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    REGGAE

    - Sizzla 3,0

    Crucia Times Sizzla hat sich hierzulande einigen Unmut zugezogen. Der LSVD wirft ihm Homophobie vor, andere zeigen seine Texte mit Blick auf Gewalt verherrlichenden Inhalt („Kill The Whites“) bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien an. Er ist eine zwiespältige Persönlichkeit, die den spirituellen Bodo Ashanti Dreads angehört und dem Reggae in den letzten 15 Jahren […] mehr…

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    Daniel Johnston – Beam Me Up!

    Irgendeine Rechnung geht hier nicht auf. Natürlich vertragen die Melodien von Daniel Johnston, die sich in seinem frühen Schaffen hinter sprödesten LoFi-Arrangements versteckten, die Inszenierung im großen Orchester. Seine krächzende, immer angestrengt klingende Stimme aber wirkt in diesem Kontext fehl am Platz. Der selbsternannte Sorry Entertainer macht seinem Namen also alle Ehre. Mit einem elfköpfigen […] mehr…

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    Black Francis – Nonstoperotik - Falsche Fährten

    Trotz des Streicherfinales, trotz der sanften E-Klavier-Harmonien ist es ein Leichtes, einen Song wie „O My Tidy Sum“ anhand des schlurfenden Schlagzeug-Loops, des Bass-Stotterns, des frustrierten Lamentos des Mannes am Mikrofon als altersmildes Pixies-Spätwerk auszumachen. Seit Black Francis vor 17 Jahren diese Band auflöste, hat er gefühlte 100 Soloalben veröffentlicht – mal als Frank Black, […] mehr…

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    She & Him - Volume Two

    Charmante, manchmal zu polierte Popmusik von Zooey und M. Ward mehr…

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    Dr. Dog – Shame, Shame

    Es hat lange gedauert bis sich Dr. Dog daheim in Philadelphia vor die eigene Haustür gewagt und ein echtes Aufnahmestudio gebucht haben. Seit 2001 macht die Band um Scott McMicken und Toby Leaman Platten. Für „Shame, Shame“ hat sie sich nun in die Obhut des Produzenten Rob Schnapf (Beck, Elliott Smith) begeben, ließ sich von […] mehr…

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    Caribou – Swim

    Der kanadische Bedroom-Musiker (gern auch: Tüftler, Frickler, Bastler etc.) Daniel V. Snaith hat die erste Platte schon vor zehn Jahren veröffentlicht, die meisten haben ihn trotzdem erst mit seinem 2007er-Album „Andorra“ entdeckt. Ein Liebesgarten aus vollsaftigen Syd-Barrett-Beach-Boys-Züchtungen war das zum größten Teil – und daher nicht wirklich repräsentativ für Snaiths Werk. Sein Interesse an Big […] mehr…

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    Nicolai Dunger – Play

    Seine Lieder seien fahrig, hat Nicolai Dunger einmal gesagt. Das stimmt natürlich; Dunger hat seinen Kopf in den Wolken und wandert durch die Stile wie ein Nomade durch die Wüste. Manchmal wurden die Grenzen des Konsumerablen überschritten, meist aber hängt man an den Lippen des Schweden. Jazz (mit dem Esbjörn Svensson Trio), Americana (mit Will […] mehr…

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    John Hiall – The Open Road

    Das 20. Album in 35 Jahren. Der Meister weiß vorher: Die Gemeinde wird jubilieren und die Musiköffentlichkeit wieder vorbeihören – bis ein Star wie Dylan, Bonnie Raitt oder Emmylou Harris einen der Songs vielleicht doch interessant macht, irgendwie. Hey, who gives a damn. Hiatt kommt gut klar. Der Alk hängt ihm nicht mehr so an […] mehr…

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    Amy Macdonald – A Curious Thing

    Eine komische Sache, der Erfolg von Amy Macdonald. Insbesondere das europäische Festland verliebte sich auf den ersten Blick in die gerade mal 20-jährige Schottin und deren eigentlich unscheinbare Musik. Die schnellen Lieder, der tiefe Gesang – Macdonald weckte offenbar jene romantischen Gefühle, die man gemeinhin mit Schottland und Irland verbindet. Und es stimmt ja: Vieles […] mehr…

  • Goldfrapp - Head First

    Goldfrapp - Head First

    Kein Witz: Eine Original-Eighties-Platte ohne jeglichen Humor mehr…

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    Fanfarlo – Reservoir

    Man denkt zunächst, sie hätten ihren Namen im Sortiment eines Süßwarenherstellers gestohlen, doch Fanfarlo beziehen sich auf Baudelaire. Sie sind eine dieser immer zahlreicher werdenden Bands, die sich eher in Pfarrbüchereien als in Kunsthochschulen formierten. Man hat gleich ein Klischeebild im Kopf, wenn man sie zum ersten Mal hört: Sie sind weiß, kommen aus dem […] mehr…

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    MGMT – Congratulations - Lost in Space

    Irgendwann muss es ein Treffen gegeben haben. Vermutlich telefonierten MGMT aus Malibu, wohin sie sich mit dem Produzenten Pete Kember (Spacemen 3) zurückgezogen hatten, und meldeten Vollzug. Woraufhin sich jemand von der Plattenfirma erwartungsfroh auf den Weg gemacht haben könnte. Denn natürlich hoffte Sony auf eine Fortsetzung jener spektakulären Erfolgsgeschichte des Jahres 2008, als zwei […] mehr…

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    The Avett Brothers – I And Love And You

    Für manchen Fan, der den Weg von Scott und Seth Avett schon die letzte Dekade mitgegangen ist, sind die Brüder aus North Carolina nach „I And Love And You“ so gut wie erledigt. Dabei war das Trio (mit Bassist Bob Crawford) selbst dann schon kein Fall mehr für Puristen, als es noch zur großen New-Bluegrass-Hoffnung […] mehr…

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    Graham Parker – Imaginary Television

    Ebenso kompaktes wie variables Werk voller Parkerismen Wer sonst knarzt und quengelt, schmilzt und ächzt, ätzt und grantelt wie dieser britische Sturkopf, der sich in den USA niedergelassen hat, um seine unpopulären Zeitkommentare aufzunehmen? Und zwar auf schätzungsweise 25 Alben – Live-Mitschnitte und Kompilationen nicht inbegriffen. Eine Grundsympathie für Graham Parker hindert den Rezensenten daran, […] mehr…

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    The Candles - „Here Or Gone“

    Josh Lattazi ist so ein Name, der sicher erst einmal nur eifrigen Booklet-Lesern bekannt sein dürfte. Der Multiinstrumentalist hat nämlich schon an Platten mitgewirkt von Künstlern wie den Lemonheads, Ben Kweller, Juliana Hatfield und Albert Hammond Jr. Nun hat er für den Mai sein Solodebüt unter dem Namen The Candles angekündigt. Den ersten hörbaren Song […] mehr…

  • Bonnie 'Prince' Billy &: The Cairo Gang - The Wonder Show Of The World

    Bonnie „Prince“ Billy & The Cairo Gang - „The Wonder Show Of The…

    Nach Jahren mit wechselnden Pseudonymen veröffentlicht der amerikanische Songwriter Will Oldham seit 1999 seine Lieder unter dem Namen Bonnie „Prince“ Billy. „The Wonder Show Of The World“ ist des Prinzen zehnte Langspielplatte (Live-Alben nicht mitgerechnet). Eine Palette von Tiefschwarz bis Hellblau. Nach vorsichtigen Schätzungen sind mindestens drei Alben für die Ewigkeit darunter („I See A […] mehr…

  • Jamaica I Think I Like U 2 Cover

    Jamaica – I Think I Like U 2

    Wenn man bei Google nicht gefunden werden will, nennt man sich Jamaica. Und um das Ganze noch komplizierter zu gestalten, nennt man dann seine Single „I Think I Like U 2“. Aber beides passt zum Humor von Antoine Hilaire und Flo Lyonnet, die demnächst unter dem Namen Jamaica ihr Debüt veröffentlichen – und im sehr […] mehr…

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    Kaki King - „Junior“

    Berühmte Fans hat Kaki King schon mal. Dave Grohl lud sie ins Studio ein und pries die 30-Jährige als Foo Fighters-Bühnengast – und vor Jimmy Page im Publikum – mit der Ankündigung, es gebe gute Gitarristen und wirklich verdammt gute Gitarristen, „and then there’s Kaki King“. Das war 18 Monate, nachdem die US-Ausgabe dieses Magazins […] mehr…

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    Smoke Fairies - Gastown

    Katherine und Jessica kannten sich von der Schule, dann verließen sie Sussex, ihren Brit-Folk im Gepäck, um in Amerika den Blues zu finden. Jack White gelang es in Nashville, das Pastorale mit Mississippi-Schlamm anzureichern, das züchtig-weiche Timbre der Fairies mit wunderbar natürlichem Gitarren-Vibrato. Die Tunes sind bittersüß, die Texte zentrieren um Verlust und Verlangen: darkness […] mehr…

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    Warren Zevon et al. - „Original Album Series“

    Haptiker, Archivare und Leser von Kleingedrucktem auf Plattenhüllen, aber auch Freunde des geschriebenen Wortes werden an dieser Serie keinen Gefallen finden. Von 39 Künstlern und Bands wurden je fünf Alben zu einem schmalen Päckchen zusammengefasst; die CD ist verpackt in dünnen Pappen, zu lesen sind gerade noch die Songtitel. Man muss sich also anderweitig über […] mehr…