Serie der Woche: „Becoming Elizabeth“ – Staffel 1



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Mitte des 16. Jahrhundert geht es am englischen Königshof drunter und drüber: Da ist der neunjährige Edward, den sie zum König machen, weil für seinen Vater, Heinrich VIII, nur ein Sohn als Thronfolger infrage kam. Da ist Maria, Edwards katholische Halbschwester, die dann doch sechs Jahre später auf den Thron darf, nachdem Edward an Tuberkulose stirbt, aber nach fünf Jahren Regentschaft ebenfalls tot ist. Und da ist Elizabeth, eine blasse, rothaarige Teenie-Prinzessin, die verknallt ist in den Mann, der mit ihrer Stiefmutter verheiratet ist, aber später als Königin ein Zeitalter prägen wird.

„Becoming Elizabeth“ ist das Königsdrama, das Elisabeths Zeitgenosse Shakespeare vergessen hat zu schreiben, das inoffizielle Prequel zur Netflix-Erfolgsserie „The Crown“ und eine Coming-of-Age-Story, die von den Jugendjahren Elizabeths I. erzählt, die in düsteren Zeiten voller Geheimdiplomatie, Gier, Gewalt und Gemetzel aufwächst. Manchmal kommt einem „Becoming Elizabeth“ zwar wie ein gut bebildertes Geschichtsbuch vor, doch immerhin hat man sich getraut, die Serie farbenblind zu besetzen – und die deutsche Schauspielerin Alicia von Rittberg ist als Elisabeth eine Entdeckung. (Starzplay)


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