed

    Melodieselige Rückkehr des experimentierfreudigen Pop-Quintetts mehr…

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    Bart Davenport - Searching For Bart Davenport

    Geschmackvoll gewählte, aber fade nachgespielte Lieblingslieder Wie es klingt, wenn weniger mehr ist, hat Rick Rubin vorgeführt, indem er erst für Johnny Cashs und dann für Neil Diamonds Spätwerk Songs so lange entbeint hat, bis nur noch deren karge, akustische Grundmauern standen. Bart Davenport, der aus Kalifornien kommt, seit acht Jahren Soloalben veröffentlicht und bei […] mehr…

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    The New Black - II: Better In Black

    Hardrock, homogen und gleichzeitig abwechslungsreich Wenn die sonst eher überempfindliche Metal-Community ihr nicht ankreidet, dass Gitarrist Leimsen Ämterakkumulation betreibt und zugleich als Chefredakteur dem „Metal Hammer“ vorsteht, dann muss schon etwas dran sein an dieser Band. Und so dürfen auch wir hier mal etwaige Objektivitätsbedenken hintanstellen – und uns dem einhelligen Lob anschließen. Was The […] mehr…

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    Max Raabe - Küssen kann man nicht alleine

    Witzig-melancholische Lieder des formvollendeten Sängers Es soll Menschen geben, die Max Raabes Chanson-Manierismen, die Beschwörung von patinierter Grand-Hotel-Seligkeit und laszivem Schlager-Schwof, verdächtig bis unerträglich finden. Wie der etwas saloppere Bruder Leichtfuß, Ulrich Tukur, pflegt der Sänger Wortwitz und Melancholie, Attitüde wie Sentiment aus vergangener Zeit – sie glorifizieren (muss man es schreiben?) die Freiheit und […] mehr…

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    Christian Kjellvander - The Rough And Rynge

    Karg-melancholisch grundierte Oden der Zivilisationsflucht Es soll eine E-Mail geben, die Christian Kjellvander nach einer dreimonatigen Tour durch Nordamerika geschrieben hat. Darin kündigt er an, dass er für einige Zeit untertauchen, mit seinen Hunden in einem Zelt schlafen wolle, um sich den Dreck der rauen Welt abzuwaschen. Weil der schwedische Melancholiker doch eher zum Musiker […] mehr…

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    Esben And The Witch - Violet Cries

    Blut, Werwölfe, Krankheiten: Das Trio aus Brighton mag es düster. Krötenfuß und Spinnenbein, darauf fallen wir nicht rein. Die meisten Düster-Bands streiten es ja impulsiv ab, wenn man sie auch nur sanft auf ihre Düsterkeit festlegen will (weil sie auch lustig sein wollen) – dagegen legt das Trio Esben And The Witch aus Brighton es […] mehr…

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    Gruff Rhys - Hotel Shampoo

    Überbordender Pop vom fantasievollen Zeremonienmeister Gruff Rhys ist der Freund der Künstler. Sparklehorse, Gorillaz, De La Soul, Mogwai, Danger Mouse – viele ließen sich in den letzten Jahren zu Kollaborationen bitten oder luden ihrerseits ein. Rhys bringt die Aura des Freien Kreativen mit sich und ist einer, der aus dem Nichts ein Kunstwerk erschaffen kann. […] mehr…

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    Bruno Mars - Doo-Wops & Hooligans

    Penetranz statt Eingängigkeit: leider kein zweiter Michael Jackson Kaufhaus-Pop, die 196ste: „Es ist besser, wenn du es nicht verstehst; hör einfach zu und hab eine gute Zeit“, lautet die Gebrauchsanweisung, die Bruno Mars seinem Debüt gratis beigefügt hat. Spaß haben auf Kommando also. Versuchen wir es einmal. „Grenade“ beginnt mit Keyboard-Geplinker, ein gigantisches Trommelfeuer setzt […] mehr…

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    Gang Of Four - Content

    Die ewig kritische Post-Punk-Institution kehrt mit Wucht zurück. Blut, Schweiß und Tränen, aber vor allem Blut hat es gekostet: Um „Content“ zu finanzieren, bot die Gang Of Four ihren vampiristisch veranlagten Fans im Vorhinein eine limitierte Edition an, die neben anderen Devotionalien auch Blutproben der Bandmitglieder beinhalten soll. Dank des künstlerischen Aderlasses veröffentlicht das Quartett, […] mehr…

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    Ginga - They Should Have Told Us

    Fesselnde Songs der Österreicher, kühn zusammengesetzt Wer hat sich die Namen ausgedacht? Alex Konrad, Klemens Wihlidal, Emanuel Donner und Matthias Loitsch gaben sich einst den ebenso unförmigen Titel Ginga und spielen auf „They Should Have Told Us“ unscharfen, unkalkulierten Runterbringer-Pop-Rock der zerfetzten Sorte. Also raus aus Wien und rein ins Höhenfeuer: James Stelfox, Produzent und […] mehr…

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    Kitty Solaris - Golden Future Paris

    Eigenwilliger Lo-Fi-Pop der Wahl-Berlinerin, jetzt noch sinnlicher Schon mit dem Debütalbum war alles da: Auf „Future Air Hostess“ (2007) spielte Kirsten Hahn aka Kitty Solaris minimalistischen Lo-Fi-Pop und schrieb eigenwillig romantische Lieder, die nicht fremdelten, aber auch nicht billig zu haben waren. Dieses Spiel aus Nahbarkeit und Distanziertheit prägt die Musik der aus Hessen zugegezogenen […] mehr…

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    Mogwai - Hardcore Will Never Die, But…

    Heiter bis wolkig: Die Postrocker werden immer anmutiger. Die fünf schwermütigen Postrocker aus Glasgow haben diesmal wieder auf die Dienste von Paul Savage zurückgegriffen, der bereits ihr formidables Debüt aus dem Jahr 1997 produzierte. Ihr siebtes, im vergangenen Sommer aufgenommenes Studioalbum ist allerdings keine nostalgische Rückbesinnung auf ihre Anfänge geworden. Warum auch? Die beiden atmosphärisch […] mehr…

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    I Blame Coco - The Constant

    Es gibt noch Hoffnung für den Elektro-Pop von Stings Tochter. Man hat’s ja auch nicht leicht, so als Tochter von Sting! Funktioniert nicht ohne eigenes Parfüm oder Top-Shop-Kollektion für die Welt! Als das erste Album von Coco alias Eliot Paulina Sumner im Herbst bereits in England erschien, setzte sich prompt auch nicht jede Rezension mit […] mehr…

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    Gregg Allman - Low Country Blues

    T Bone Burnett reist mit Allman ins Blues-Delta und nach Chicago. Er hätte gut in diese Riege älterer Männer gepasst, die sich 2010 noch mal zu Größerem berufen fühlten. Doch eine neue Leber für den Hepatitiskranken verhinderte eine frühere Veröffentlichung. Immerhin beflügelte „Low Country Blues“ die Genesung, denn schon Anfang des vergangenen Jahres hatte – […] mehr…

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    Rumer - Seasons Of My Soul

    Das elegante Soulpop-Debüt der Engländerin überrascht mit Tiefe. Ja, es ist Muzak. Der Sound geht süffig und sämig ins Ohr. Er ist als gefällige Partykulisse nützlich und als Kaufanreiz im Supermarkt. Wir wühlen hier aber definitiv nicht im Gut-&-Günstig-Fach, sondern bei den Luxusartikeln. Bei aller Easy-Listening-Schwerelosigkeit hat die 31-jährige Engländerin, zu Hause von TV-Star Jools […] mehr…