• Woody Allen

    - Vicky Cristina Barcelona

    Als beste Komödie mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde Aliens 40. Film in 42 Jahren. Zwar ist der vitale Sommersexreigen um ein Vierecks-Verhältnis seine leichteste Regiearbeit seit langem. Die Pointen über Liebe, Ehe und Affären aber sind derart geistreich, ironisch und erfrischend, als hätte der 73-Jährige darüber noch nie Witze gemacht. Die Studentinnen Vicky (Rebecca […] mehr…

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    Shopping Center-King - Start: 18.6.

    Richtig, einen ähnlichen Filmtitel gab es in diesem Jahr bereits. „In „Der Kaufhaus-Cop“ spielte Kevin James den Wachmann eines Einkaufszentrums, der noch bei seiner Mutter lebt, in eine Verkäuferin verknallt ist, gerne ein echter Polizist wäre — und sich schließlich Respekt verschafft. Ähnlich sind die Eckdaten auch hier – nur der Tonfall ist extrem unterschiedlich. […] mehr…

  • State of Play

    State of Play - Start: 18.6.

    „Sie werden eine Zeit lang der Buhmann für alles sein, was in der Politik falsch läuft“, sagt ein eilig engagierter PR-Stratege. Eine junge Frau ist vor die U-Bahn gestürzt, sie war die Geliebte des verheirateten Kongressabgeordneten Collins (Ben Affleck), die Presse schlachtet den Fall als tragischen Selbstmord aus. Nur der Reporter Cal (Russel Crowe) zweifelt […] mehr…

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    Maren Ade – Alle Anderen - Start 4.6.

    Die anderen sind besser, erfolgreicher, glücklicher. Ein Gefühl, das so manchen über 30-Jährigen befallen mag, der nach dem endgültigen Ende der Jugend plötzlich sein Leben überdenkt. Für den selbstständigen Architekten Chris (Lars Eidinger) sind die anderen sein Studienfreund Hans (Hans-Jochen Wagner) und dessen Frau Sana (Nicole Marischka), die er und seine Freundin Gitti (Birgit Minichmayr) […] mehr…

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    Pablo Trapero – Löwenkäfig - Start 18.6.

    Das südamerikanische Kino überrascht einmal mehr mit einer elektrisierenden Geschichte. Mit seiner fulminant aufspielenden Frau Martina Gusman in der Hauptrolle erzählt der Argentinier Trapero hier hoch emotional ein vielschichtiges Knastdrama über soziale Außenseiter, Einsamkeit, Beziehungskonflikte, Emanzipation und Erlösung. Die schwangere Julia wird wegen vermeintlichen Mordes an einem ihrer Liebhaber verurteilt. Im Gefängnis bringt sie einen […] mehr…

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    Steven Soderbergh – Che – Teil 1 & 2 - Start 11. Juni; 23. Juli

    „Jeder kennt sein Gesicht. Kaum jemand seine Geschichte“, steht auf dem Plakat. Das ist ein schöner, knackiger Slogan, um das schwierigste Filmexperiment der letzten Jahre zu vermarkten —aber nur die halbe Wahrheit. Es wird noch mal suggeriert, was man schon vor Drehbeginn gehört, was sich jedoch leider nicht erfüllt hat: das umfassendste Porträt von Che […] mehr…

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    Simon Reynolds – Totally Wired

    „Totally Wired“ von Simon Reynolds ist ein Compendium meist sehr interessanter Gespräche, die der britische Musikkritiker mit hochinteressanten Zeitgenossen wie John Peel, Tony Wilson, Edwyn Collins und Alan Vega führte. Sowie mit eigentlich weniger interessanten, denen Reynolds nichtsdestotrotz Interessantes entlockt. Was Gerald Casale von Devo über politischen Kampf erzählt oder David Thomas über radikale Kunst […] mehr…

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    Deke Leonard – Man – Rhinos, Winos & Lunatics

    Man – Rhinos, Winos & Lunatics von Deke Leonard trägt in der deutschen, von Jörg Gülden gut übersetzten Fassung nicht ohne Fug und Recht den Untertitel „Die Legende einer Rockband“. Um die Musik der Waliser und diese Niederschrift eines ihrer maßgeblichen Mitglieder richtig goutieren zu können, wäre es freilich hilfreich, eine gewisse Affinität zu Jams […] mehr…

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    Wilhelm Fink – Devil

    Devil, herausgegeben von Albert Kümmel-Schnur, ist eine Sammlung mal gelehrt blendender, mal nachdenklich-gelehriger Aufsätze, die sich jeweils einer Zeile des Stones-Klassikers annehmen und diese dann auf Teufel komm‘ raus deuten: literarisch, philosophisch, erkenntnistheoretisch, theologisch, historisch, kulturkritisch, politisch oder biografisch. Oder völlig verkrampft. Unter denen, die von den Autoren als Zeugen bemüht werden, tragen Bulgakow und […] mehr…

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    Harry Hammond – Halfway To Paradise - Sehnsucht nach Glamour

    Als die Rationierungen endlich der Vergangenheit angehörten und in Britannien nach den Jahren karger Enge und Entbehrung das Leben wieder zu pulsieren begann, wurde die Musik zum Schrittmacher einer Generation, die der Krieg um ihre Kindheit gebracht hatte. In den Rhythmen von Jazz. Skiffle und Rock’n’Roll fand sie ein Ventil für aufgestaute, unerfüllte Bedürfnisse, und […] mehr…

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    Reinhard Kleist – Havanna

    „Havanna“ von Reinhard Kleist ist eine Art ausgearbeitetes Skizzenbuch einer vierwöchigen Kuba-Reise. Dass Kleist in dieser kurzen Zeit vor allem einen touristischen Blick kultiviert, weiß er selber ganz gut. „Pittoreske Armut“, viel mehr bekommt auch er als kritischer Sympathisant nicht aufs Blatt, wie der „Maximo Lider“ ihm in einem der kleinen erdachten Zwiegesprächen vorhält, aber […] mehr…

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    Kurt Vonnegut – Der taubenblaue Drache

    „Der taubenblaue Drache“ von Kurt Vonnegut versammelt die Erzählungen aus dem Nachlass und ältere Geschichten aus dem 1999er Band „Bagombo Snuff Box“. Alles hierzulande unpubliziert und einmal mehr souverän, sprachgewitzt und mit dem richtigen Händchen für den zutiefst moralischen Sarkasmus des Meisters von Harry Rowohlt übersetzt. Ein wunderbares Buch, eine Art Vademekum für Humoristen, weil […] mehr…

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    Maria Sveland – Bitterfotze

    Bitterfotze von Maria Sveland schreibt Erica Jongs Feminismusklassiker „Angst vorm Fliegen“ aus den 70er Jahren fort. Seit Jong hat sich nämlich nicht mehr sehr viel geändert, weiß Sara als Journalistin mit Schwerpunkt Feminismus nicht nur theoretisch, sondern aus eigener Anschauung. Sie beschreibt ganz gut. wie sich Männerbündelei, Revierbehauptungsgetue und diese selbstverständliche virile Überlegenheitsattitüde selbst in […] mehr…

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    J. G. Ballard – Liebe & Napalm - Skulpturen aus Prosa

    „The Atrocity Exhibition“, so der Originaltitel, ist eine Inkunabel der „New Wave“ des Science-Fiction-Genres und markiert zugleich die Grenzen des herkömmlichen Erzählens. Wie in „Naked Lunch“ zerfällt der Text in Fragmente, surreale, groteske Traumszenarien, aber noch stärker als bei Burroughs entbindet Ballard die Sprache von ihrer niederen Aufgaben, zum Beispiel so etwas Profanes wie eine […] mehr…

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    The Void

    (Atari) Es gibt nicht viele gute Nachrichten in „The Void“. Die einzige, die etwas Hoffnung bringt: Man kann nicht sterben – denn man ist schon lange tot. Nur die eigene Seele existiert noch. Aber selbst die hat es schwer an diesem unwirklichen Ort, durch den der Spieler streift, um elfenhafte Schwestern und schlussendlich auch sich […] mehr…

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    Guitar Hero - Metallica

    Zugegeben, es wäre schon etwas vermessen gewesen, von den „Guitar Hero“-Machern zu verlangen, dass sie in ihr ohnehin schon unfassbar erfolgreiches Produkt noch etwas mehr Liebe oder Gehirnschmalz stecken. Dass die jetzt erscheinende Metallica-Version allerdings derart routiniert über die Bühne geht, ist dann doch ein wenig enttäuschend. Was man zuvor schon bei AC/DC und Aerosmith […] mehr…

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    Monster vs. ALiens

    Eine Erkenntnis vorweg: Das Spiel ist schlechter als der Film – und der war schon alles andere als ein Meisterwerk. Das mäßig originelle Game-Team, bestehend aus vier infantilen Monstern, muss der Spieler hier von Mission zu Mission bringen. Und das bedeutet konkret: hüpfen, strecken, fahren, ducken, prügeln und schießen. Diesem dämlichen Hau-Drauf-Stückwerk fehlt es eindeutig […] mehr…

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    The Westerner 2

    Ein leider etwas zu pupsig geratenes Western-Adventure. In dem zweiten Teil des „Westerner“-Game macht sich unser Protagonist Fenimore Fillmore auf die Suche nach einem geheimnisvollen Schatz, der in einem Grab versteckt sein soll. Trotz zahlreicher schöner Film-Zitate und einer erstaunlich gelungenen Sprach-Synchronisation mag das eher zur Albernheit neigende Game keine rechte Freude aufkommen lassen. Die […] mehr…

  • John Phillips - John Phillips

    John Phillips – John Phillips

    (1969) Denny Doherty hat später geäußert, das erste Phillips-Solo-Album wäre unter anderen Umständen vielleicht das beste Album der Mamas & Papas geworden. Und in der Tat hätten lyrisch düstere Songs wie „Malibu People“, „Mississippi“ und „Someone’s Sleeping“ das Zeug zu Evergreens gehabt. Doch nach dem Zerwürfnis entschloss John Phillips sich, selbst zu singen und auf […] mehr…

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    Tha Mamas & The Papas – Deliver

    (1967) Man kann zwar auf dem dritten Album hören, dass Erfolg, Drogen und Eifersüchteleien der Bandchemie arg zugesetzt hatten, doch gerade diese innere Zerrissenheit macht „Deliver“ zum spannendsten Album der Mamas & Papas. Seite eins besticht durch exzellente Coverversionen von „Sing For Your Supper“, „My Girl“, vor allem aber „Dedicated To The One I Love“ […] mehr…