Freiwillige Filmkontrolle


Queen Live At The Rainbow 1974


Virgin/EMI


von

Die Tournee zu dem Album „Queen II“ lief gut, denn das Publikum war offenkundig neugierig auf diese Mischung aus Hardrock und Varieté, und die Band war hungrig. Es gab hernach Überlegungen, ein Heimspiel im ausverkauften Londoner Konzertclub Rainbow vom 31. März 1974 als Livealbum zu veröffentlichen, aber angesichts der Fülle und Güte des unveröffentlichten Materials, einschließlich der Hitsingle „Killer Queen“, nahm man doch lieber das nächste Album, „Sheer Heart Attack“, auf.

Der Mitschnitt verschwand im Archiv. Oder doch nicht ganz: Gut 39 Minuten waren bisher verstreut auf Videos, Bootlegs und im Netz versteckt, jetzt gibt es das 25 Minuten längere, volle Set, restauriert, neu gemischt, gemastered, in einer guten, gerade in den Mitten fulminant drückenden Produktion, die unterstreicht, was die Band damals eben noch vor allem war: eine von Roger Taylor agil vorangeknüppelte Rabaukentruppe. Das Operettenhafte ist eine hübsche kontrastierende Nuance, nicht mehr. Brian Mays dicke Knute hält noch alles in Schach.

Auf der folgenden Tournee bekam die laszive Vaudeville-Nummer schon weitaus mehr Raum. Nachzuhören ist es auf der zweiten CD, aufgenommen ebenfalls im Rainbow, und zwar am 20. November 1974. Gut 50 Minuten davon wurden bereits auf dem VHS-Video in der „Box Of Tricks“ veröffentlicht, jetzt sind es immerhin fast 80 Minuten.

Und verpasst hat man durchaus einiges: eine kontrolliert-ruppige Version von „Modern Times Rock’n’Roll“, zum Beispiel, eine enthusiastische Fassung von „Keep Yourself Alive“ (leider unterbrochen von einem Drum-Solo), ein aufgeräumtes „Flick Of The Wrist“. Nichts wurde geschnitten – und das alles ist nun in der richtigen Reihenfolge. Ein Dokument!


Neuer Brief enthüllt: John Lennon plante Rückkehr nach Großbritannien

 Beatles-Legende John Lennon wurde 1980 erschossen. Ein neu entdeckter Brief enthüllt nun, dass der Musiker einen Tag zuvor in einem Telefonat mit Freude in die Zukunft geblickt haben soll. Grund dafür sei die geplante Rückkehr nach Großbritannien gewesen und das zeitnahe Wiedersehen mit einer geliebten Tante Mimi Smith. Brief stammt von Mimi Smith Dass das besagte Telefonat zwischen Lennon und Smith stattgefunden hat, zeigt nun ein neuer Brief aus dem Nachlass der britischen „Daily Express“-Journalistin Judith Simons. Kurz nach dem Mord an Lennon drückte sie öffentlich ihre Anteilnahme aus, woraufhin sie einen Brief von Mimi Smith erhielt. Diese bedankte sich…
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