Schnipo Schranke Rare

E-Mail
Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email Kommentare
von

The story so far: Zwei frischgebackene Musikstudentinnen überlegen es sich anders, ziehen 2013 von Frankfurt nach Hamburg und arbeiten seitdem verstärkt an einer Kinderzimmerversion der Lassie Singers. Der Gesang ist ein munteres Krähen, die ungelenken Texte konzentrieren sich auf Erlebniswelten postpubertärer Teenager und versammeln dabei so viele Reizwörter wie möglich: „Pimmel“, „Sperma“ und dergleichen. Der Song „Pisse“ sorgte in Hipsterkreisen für erste Aufmerksamkeit, beim Debüt­album, „Satt“, waren auch schon die Mainstreammedien am Start.

Doch leider sind Schnipo Schranke auf dem von Ted Gaier produzierten zweiten Album immer noch unerträglich. Die an gediegene Hausmusik erinnernde Instrumentierung ist nicht das Problem. Es sind der windschiefe Gesang und die Unfähigkeit, Reime zu bilden, die über Grundschulhof-Niveau hinausgehen: „Morgens bin ich immer down/ Ich muss erst mal einen bauen/ Doch davor muss ich noch kacken/ Ich kann beides zugleich packen.“

Ja, sicher, schaffst du mit Ende 20 locker. (Buback)

Schnipo Schranke :: Satt

E-Mail

Nächster Artikel

Vorheriger Artikel
  • Trainspotting 2

    Review: T2 Trainspotting

    Als Tourist in der eigenen…

    Melancholisch, nostalgisch, oft lustig – und etwas planlos, wie das Leben der Protagonisten selbst. „T2“ ist Danny Boyles grüblerische Fortsetzung eines der größten Popkulturfilme der 90er. Sie zeigt die heutigen Mittvierziger als Verlierer, die in der Gesellschaft nicht Fuß fassen können. Die Review – und das ROLLING-STONE-Gespräch mit Regisseur Boyle.